Astrid M. Fünderich

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Arbeiten Hand in Hand ­ Michael Lesch und Astrid M. Fünderich
Astrid M. Fünderich
Geboren: 27.09.1963 in Düsseldorf, Deutschland

"Gestatten? Ich bin der weibliche Dr. Quincy". So stellte sich Astrid M. Fünderich (das "M" steht für Margarethe) 1997 vor. Die Anspielung auf die US-Krimiserie "Quincy" hatte ihren Grund: Die Schauspielerin spielte in der ARD-Krimireihe "Der Fahnder" durchgehend die Rolle der Rechtsmedizinerin Dr. Katharina Winkler. Mit im TV-Team: Michael Lesch ("Freunde fürs Leben"), der seinerzeit die Nachfolge von Jörg Schüttauf antrat. "Der neue 'Fahnder' steht natürlich wie gehabt im Vordergrund der Handlung", erläuterte damals die hübsche Wahlkölnerin. "Doch anders als bisher, arbeitet die Kripo jetzt gern mit der Rechtsmedizin, also mit mir, zusammen."

Zur Vorbereitung schaute die Fünderich sogar bei einer Obduktion zu: "Ich hatte wegen der Rolle lange Gespräche mit einer Ärztin der Kölner Rechtsmedizin", erzählt sie. "Und irgendwann habe ich mich getraut und sie gefragt, ob ich mal an einer Obduktion teilnehmen dürfe." Sie überstand diese Prozedur bravourös und benötigte nicht einmal ein Mentholtuch, um möglichen Magenproblemen vorzubeugen. "Ich habe alle Schotten dichtgemacht", verrät die Fünderich. "Mitleid oder das Gefühl, da liegt doch ein Mensch - das habe ich gar nicht an mich herangelassen." Im nachhinein fand sie die neue Erfahrung "unvergeßlich und sehr spannend". Jetzt weiß sie, "wie eine Lunge und eine Leber aussehen, und wie endlose Meter Darm in unseren Körper reingewickelt sind."

Für die Schauspielerin war der Part in "Der Fahnder" der erste große, durchlaufende TV-Auftritt. Zuletzt spielte sie in der RTL-Serie "Der Feuerengel" die Ehefrau des Feuerwehrmanns Theo Grabowski (Christoph Hemrich); 1998 übernahm sie eine Hauptrolle in der ARD-Sitcom "Mobbing-Girls". Ursprünglich hatte Astrid M. Fünderich, vorbelastet durch den Vater, einen Ingenieur, nach dem Abi Maschinenbau studieren wollen, sattelte aber kurzentschlossen auf Geologie um. Dann aber entschied sich gegen den studierten Beruf: "Ich hatte mir einen Fachbereich ausgesucht, bei dem ich später als Frau allein auf weiter Flur gestanden hätte", erklärt sie. "Das war nichts für mich."

Unverhofft gab's eine Gelegenheit, sich am Theater zu versuchen. Sie spielte in Aachen, reiste mit einem Tourneetheater durch die Lande und schaffte den Wechsel zum Fernsehen. Sie kämpfte verbissen, managte sich selbst, hetzte von einem Casting zum anderen. "Ich bin ganz zufrieden mit mir", sinniert die junge Frau. "Allein die Arbeit vor der Kamera bereitet mir ja immer unheimlich viel Spaß." So stört es die gebürtige Düsseldorferin denn auch wenig, dass sie kaum Freizeit hat. Trotzdem frönt sie neben ihrem Job noch einer anderen Leidenschaft: dem Fallschirmspringen. Außerdem gibt's einen Freund. Der lebt in einer anderen Stadt, und so müssen die gemeinsamen Dates gut koordiniert werden: "Das kriegen wir aber prima hin, weil jeder den beruflichen Ehrgeiz des anderen respektiert."

Weitere Filme mit Astrid M. Fünderich: "Balko" (1996, Serien-Episode), "Hallo, Onkel Doc!" (Kinderarzt-Serie, 1996), "Twiggy - Liebe auf Diät", "Du stirbst wie ich es will", "Die Cleveren: Tödliches Komplott" (alle 1997), "Zerschmetterte Träume - Eine Liebe in Fesseln" (1998), "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei" (1998), "Die Cleveren" (Krimiserie, 1999, durchgehende Rolle Kriminal-Kommissarin Eva Glaser), "Polizeiruf 110 - La Paloma" (1999), "Die Frau, die Freundin und der Vergewaltiger", "Todeslust" (beide 2001), "Küstenwache" (Polizeiserie, Episodenrollen, 2001), "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei: Hetzjagd" (Pilotfilm, 2002), "SOKO 5113" (Krimiserie, Episodenrolle, 2002), "Herzschlag - Die Retter" (Kankenhausserie, 2002), "In aller Freundschaft" (Arztserie, Episodenrolle, 2003), "Sabine!" (Comedyserie, 2003), "Im Namen des Gesetzes" (Krimiserie, 2003), "Sperling und die Angst vor dem Schmerz" (2003), "Stubbe - Von Fall zu Fall: Harte Kerle", "Tatort - Der Name der Orchidee]" (beide 2005), "Wilsberg - Callgirls" (2006).

Zur Filmografie von Astrid M. Fünderich
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