Die Psychologin Theresa Marteau von der Uni Cambridge hat herausgefunden, dass sich die Weinglasgröße seit dem 17. Jahrhundert in etwa versiebenfacht hat. Waren es vor 300 Jahren noch 66 Milliliter, trinken wir heute im Schnitt aus 449-Milliliter- Gläsern.

Unabhängig von der Luft, die wir dem Wein zum Atmen geben, stellt sie die spannende Frage: Führen kleinere Gläser auch zu einem geringeren Alkoholkonsum? Diese hat man, ebenfalls in Cambridge, schon vor zwei Jahren mit "Ja" beantwortet: In einem Restaurant mit angeschlossener Bar wurde über 16 Wochen zwischen Gläsern mit einem Volumen von 250, 300 und 370 Millilitern gewechselt.

Der Effekt: je größer die Gläser, desto höher der Konsum. Wie einfach das doch klingt! Bloß: Wer schon einmal in Köln oder Düsseldorf war, weiß: Hier wird das Bier zwar aus 0,2-Liter-Gläsern getrunken, von wenig aber kann deshalb noch lange nicht die Rede sein.