In San Diego hat der Softwarekonzern Adobe kürzlich das Programm "VoCo" vorgestellt, eine Art Stimmbearbeitung, die aus der Sprache eines Menschen neue Wörter und Sätze bilden kann. 20 Minuten Aufnahme sollen genügen – und VoCo erstellt daraus völlig neue Inhalte.
Auf den ersten Blick klingt das nach einem mächtigen Werkzeug für Betrug und Manipulation – Politikern, Wirtschaftsbossen und Prominenten könnten so Dinge in den Mund gelegt werden, die sie nie gesagt haben.
Unabhängig davon aber, dass das auch heute schon möglich ist, bietet diese Technologie für Film und Fernsehen eine immense Chance – etwa für die Synchronisation. Auch  Charaktere, deren Sprecher das Zeitliche gesegnet haben, könnten so posthum ihre Stimme behalten. Bei Marge und Homer Simpson, Sean Connery oder Tom Hanks mussten wir uns noch mühsam an den neuen Klang gewöhnen. Das könnte nun bald der Vergangenheit angehören – ein wenig Schaudern ob der Überlistung des Todes inklusive.