Wer Kuro Salehi Takhasomi einmal hat kämpfen sehen, ist hingerissen. Er und sein Team füllen Arenen, das Publikum dreht durch, wenn sie auf ihre Gegner losgehen – eine komplexe Sache: Mehr als 400 Bewegungen pro Minute führen Spieler wie er aus.

Doch sie stehen nicht im Ring oder auf dem Rasen, sondern sitzen – vor dem Computer. Takhasomi ist mit rund drei Millionen Dollar Preisgeldern der erfolgreichste E-Sportler der Welt. Selbst Bundesligisten wie Schalke oder Köln haben längst eigene Teams für Sportsimulationen oder Taktikspiele, auch wenn sich ausgerechnet der FC Bayern noch dagegen sträubt.

Viele Partien werden live übertragen, doch sie laufen kaum im Fernsehen, sondern online. Erstaunlich, verlagert sich doch auch klassischer Sport mehr und mehr ins Digitale. Doch die Sender – außer ProSieben – verschlafen gerade einen Trend. Genauso, wie viele Zuschauer, die diesen Sport immer noch nicht ernst nehmen.