In dem legendären Computerspiel "Monkey Island" muss der Spieler als Piraten-Anwärter Guybrush Threepwood etliche Aufgaben bewältigen. Eine davon: Er muss den Schwertkampf lernen, und zu dem gehören nicht nur Finte und Ausfallschritt, sondern auch das Beleidigungsfechten – die Fähigkeit, andere Piraten nach Strich und Faden zu demütigen.

In der ebenfalls legendären Hörspiel-Reihe TKKG trifft Karl, der "Computer", in Folge 14 auf den Schimpfwortsammler Otto-Emanuel Karpf, der nicht nur jede denkbare deutsche Beleidigung kennt, sondern vor allem lateinische Varianten – die er aus dem Stegreif zitieren kann.

Beide Beispiele zeigen:  Beleidigungen sind eine Waffe – und eine Kunst. Was das mit diesem Editorial zu tun hat? Nun: Unter den vielen spannenden Reaktionen darauf erhalten wir immer wieder auch Verbalinjurien. Auch die könnten Vergnügen bereiten – doch ganz offensichtlich gibt es unter den prisma-Lesern auch einige wenige, die noch nie Monkey Island gespielt haben.