Na? Schon aufgeräumt? Ausgemistet? Nach KonMari? Wie, von der Methode haben Sie noch nichts gehört? Marie Kondo, die damit Bestseller und Dokus füllt, ist derzeit doch in aller Munde.

Ihr Rezept, um das Zuhause nur mit Dingen zu füllen, die Glücksgefühle auslösen, wird rauf und runter diskutiert. Nun könnte man meinen, Deutschland müsste folgerichtig das ordentlichste Land der Welt sein. Doch bei den Debatten um Kondo fällt eines auf: Neben denen, die sich an ihrer Methode versuchen, gibt es auch die anderen, die sie nicht nur ablehnen, sondern regelrecht wütend reagieren.

Warum? Nun: Zum einen konfrontiert uns KonMari nicht nur mit unserer Unordnung, sondern vor allem mit unserem aberwitzig hohen Konsum. Zum anderen aber wirkt Kondo wie die frühen Rhythmus-Computer der Musikgeschichte: eintönig und zu perfekt. Und Perfektion ist nicht nur langweilig, sie macht auch aggressiv.