"Wie finden Sie eigentlich Ihre Themen?" Diese Frage hat wohl jeder Journalist – erst recht jeder Kolumnist – schon gehört. Manchen fällt die Antwort so leicht wie die Suche selbst, andere tun sich mit beidem schwer. Und bei wieder anderen ist es ein ständiges Auf und Ab, von Tag zu Tag, Woche zu Woche, Ausgabe zu Ausgabe.

Die Kolumnistin Meike Winnemuth schrieb dazu kürzlich, Themen zu finden sei leicht, aber für die ganze Seite, die sie füllen müsse, eigneten sich die wenigsten. Deshalb habe sie einen "Friedhof der Kuscheltiere" mit Ideen, die maximal für eine Viertel- oder halbe Seite getaugt hätten. Etliche davon verriet sie auch – und innerlich jubelte ich schon.

"Perfekt!", dachte ich. Im Gegenzug könnte Frau Winnemuth meine Ideen haben, die zu groß für diese Spalte sind. "Eine Ideentauschbörse für Kolumnen muss her!" Doch ich merkte schnell: Das würde kaum funktionieren. Oder würden Sie mir einen Text über Tischabfalleimer abnehmen?