2016, so las ich, war ein "Hobbes-Jahr" – ein Jahr, in dem die Menschen darauf warteten, dass der Staat – wie es Thomas Hobbes' "Leviathan" von 1651 verheißt – Frieden und Schutz bietet. An diesem Wunsch nach Ordnung und Orientierung dürfte sich auch 2017 nichts ändern. Und auch 2017 dürften die Menschen pendeln zwischen der Annahme, die Zeit sei aus den Fugen, und der Hoffnung, sie mitzugestalten.

Wie wenig die Zeit das aber zulässt, zeigt ein Blick auf die Erde: Am Äquator dreht sie sich mit rund 465 Metern pro Sekunde um sich selbst, wird dabei aber immer langsamer.

Kein Problem? Für Computer oder Navigationssysteme schon, sie brauchen exakte Daten. Deshalb fügen wir der Zeit immer wieder mal eine Schaltsekunde hinzu. Für uns und unsere Orientierung spielt das keine Rolle. Nicht nur die Erde dreht sich, auch Menschen können mit verbundenen Augen höchstens 20 Meter geradeaus gehen – ohne Fixpunkte, ohne optische oder akustische Hilfe laufen wir irgendwann im Kreis.

Auch an dieser Konstante wird 2017 nichts ändern.