Zelten im Schlamm, Exzesse verschwitzter Massen, überteuerte Ticketpreise: Beim Begriff "Festival" mögen sich – entstanden aus Erzählungen und urbanen Legenden – so manchem die Nackenhaare hochstellen.

Dabei verstecken sich in diesem Wort, das uns aus dem Lateinischen über das Englische erreicht hat, so viele erfreuliche Dinge: "festivus", was "dem Vergnügen gewidmet" oder "heiter" bedeutet und zu "festivum", dem Festtag oder Festmahl, gehört, weckt Assoziationen an Unbeschwertheit, Genuss und Lebensfreude. Glücklicherweise – und trotz manch übler Schlagzeile – haben sich auch unsere modernen Festivals über die Jahrzehnte weiterentwickelt.

Längst sind sie nicht mehr nur etwas für unerschrockene Teenager, sondern verbinden auch Generationen und verschiedenste musikalische Lager. Sie sind, im wahrsten Sinne des Wortes, die kulturellen Spielwiesen unserer Tage.