Schon lange frage ich mich, warum uns Träume so zu schaffen machen. Ich meine nicht Albträume, bei denen ist es klar: Monster oder schaurige Orte jagen uns Angst ein, logisch. Doch ich beispielsweise träume regelmäßig davon, zu laufen, aber nicht vom Fleck zu kommen.
Eigentlich nicht dramatisch, auch im Leben passiert das ja ständig, und doch finde ich diesen Traum noch während des Träumens viel grausamer, als an einem schaurigen Ort zu sein oder von einem Monster aufgefressen zu werden. Wovon ich übrigens noch nie geträumt habe.
Dann las ich kürzlich von einer denkbaren Erklärung: Nachts, während wir meist schlafen, produziert der Körper kein Serotonin. Dieses Hormon aber sorgt für Gelassenheit, innere Ruhe und Zufriedenheit – fehlt es, empfinden wir die Dinge also schlimmer, als sie sind. Der passende Expertenrat: Wir sollten uns nachts nicht so ernst nehmen. Die Idee gefällt mir. Wirklich ruhiger schlafen würde ich aber erst, wenn Forscher herausfinden, wie uns das auch am Tag gelingen kann.