Haben Sie neulich "Jenseits des Spiegels" gesehen? Diesen Mystery-Thriller im NDR? Ein handwerklich toller Film, vor allem aufgrund seiner Schocker-Sequenzen.

Schon seltsam – da versetzen uns manche Szenen regelrecht in Panik und doch lieben wir genau das: Gänsehaut, Herzklopfen, kalter Schweiß. Gefallen finden an diesem Grusel, am Horror, können wir aber nur, weil wir eigentlich wissen, dass wir in Sicherheit sind auf unserem Sofa. Dass wir abschalten könnten – wenn wir denn wollten.

Wollen wir aber nicht, denn als Flucht aus dem Alltag ist der Nervenkitzel eine willkommene Abwechslung. Dabei bräuchte es gar keine so drastischen Elemente, wie sie der Horrorfilm bereithält.

Die größte Angst nämlich, so eine Umfrage, haben wir nicht vor Monstern oder Mördern, sondern – mit weitem Abstand zu Clowns oder Zahnarztbesuchen – vor Spinnen und Käfern. Heinz Sielmann lässt grüßen.