Als Läufer verschlinge ich alles zum Thema, was mir in die Finger kommt.

Studien wie die zum Zusammenhang zwischen Lauftraining und Darm-Beschwerden etwa, die Ricardo Costa von der Monash University erstellt hat, Tipps wie den, täglich 15 Minuten auf dem Rücken liegend mit an der Wand ausgestreckten Beinen zu verbringen (Das "Viparita Karani" aus dem Yoga soll hormonell ausgleichend, beruhigend und verjüngend wirken.) oder Texte wie den über Sportmediziner Gunnar Erz, der versucht, den Erfolg kenianischer Athleten zu ergründen, und der sagt: Läufer sollten sich an der Bewegungsökonomie von Tieren orientieren, etwa an der von Geparden, Steinböcken oder Giraffen.

Aus meinem Laufalltag kommt mir das bekannt vor. Stilistisch betrachtet kommen mir da neben diesen drei auch Gazellen, Frösche, Nilpferde und etliche andere Spezies entgegen oder überholen mich – männliche und weibliche, junge und alte. Eine wundervolle Vielfalt, die zeigt: Laufen ist der vielleicht demokratischste Sport, den es gibt.