Im Wirtschaftsmagazin "Bilanz" las ich vor Kurzem vom sogenannten Markus-Lanz-Indikator. Dem Autor Holger Zschäpitz zufolge handelt es sich dabei um eine Korrelation zwischen den Auftritten von Börsen-Gurus in der Talkshow des Moderators und der Entwicklung ihrer eigenen Anlageprodukte.

Kurz zusammengefasst: Je häufiger ein Fondsmanager bei Lanz sitzt, desto schlechter entwickeln sich seine Anlagen. Ergo: Finger weg.

Zschäpitz kann seine These in dem Artikel durchaus mit Fakten untermauern, womit er in vielen Menschen den Wunsch nach vergleichbaren Messinstrumenten geweckt haben dürfte. Wie schön etwa wäre es, man könnte bei Fußballern von der Anzahl der Interviews auf ihre Leistung schließen – oder bei Politikern auf die kommenden Wahlergebnisse. Mit dem einen ließe sich unter Umständen Geld im Wettgeschäft verdienen, mit dem anderen zumindest der eigenen Enttäuschung vorbeugen. Doch zumindest in diesem Fall scheint Markus Lanz leider ziemlich einzigartig zu sein.