Lars Althaus ist Leiter der Rechtsmedizin in Duisburg und als solcher mit dem täglichen Tod konfrontiert. In der ZDF-37°-Reportage folgt er nun seinen Träumen – und wandert aus.

Eine Frau liegt in einem Hotelzimmer tot in ihrem Blut. Ein Fall für die Mordkommission und vor allem die Rechtsmedizin. Im "Tatort" wäre so was ein klarer Fall für einen wie Professor Boerne aus Münster alias Jan Josef Liefers. Doch diesmal kommt der Pathologe aus Duisburg. Sein Name: Lars Althaus. Er ist das gerade Gegenteil zum bornierten Boerne.

Die tägliche Konfrontation mit dem unerwarteten Tod hinterlässt bei Althaus Spuren. "Natürlich denkt jeder irgendwo, er wird 90. Wohl deshalb genießen viele Menschen nicht den Tag, sondern verschieben so vieles auf später, vor allem ihre Träume", verrät der Leiter der Duisburger Rechtsmedizin, weshalb er nun auswandern will.

Seit langem wollen Althaus und seine Frau weg. Die gute Stellung, das schöne Haus, vor allem aber die Mitarbeiter, die ihren Chef mögen und fachlich schätzen, hielten sie zurück. Doch nun macht der Rechtsmediziner Nägel mit Köpfen. Gemäß seinem Lebensmotto: "Nutze den Tag, und versäume nicht deine Träume" verkaufte er Haus und Hof und kündigte alle Versicherungen und Telefonanschlüsse.

Die "37°"-Reportage zeigt ihn und seine Frau bis zum Tag X, dem Abflug nach Curaçao, 60 Kilometer vor Venezuela. Allerdings: Auch dort wird Althaus wieder Rechtsmediziner sein.


Quelle: teleschau – der mediendienst