Wie das Jahr im Ersten begann, so klingt es auch aus: mit der britischen Krimireihe "Kommissar Maigret", in der Rowan Atkinson als nachdenklicher Kriminaler mit Hut und Pfeife im Paris der 50er-Jahre ermittelt. Nach den ersten beiden Folgen im Januar zeigt die ARD nun an Weihnachten die Episoden drei und vier der Bestselleradaptionen, die auf der berühmten französischen Kommissar-Figur des Schriftstellers Georges Simenon basieren. Zur Primetime am ersten Weihnachtsfeiertag geht es düster inszeniert um "Die Nacht an der Kreuzung", an der ein Juwelenhändler ermordet wird. Gleich am 26.12. begibt sich Maigret im Krimi "Die Tänzerin und die Gräfin" ins verruchte Montmartre.

Ist das nicht dieser Namenlose aus "Game of Thrones"? Ja, man hat es nicht leicht als Darsteller der wohl beliebtesten Serie unserer Tage – zumal, wenn man darin eine solch mysteriöse Rolle innehat wie Tom Wlaschiha. Denn selbst in einer Krimireihe wie "Kommissar Maigret" verbindet man das Gesicht des sächsischen Senkrechtstarters so sehr mit der Figur des Jaqen H'ghar wie jenes des Hauptdarstellers Rowan Atkinson auf ewig mit Mr. Bean. Zwei Stars und klassische Ermittlungen im düsteren Paris: So begeht das Erste mit dem britischen Krimi "Die Nacht an der Kreuzung" den ersten Weihnachtsfeiertag.

Atkinson sei "angenehm ruhig und unaufgeregt als Mensch, ganz anders als in seinen bekannteren Rollen", verriet "GoT"-Star Tom Wlaschiha nach dem Dreh zur dritten Maigret-Episode. Der 44-Jährige spielt darin die Episodenhauptrolle des zwielichtigen Carl Anderson, eines seltsam bebrillten Charakters, in dessen Garage die Leiche des getöteten Juwelenhändlers gefunden wird. Der Däne – eine deutsche Figur hätte wohl zu offensichtlich klischeehaft gewirkt – lebt mit seiner Schwester Else (Mia Jexen) an der titelgebenden Kreuzung auf dem Land. Umgeben sind sie nur von zwei Nachbarn, die kein gutes Bild des unfreundlichen Geschwisterpaares zeichnen. Als dieses sich auch noch nach Paris absetzt, scheint der Fall klar.

Überraschende Wendungen

Nicht jedoch für Maigret, der die beiden in der französischen Hauptstadt verhaften lässt – und bald wieder auf freien Fuß setzt. Im Gegensatz zu seinen Kollegen sieht der ruhig beobachtende Kommissar vielmehr eine Verschwörung am Werk. In überraschenden Wendungen entspinnt sich auf Basis der Romanvorlage, die als einer der actionreichsten der Simenon-Krimis gilt, ein spannender Rätselfall, in dem Wlaschiha alias Anderson alles dafür tut, immer wieder den Verdacht auf sich zu lenken. Die dunklen, rätselhaften Figuren, sie scheinen dem internationalen Aufsteiger auf den Leib geschneidert. Zur Film-Noir-Atmosphäre eines "Kommissar Maigret" passt das hervorragend.

Wer vom verschrobenen Ermittler nicht genug bekommt, kann gleich am zweiten Weihnachtsfeiertag, Dienstag, 26.12., abermals 21.45 Uhr erneut zuschalten: In der vierten Episode "Die Tänzerin und die Gräfin", die auf einem der bekanntesten Maigret-Romane beruht, verschlägt es den Hauptkommissar ins Pariser Rotlichtviertel Montmartre, um die Morde an den titelgebenden Frauen aufzuklären.


Quelle: teleschau – der Mediendienst