Kommt nächstes Jahr schon das Aus für die beliebteste Quiz-Show im deutschen Fernsehen? Im Interview mit der Fernsehzeitschrift "Hörzu" ließ Günther Jauch die Zukunft des RTL-Klassikers "Wer wird Millionär?" offen.

Bis 2018 gilt sein Handschlagvertrag mit dem Kölner Sender. Ob und wie es danach weitergehe, werde sich zeigen, erklärte der 61-Jährige und ließ einen vielsagenden Hinweis folgen: "Mir macht Fernsehen noch immer Freude, aber ich habe mit dem 'Aktuellen Sportstudio', 'Stern TV', der Champions League, dem Skispringen oder 'Günther Jauch' am Sonntagabend stets dann aufgehört, wenn es am schönsten war."

Auch über sein nur kurzzeitiges Engagement als sonntäglicher Polit-Talker im Ersten (2011 bis 2015) sprach der 61-Jährige. Er beklagte im Rückblick, es hätten zu viele Menschen Einfluss auf die Themensetzung und die Gästeauswahl nehmen wollen. "Diese Form der 'fürsorglichen Belagerung' entsprach irgendwann nicht mehr meinem Verständnis von journalistischer Unabhängigkeit. Also habe ich die angebotene Vertragsverlängerung dankend abgelehnt."

Jauchs Ansehen hat die Abkehr vom Polit-Journalismus offenbar nicht geschadet: Anlass des Interviews war eine von "Hörzu" beim Marktforschungsunternehmen Forsa in Auftrag gegebene Umfrage nach den "größten lebenden Vorbildern der Deutschen". Platz eins ging an den Wahl-Potsdamer, der seit 1999 Quiz-Kandidaten auf dem steinigen Weg zur Million begleitet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst