"Die unendliche Geschichte": Alle Infos zum Fantasyfilm mit Barret Oliver
Neben "Momo" und "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" zählt "Die unendliche Geschichte", 1979 erschienen, zu den bekanntesten und erfolgreichsten Werken des Schriftstellers Michael Ende und den Klassikern der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. Die Verfilmung des Fantasy-Bildungsromans stand dennoch zunächst unter keinem guten Stern. Erst gab es Schwierigkeiten, ein stimmiges Drehbuch und einen willigen Regisseur zu finden. Schließlich übernahm, nach Helmut Dietls Ausstieg, Wolfgang Petersen, der 1981 mit "Das Boot" zu Weltruhm gekommen war, die Regie. Bernd Eichinger und seine Constantin Film produzierten den Film, der den ersten Teil des Romans behandelt.
Während der Dreharbeiten kam es dann zu unzähligen Pannen: Die motorisierte Rennschnecke raste durch die Kulissenbauten, später legten Millionen von Fliegen das Set der "Sümpfe der Traurigkeit" lahm. Schließlich war es geschafft: 1984 kam "Die unendliche Geschichte" in die Kinos. Am Mittwochabend wiederholt Kabel Eins das Fantasy-Spektakel zur Primetime.
"Die unendliche Geschichte" wurde zum teuren deutschen Kinoerfolg
Mit rund 60 Millionen Mark Produktionskosten ging die Verfilmung des Bestsellers damals als teuerster Kinofilm in die deutsche Filmgeschichte ein. Der Aufwand, der in den Münchner Bavaria Filmstudios und in Vancouver betrieben wurde, lohnte sich: Mit 100 Millionen Mark Einspielsumme ist "Die unendliche Geschichte" eine der erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen.
Bastian, Atréju und Fuchur kämpfen um Phantásien
Im Mittelpunkt des Abenteuers steht Bastian (Barret Oliver), der statt zur Schule zu gehen viel lieber in Büchern schmökert. Der verträumte Bub liest in dem Wälzer "Die unendliche Geschichte" von der Kindlichen Kaiserin (Tami Stronach) und ihrem Land Phantásien, das von einem unfassbaren Nichts vernichtet zu werden droht. Alle Hoffnungen ruhen auf den Schultern des Jungen Atréju (Noah Hathaway), der Phantásien als Einziger retten kann. Dafür lässt er sich auf gefährliche Abenteuer im Reich voller Fabelwesen wie Nachtalben, Borkentrolle, einem Felsenbeißer und dem Glücksdrachen Fuchur ein. Bastian lässt sich immer mehr von der Handlung mitreißen, bis er erkennt, dass zwischen ihm und Atréju eine seltsame Verbindung besteht. Er wird selbst ein Teil der Geschichte und kann so das bedrohte Traumland vor der Hoffnungslosigkeit bewahren.
Warum Michael Ende mit der Verfilmung unzufrieden war
Bei Kritikern und Publikum kam der Film weltweit gut an. Alles andere als begeistert dagegen war Michael Ende. Nachdem Wolfgang Petersen und weitere Drehbuchautoren die Geschichte stark verändert hatten, befand der Schriftsteller die Adaption seines tiefgründigen Werkes als völlig trivialisiert und nannte sie "ein gigantisches Melodram aus Kitsch, Kommerz, Plüsch und Plastik" und "eine Mischung aus E.T. und The Day After". Ende ließ sogar seinen Namen aus dem Vorspann entfernen, da er nichts mit der Verfilmung zu tun haben wollte.
Neue Adaption von "Die unendliche Geschichte" ist geplant
1990 und 1994 folgten zwei Kinofortsetzungen, allerdings mit anderer Regie und Produktionsfirma, sowie später eine Serien- sowie eine Zeichentrickadaption. 2024 wurde bestätigt, dass die Produktionsfirma See-Saw Films ("The King's Speech", "Slow Horses") in Partnerschaft mit der Michael Ende Productions GmbH eine neue Adaption von "Die unendliche Geschichte" mit mehreren Kinofilmen plane. Das Großprojekt befindet sich derzeit noch in der Vorproduktion.
Die unendliche Geschichte – Mi. 19.08. – Kabel Eins: 20.15 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH