Kritik an fehlendem Nationalstolz

"Let's Dance"-Juror Joachim Llambi sorgt mit politischen Aussagen für Gesprächsstoff

04.11.2026, 10.29 Uhr
Joachim Llambi ist bekannt dafür, zu sagen, was er denkt. In einem Podcast sprach der "Let's Dance"-Juror über Nationalstolz in Deutschland und findet dabei deutliche Worte.
Joachim Llambi
"Let's Dance"-Juror Joachim Llambi spricht in einem Podcast über Nationalstolz in Deutschland und übt dabei deutliche Kritik an den Grünen.  Fotoquelle: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Bei "Let's Dance" nimmt Joachim Llambi bekanntlich kein Blatt vor den Mund. Bevor die beliebte Tanzshow nun, wie es schon Tradition geworden ist, auf Tour geht und in vielen Städten Deutschlands gastiert, hat sich der 62-Jährige in einem Podcast zu Wort gemeldet. Bei "Bosbach: Freiheit braucht Stimme" sprach er mit CDU-Politikerin Caroline Bosbach über den Umgang mit nationalen Symbolen in Deutschland.

Dabei zog er einen Vergleich zu Spanien und machte mehr als deutlich, dass er hierzulande eine andere Haltung zum Thema begrüßen würde. Der gebürtige Duisburger ist Sohn eines spanischen Vaters und einer deutschen Mutter. Dementsprechend kennt er beide Seiten und deren Umgang mit Nationalstolz und dem eigenen Land. Vor allem die Begeisterung, die er in Spanien rund um den Fußball erlebt hat, scheint bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.

Joachim Llambi wünscht sich mehr Nationalstolz von den Deutschen

Im Podcast mit Bosbach erinnerte sich Llambi daran, wie die Menschen in Spanien den Weltmeistertitel ihrer Fußballnationalmannschaft gefeiert haben. Damals seien viele Menschen mit Trikots unterwegs gewesen, hätten die spanische Flagge gezeigt und so eine besondere Begeisterung zum Ausdruck gebracht. Eine vergleichbare Haltung vermisst der "Let's Dance"-Juror offenbar in Deutschland. "Ich verstehe nicht, warum das nicht in Deutschland geht.

Das können ja nicht mehr die Nachwehen von 1945 sein", erklärte er. Zudem fragt sich der ehemalige "Jeopardy"-Moderator auch, warum die Nationalhymne nicht öfter mitgesungen würde und die nationale Identität (seiner Wahrnehmung nach) weitgehend verloren gegangen sei. Caroline Bosbach verwies in diesem Zusammenhang auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, das berühmte "Sommermärchen", bei dem es damals auch in Deutschland eine große Begeisterung für die Nationalelf gegeben habe. Daher könne es sich nicht um die, wie Llambi es nannte, "Nachwehen von 1945" handeln.

Joachim Llambi übt deutliche Kritik an den Grünen

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde Llambi noch ein wenig deutlicher. Ihn ärgere es, wenn Deutschlandflaggen im öffentlichen Raum kritisiert würden. "Wenn ich sehe, dass so Grünen-Politiker sich beschweren, dass irgendwo in Berlin in der Nähe des Bundestages Deutschlandfahnen mal zu sehen waren, da muss ich sagen: Haben die einen an der Waffel? Sind die noch ganz dicht?", führte er aus.

Caroline Bosbach und Joachim Llambi kennen sich von „Let's Dance“

Die Begegnung im Podcast war nicht das erste Treffen zwischen Llambi und Bosbach. Die heutige CDU-Bundestagsabgeordnete und Tochter von Wolfgang Bosbach trat 2022 selbst als Kandidatin bei "Let's Dance" an.

Damals stand sie mit Profitänzer Valentin Lusin auf dem Parkett und belegte den neunten Platz. Somit dürfte es sie nicht gewundert haben, dass ihr Gegenüber derart klare Worte fand. Diesmal eben zu einem politischen Thema, das (ebenso wie Llambis Punktevergabe) vielleicht auch unter den Zuhörern die ein oder andere Diskussion ausgelöst haben dürfte.

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