Neue Staffel

Die "Rosenheim-Cops" Staffel 26: Diese Veränderungen erwarten die Fans in den neuen Folgen

20.07.2026, 11.53 Uhr
Neue Fälle, Abschiede und frischer Wind: Die 26. Staffel der "Rosenheim-Cops" bringt Veränderungen ins Präsidium und neue Gesichter nach Rosenheim.
Dieter Fischer (L-R) in seiner Rolle als Kommissar Anton Stadler, Michaela Weingartner als seine Kollegin Julia Beck und Max Müller als Michi Mohr
"Die Rosenheim-Cops" starten in die 26. Staffel.  Fotoquelle: picture alliance/dpa | Uwe Lein

Seit mehr als zwei Jahrzehnten zählen die "Rosenheim-Cops" zu den erfolgreichsten Vorabendserien im deutschen Fernsehen. Die gekonnte Mischung aus spannenden Kriminalfällen, trockenem Humor und dem unverwechselbaren Charme Oberbayerns begeistert seit der ersten Ausstrahlung eine treue, kontinuierlich wachsende Fangemeinde. Aktuell bereitet das ZDF die 26. Staffel vor – und diese verspricht mehr als lediglich neue Mordermittlungen.

Die Dreharbeiten laufen bereits auf vollen Touren. Währenddessen zeichnen sich mehrere personelle Veränderungen ab, die den Alltag im Rosenheimer Polizeipräsidium zweifelsohne deutlich verändern werden. Im Wesentlichen bleibt die Serie jedoch ihrem Erfolgsrezept treu und schickt ihre Ermittler wie gewohnt an ungewöhnliche Tatorte.

Wann startet die 26. Staffel der "Rosenheim-Cops"?

Ein konkreter Sendetermin wurde bislang noch nicht veröffentlicht. Fest steht allerdings, dass die neuen Folgen im Herbst 2026 im ZDF ausgestrahlt werden sollen. Damit bleibt der Sender seinem vertrauten Veröffentlichungsrhythmus treu, denn die früheren Staffeln feierten ebenfalls im Herbst Premiere.

Die Produktion begann bereits im April 2026. Gedreht wird erneut in Rosenheim, München und der umliegenden Region. Insgesamt werden 24 neue Episoden entstehen, in denen das Ermittlerteam wieder zahlreiche knifflige Fälle lösen muss.

Neue Kriminalfälle führen die Ermittler an außergewöhnliche Tatorte

Auch Staffel 26 setzt auf ungewöhnliche Mordfälle, die weit über die reale Kripo-Routine hinausreichen. Die Kommissare Anton Stadler (Dieter Fischer, 55), Sven Hansen (Igor Jeftić, 54), Kilian Kaya (Baran Hêvî, 39) und Julia Beck (Michaela Weingartner, 35) werden unter anderem rund um eine Ägypten-Ausstellung, in einem Longevity-Spa, im Rennpferdemilieu sowie im Umfeld eines Theaterfestivals ermitteln. Es sind weitere ungewöhnliche Schauplätze vorgesehen, die viel frischen Wind in die beliebten Kriminalgeschichten bringen sollen.

Ein erster Ausblick des ZDF auf einzelne Episoden verstärkt die Spannung auf die neue Staffel. So müssen die Ermittler unter anderem einen Fall lösen, bei dem eine Leiche aufgefunden wurde, die mit einem Astronautenanzug bekleidet ist. Mysteriöse Ereignisse in einem Wellnessbetrieb und der Stallgeruch von hochkarätigen Rennpferden sorgen für viel Abwechslung und jede Menge neue Herausforderungen.

Die privaten Alltagsprobleme der "Rosenheim-Cops"

Neben Ermittlungen zur Aufklärung der Mordfälle bildet wie gehabt der Blick auf die privaten Schicksale der Hauptfiguren das zweite Standbein der Handlung. Hansen und Stadler landen unverhofft in einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft, während Kilian Kaya feststellen muss, dass top moderne Smart-Home-Technologie den Alltag erheblich verkomplizieren kann. Der Schwerpunkt auf liebevoll geschilderte, persönliche Handlungsstränge lockern die Kriminalfälle auf und gehören seit Anbeginn zum Erfolgsrezept der Serie.

Abschiede prägen die neue Staffel

Die größte Veränderung betrifft das Polizeipräsidium. Nach unzähligen Dienstjahren verabschiedet sich Marisa Burger (53) alias Kult-Sekretärin Miriam Stockl endgültig aus der Serie. Mit ihrem legendären Satz "Es gabat a Leich" schrieb sie Fernsehgeschichte und verkörperte für viele Zuschauer eines der prägnantesten Gesichter der gesamten Reihe. Ihr Ausscheiden bedeutet nicht weniger als das Ende einer Ära.

Doch sie soll nicht die einzige Figur bleiben, die Rosenheim verlässt. Auch Ignaz "Jo" Caspar (Christian K. Schaeffer, 60), über viele Jahre hinweg Betreiber des "Times Square", verlässt die Serie. Darüber hinaus wird die resolute Hilde Stadler (Isabel Mergl, 53) künftig nicht mehr zum festen Ensemble gehören. Mit diesen drei Charakteren verliert die Erfolgsserie mehrere vertraute Gesichter, die den Charme des Formats lange Jahre mitgeprägt haben.

Christin Lange übernimmt – aber nicht als zweite Miriam Stockl

Mit dem Ausscheiden eines der Aushängeschilder in Person der Sekretärin Miriam Stockl schlägt die Produktion nun einen ganz anderen Weg ein, sodass die Rolle nicht einfach durch ein neues Gesicht ersetzt wird. Christin Lange, gespielt von Sarah Thonig (34), rückt in das Büro der Polizeisekretärin nach. Wer jedoch erwartet, dass sie ihre Vorgängerin kopiert, wird enttäuscht werden – dies ist Teil des Plans.

Wie Schauspieler Max Müller (61) verriet, erhält Christin Lange eine gänzlich eigenständige Persönlichkeit, ein neues Büro und somit einen völlig eigenen Stil. Auch den berühmten Kult-Satz wird sie nicht übernehmen. Damit wollen die Verantwortlichen verhindern, dass eine der beliebtesten Figuren der Seriengeschichte lediglich ersetzt wird. Stattdessen beginnt mit Christin Lange für das Präsidium ein neues Kapitel.

Mit "Das Rosi" entsteht ein neuer Mittelpunkt der Serie

Nicht nur im Polizeipräsidium halten viele Veränderungen Einzug. Auch jenseits der Dienststelle erhalten die Serienfiguren einen neuen Treffpunkt. Über viele Jahre kam dem "Times Square" weit mehr Bedeutung zu als einer gewöhnlichen Gaststätte. Hier trafen sich Ermittler, Zeugen und Freunde. Das "Times Square" war die Kulisse für viele der humorvollen Dialoge der Serie. Mit dem Abschied von Wirt Ignaz "Jo" Caspar endet auch dieses Kapitel.

An seine Stelle tritt die Tages-Bar "Das Rosi", die künftig von Yasmin Rabe geführt wird. Diese neue Persönlichkeit, gespielt von Maya Haddad (38), soll den vertrauten Kosmos erweitern, ohne dessen Charakter zu verändern. Die Bar wird zum neuen Treffpunkt der Ermittler und wird künftig zahlreiche Gespräche, Begegnungen und kleine Nebenhandlungen miteinander verbinden. Die Serie hat künftig einen frischen Schauplatz, an dem die vertraute Atmosphäre fortleben soll.

Staffel 26 setzt auf Kontinuität und Erneuerung zugleich

Sieht man von den personellen Veränderungen ab, bleibt das Grundkonzept der "Rosenheim-Cops" unverändert. Die Zuschauer erwartet auch weiterhin ein gefälliger Mix aus kniffligen Mordfällen, urig-bayerischem Humor und liebenswerten Figuren, der seit 2002 das Erfolgsrezept der Reihe begründet. Die Autoren nutzen den anstehenden Generationenwechsel geschickt, um eine neue Dynamik innerhalb des Teams zu kreieren.

Unverbrauchte Rollen, veränderte Arbeitsabläufe und neue Begegnungen im Kommissariat bieten Raum für weitere Geschichten, ohne dabei die Identität der Serie zu opfern. Dieser behutsam vollzogene Wandel dürfte für viele langjährige Zuschauer ein spannender Aspekt der kommenden Staffel werden.

"Die Rosenheim-Cops" Staffel 26: Ein Neustart mit vertrautem Herz

Die 26. Staffel muss sich der Herausforderung stellen, ohne mehrere, prägende Figuren fortzufahren und in diesem Zusammenhang neue Charaktere dauerhaft im Serienkontext zu etablieren. Dass man dabei nicht auf einen radikalen Neuanfang gesetzt hat, sondern einer behutsamen Weiterentwicklung den Vorzug gegeben hat, zeigt, dass die Verantwortlichen dem Urteil der langjährigen Fangemeinde aus gutem Grund einen hohen Stellenwert beimessen.

Gespickt mit neuen Mordermittlungen, bizarren Schauplätzen und einer Reihe emotionaler Abschiede beinhaltet die kommende Staffel vermutlich die einschneidendsten Veränderungen der vergangenen Jahre. Einige vertraute, liebgewonnene Gesichter werden die Bühne für immer verlassen und schaffen so Raum für neue Beziehungen und Geschichten. Das sorgsam austarierte Verhältnis zwischen Kontinuität und Veränderung sollte als Garant dafür dienen, dass die "Rosenheim-Cops" auch nach über zwei Jahrzehnten auf Sendung zukünftig ihren festen Platz im Vorabendprogramm gleichermaßen behaupten werden.

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