Hartes Duell

"Die Verräter": Welcher Bösewicht im Machtkampf jetzt die besten Karten hat

12.08.2026, 12.46 Uhr
In Staffel 4 von "Die Verräter" eskaliert der Machtkampf im eigenen Lager. Doch einer der drei Verräter könnte von dem Streit sogar profitieren.
Drei Menschen mit Kutten in einem Schloss bei "Die Verräter"
Die drei Verräter sind nach zwei Folgen noch vollständig im Spiel. Für die Loyalen wird die Lage langsam gefährlich.  Fotoquelle: picture alliance / Stefan Gregorowius

Die Zweckgemeinschaft unter den Verrätern ist nach dem letzten Runden Tisch endgültig Geschichte. Max Kruse und Marijke Amado arbeiten inzwischen offen gegeneinander, Ralph Morgensterns Position im Konflikt ist noch unklar. Nach Folge vier stellt sich also die Frage: Wer von den dreien hat jetzt die besseren Karten?

Nach der reinen Stimmenzahl wäre die Antwort klar. Max bekam am Runden Tisch fünf Stimmen und entkam der Verbannung nur, weil Philipp Fleiters Stimme gegen Julia Meise doppelt zählte – außerdem stand er in jeder Folge am Ende auf mindestens einer Tafel. Ganz so eindeutig ist seine Lage trotzdem nicht.

"Die Verräter": Max kann den Spieß noch umdrehen

Sein Problem ist offensichtlich: Mehrere Loyale sind ihm bereits auf der Spur. Urs Meier, Papis Loveday und die Meise-Zwillinge haben gezeigt, dass Max den Verdacht nicht mehr so einfach abschütteln kann – er steht im Fokus.

Dafür hat er aber etwas, das Marijke fehlt. Denn Max hat schon früher angefangen, ihren Namen bei den Loyalen ins Spiel zu bringen – nun wird er versuchen, den Verdacht von sich auf seine Verräter-Kollegin zu lenken. Und das muss er auch: Wenn sich die fünf Stimmen aus Folge vier beim nächsten Mal wiederholen, wäre das wohl sein Untergang.

Marijkes Absicherung könnte sich bei "Die Verräter" noch auszahlen

Bei Marijke ist die Lage komplizierter. Ihre Stimme gegen Max hat ihr einen mächtigen Feind eingebracht – denn der hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass er die Stimmung der Loyalen lenken kann. So kam etwa die Idee von ihm, Hardy verdächtig zu machen. Und sein Groll ist seit dem letzten Runden Tisch offensichtlich: "Ab morgen wird Marijke den Hunden zum Fraß vorgeworfen." 

Trotzdem könnte sich Marijkes Entscheidung am Ende lohnen – denn wird Max irgendwann tatsächlich als Verräter enttarnt, kann sie sagen: Ich hab schon vorher gegen ihn gestimmt. Eine solche Abstimmung wäre für sie ein gutes Alibi. Ob sich das Risiko für Marijke auszahlt, hängt also vor allem davon ab, wer schneller Rückhalt bei den Loyalen findet.

Ralph sitzt gerade im wärmsten Sessel

Der eigentliche Gewinner des ganzen Streits könnte ausgerechnet Ralph sein. Während Max die bisher unauffällige Marijke in den Mittelpunkt rückt und die wiederum den bereits bestehenden Verdacht gegen Max erhärten will, bleibt der dritte im Bunde bisher deutlich unauffälliger.

Auch am Runden Tisch hat er sich eine Hintertür offengelassen. Marijke hatte er eigentlich zugesagt, gegen Max zu stimmen; im letzten Moment schwenkte er dann auf Julia um – und verhinderte damit die Verbannung seines Verräter-Kollegen. So hat er Max nicht direkt angegriffen und sich gleichzeitig nicht öffentlich an Marijkes Feldzug gehängt. Aus Marijkes Sicht macht ihn das natürlich unzuverlässig – für sein eigenes Überleben könnte es aber genau der richtige Schachzug gewesen sein. Schließlich fällt es leichter, unauffällig zu bleiben, wenn seine beiden Kollegen gegenseitig die Aufmerksamkeit aufeinander lenken.

Aktuell hat also Ralph die besten Karten. Max muss um seinen eigenen Kopf kämpfen, Marijke muss gleichzeitig Max und den Loyalen misstrauen. Ralph dagegen kann einfach abwarten, welcher seiner beiden Mitverräter zuerst ins Wanken gerät – und sich dann genau in dem Moment auf die Seite schlagen, die ihm am längsten das eigene Überleben sichert.

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