Michael Naseband exklusiv: So denkt er über seine "Sommerhaus"-Teilnahme
Für Michael Naseband war das "Sommerhaus der Stars" nicht der erste Ausflug ins Reality-TV. Trotzdem musste sich der ehemalige Polizist und "K11"-Darsteller erst an die besonderen Regeln im Haus gewöhnen. Im exklusiven prisma-Interview spricht er über Allianzen, Taktik und Mitbewohner, die aus seiner Sicht vor allem an ihre TV-Karriere denken.
Mit Kameras kennt sich Michael Naseband bestens aus. Reality-TV ist für ihn allerdings noch vergleichsweise neues Terrain. "Es war mein zweiter Ausflug ins Reality-TV. Daher kann ich es nur mit PromiBB vergleichen", sagt er im Gespräch mit prisma. Das "Sommerhaus der Stars" habe dabei nach ganz eigenen Regeln funktioniert. "Im Sommerhaus interessiert die eigene Persönlichkeit nur am Rande. Dort geht es mehr um Spiele, Seilschaften und Streit. Das war neu für mich."
"Viele würden ihre eigene Mutter verraten": Michael Nasebands Abrechnung
Vor allem die Dynamik zwischen den Paaren habe sich schnell verändert. "Anfangs sind immer alle sehr nett und freundlich, weil keiner nominiert werden möchte. Aber das ändert sich sehr schnell", berichtet Naseband. Sein Fazit fällt deutlich aus: "Vertrauen kann man eigentlich niemandem." Er und seine Partnerin Shelly Braun hätten deshalb versucht, sich nicht auf taktische Spielchen einzulassen. "Wir haben uns von Sympathien leiten lassen. Wir wollten nicht taktieren."
Eigentlich bringt Naseband aus seiner früheren Arbeit als Polizist viel Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Menschen mit. Doch auch das half ihm im "Sommerhaus" offenbar nur bedingt. "Durch meine Polizeizeit habe ich natürlich eine gute Menschenkenntnis. Aber im Sommerhaus herrschen nochmal andere Gesetze." Dann legt er nach: "Viele Leute dort würden ihre eigene Mutter verraten, nur um ein weiteres TV-Format zu bekommen. Das ist nicht mein Style."
Warum Michael Naseband und Shelly im Sommerhaus wenig zu sehen waren
Vor dem Einzug kannte Naseband nach eigener Aussage keinen seiner Mitbewohner. Während der Dreharbeiten selbst sei ihm auch niemand besonders negativ aufgefallen. "Vor Ort ist mir eigentlich niemand wirklich auf den Geist gegangen", sagt er. Beim Anschauen der Sendung habe sich sein Eindruck allerdings teilweise verändert. "Bei der Ausstrahlung sieht das anders aus. Wenn man sieht, was manche Leute feige im Hintergrund so von sich geben … oh Mann…"
Michael und Shelly hätten selbst versucht, sich aus den großen Auseinandersetzungen herauszuhalten. "Wir haben uns auf diese Konflikte im Haus nicht eingelassen und eher versucht deeskalierend zu sein." Das habe möglicherweise auch dazu beigetragen, dass das Paar in der Sendung weniger Raum bekam. "Insgesamt hat man wenig von uns gesehen. Das lag aber auch daran, dass wir keinen Streit und Terror wollten."
Michael Naseband kann sich weiteres Reality-Format vorstellen
Dass sie im Haus beinahe rund um die Uhr gefilmt wurden, sei Naseband grundsätzlich bewusst gewesen. Trotzdem habe er die Kameras zwischendurch vergessen. "Dass Kameras überall sind, weiß man, aber dennoch vergisst man es von Zeit zu Zeit. Dann denkt man: 'Shit, was hab ich da gerade gesagt?'"
Über seine Beziehung zu Shelly habe Naseband durch das Experiment keine vollkommen neuen Erkenntnisse gewonnen. Eine Sache sei ihm dennoch positiv aufgefallen: "Ich fand, dass Shelly sich super geschlagen hat. Aber das habe ich auch nicht anders erwartet." Auch die Reaktionen nach der Ausstrahlung seien positiv gewesen. "Viele waren traurig, dass wir so früh ausgeschieden sind", berichtet Naseband. Ein weiteres Reality-Format schließt er deshalb nicht aus. "Kommt auf das Format an. Aber grundsätzlich schon."
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