Vor und hinter der Kamera: 10 überraschende Fakten über die "Rosenheim-Cops"
2002 lief die erste Sendung der "Rosenheim-Cops" über die Bildschirme. Damals hätte wohl kaum jemand gedacht, dass die ZDF-Serie in wenigen Jahren Kultstatus erreichen würde. In all den Jahren wurden nicht nur zahlreiche Mordfälle aufgedeckt, es kam hinter und vor der Kamera zu kuriosen Begebenheiten. Wir haben einen Blick auf zehn interessante Fakten der "Rosenheim-Cops" geworfen, die so manchen Fan überraschen werden.
1. Die "Rosenheim-Cops"-Mordfälle
Im beschaulichen Rosenheim wird viel gemordet. In über 24 Jahren hatte das "Rosenheim-Cops"-Team immer was zu tun. Für die Mörder haben sich die Taten nie gelohnt, denn die Mordkommission leistet einen hervorragenden Job. Die "Rosenheim-Cops" können sich über eine Mordaufklärungsquote von 100 Prozent freuen. Und warum wurde überhaupt ein Mensch zum Opfer? Die häufigsten Motive waren Eifersucht, Habgier und Rache. Es wurde aber auch schon wegen Affären, Erbstreitigkeiten und Geldproblemen jemand zur Strecke gebracht.
2. Filmfehler bei den "Rosenheim-Cops"
Obwohl die Kommissare bei den "Rosenheim-Cops" mit ihrer Mordaufklärungsquote glänzen, gibt es in der Serie immer wieder Fehler. Aufmerksame Zuschauer können häufig Pannen, kleine Anschluss-, Schnitt- oder Requisitenfehler finden. So hatte Polizeihauptmeister Michi Mohr in der 25. Staffel bei einer Spendengala eine Uniform mit dem Wappen der österreichischen Freiwilligen Feuerwehr St. Florian getragen anstatt einer Rosenheimer Requisite. Einigen Fans ist die Strumpfhosen-Panne von Miriam Stockl in der 17. Staffel aufgefallen. Die Sekretärin wechselte in dieser Episode mehrfach ohne Grund ihre Strumpfhose. 2024 war Kommissar Kilian Kaya, gespielt von Baran Hêvî, mit dem Fahrrad im strömenden Regen auf dem Weg ins Büro unterwegs. Als er dort ankam, waren allerdings weder seine Kleidung noch seine Haare nass. Es kommt häufiger vor, dass Kleidung, Frisuren oder Gegenstände in aufeinanderfolgenden Szenen plötzlich anders aussehen. Das liegt an den nicht-chronologischen Dreharbeiten und späteren Nachdrehs.
3. So viel verdienen die "Rosenheim-Cops"-Stars
In einem Interview klärte Marisa Burger auf, wie viel die Darsteller in der Kult-Serie verdienen. Die "Rosenheim-Cops"-Stars sollen zwischen 2000 und 4000 Euro pro Drehtag an Gage erhalten. "Je nach Art der Schauspielausbildung, Qualifikation und Alter liegt die Anfangsgage zwischen 600 und 1000 Euro pro Drehtag", verriet die "Frau Stockl"-Darstellerin der "Süddeutschen Zeitung".
4. Katrin Thalers überraschendes Leben in den 80er Jahren
Für viele Fans der "Die Rosenheim-Cops" ist es eine unerwartete Neuigkeit, welche Karriere Karin Thaler in den Achtzigerjahren angestrebt hat. Mit 20 Jahren stand die Schauspielerin unter dem Künstlernamen Carina auf der Bühne. Mit Disco-Schlagercharts wie „Du willst was von mir“, „Midnight-Fieber“ und „Hawaiian Dreams“ baute sie sich eine Fanbase auf.
5. Darum wären "Die Rosenheim-Cops" beinahe eingestellt worden
Von Beginn an stand Joseph Hannessschläger in der Rolle des Kriminalhauptkommissars Korbinian Hofer vor der Kamera. Im Oktober 2019 gab der Schauspieler seinen Ausstieg aus der Serie bekannt. Grund dafür war seine Krebserkrankung. 2020 war er letztmals in seiner Rolle zu sehen. Dabei wurde erwähnt, dass er zur Leitung einer Abschlussklasse von Polizeischülern nach Husum fahren werde. 2020 starb Joseph Hannessschläger mit 57 Jahren. Ohne ihn in der Hauptrolle habe man wohl mit sinkendem Interesse des Publikums gerechnet und dachte daran, die "Rosenheim-Cops" komplett einzustellen. Doch zum Glück hat man sich dazu entschlossen, die "Rosenheim-Cops" weiterlaufen zu lassen.
6. Marisa Burger wurde für die Rolle von "Frau Stockl" abgelehnt
In ihrer Autobiografie verriet Marisa Burger, dass sie zunächst für die Rolle der "Rosenheim-Cops"-Sekretärin abgelehnt wurde. Damals war die Schauspielerin 27 Jahre alt. Die Absage erhielt sie nach einem Vorsprechen. "Heulend brach ich zusammen“, berichtet sie in ihrem Buch. Durch einen Wechsel bei den Verantwortlichen der Serie wurde die Besetzung noch einmal überarbeitet. Max Müller bewarb sich im Casting für die Rolle des Kommissars an der Seite von Korbinian Hofer und wurde abgelehnt. Stattdessen durfte er als Michael Mohr in der Serie einsteigen.
7. So kam es zum Kult-Satz
Was wären die "Rosenheim-Cops" ohne den kultigen Satz „Es gabat a Leich!“ von Sekretärin Miriam Stockl? Im Drehbuch stand dieser Ausspruch nicht. In der 5. Folge improvisierte den Satz Marisa Burger ganz spontan. Das Team war begeistert. Seitdem ist der Satz zum Markenzeichen der Serie geworden.
8. Die "Rosenheim-Cops"-Besetzung und die Gaststars
Zahlreiche Prominente erhielten eine Gastrolle bei den "Rosenheim-Cops". Weit mehr als 100 Stars durften in der Serie mitmachen. Von Comedians, über Schlagerstars oder Moderatorinnen, waren viele bekannte Gesichter dabei. Unter anderen erhielten Wolfgang Fierek, Rudi Cerne, Andreas Gabalier und auch Tom Beck eine Gastrolle.
9. Die "Rosenheim-Cops"-Drehorte
Das Polizeipräsidium ist in Wirklichkeit das Rosenheimer Rathaus. Die Landschaftsaufnahmen werden meist im Chiemgau gedreht. Der Chiemsee oder das Fünfseenland südwestlich von München dienen ebenfalls als Handlungsorte. Die Innenaufnahmen werden in den Bavaria Filmstudios sowie in Drehvillen in verschiedenen Orten rund um München gedreht. Zu einzelnen Drehorten bietet das Fremdenverkehrsamt Rosenheim eine Tour an.
10. Das Privatleben der "Rosenheim-Cops"-Darsteller
Karin Thaler ist seit 1997 mit dem slowenischen Musiker, Sänger und Produzenten Miloš Malešević verheiratet. Dieser trat 2003 für den ESC 2003 an. Das Paar lebt, ohne Kinder, in der Nähe von München. Marisa Burger ist seit 2015 verheiratet mit Werner Müller und wohnt im Salzburger Land. Max Müller hält sein Privatleben strikt aus der Öffentlichkeit fern. Soweit bekannt, hat der Schauspieler keine Kinder.