Max Müller ist ein österreichischer Schauspieler und Sänger, der dem deutschen Fernsehpublikum vor allem als Polizeihauptmeister Michael "Michi" Mohr in "Die Rosenheim-Cops" bekannt ist. Seit dem Start der ZDF-Serie im Jahr 2002 gehört Müller zum Ensemble. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist der gutmütige und manchmal etwas umständliche Polizist seine mit Abstand bekannteste Fernsehrolle. Das ZDF führt Max Müller weiterhin als Michael Mohr im Ensemble der Serie.
Doch Müller auf die "Rosenheim-Cops" zu reduzieren, würde seiner Karriere nicht gerecht. Er studierte sowohl Schauspiel als auch Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und ist ausgebildeter Bariton. Seit den 1980er-Jahren stand er auf Theaterbühnen, gehörte sieben Jahre zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt und arbeitete parallel für Film und Fernsehen. 2002 gab er außerdem sein Operndebüt.
Inzwischen ist noch ein weiteres Betätigungsfeld hinzugekommen: Als "Sagenjäger" ist Max Müller für den ORF unterwegs. In "Der Sagenjäger – Max Müller auf Spurensuche" geht er österreichischen Mythen, Sagen und überlieferten Geschichten auf den Grund und führt selbst als Moderator durch das Format.
Max Müller wurde am 12. März 1965 in Klagenfurt geboren und wuchs in Kärnten auf. Die Liebe zur Bühne entwickelte sich früh. Bereits im Alter von drei Jahren stand er erstmals öffentlich vor Publikum. Sein Vater Max Müller Senior betrieb Jahrmarktbuden und arbeitete abends als Conferencier. Bei einem gemeinsamen Auftritt präsentierte der kleine Max Teile von Wilhelm Buschs "Max und Moritz".
Sein Interesse an Musik wurde ebenfalls früh geweckt. Müller lernte Klavier und begeisterte sich für Oper und klassischen Gesang. Später entschied er sich für eine professionelle Ausbildung und studierte von 1984 bis 1988 Schauspiel und Gesang in Wien. Weiteren Gesangsunterricht erhielt er unter anderem bei Charlotte Grubenmann und dem österreichischen Kammersänger Walter Berry.
Ab 1987 übernahm Müller Bühnenrollen in Klagenfurt, Berlin, Paris und Wien. Eine wichtige Station seiner Laufbahn war das traditionsreiche Theater in der Josefstadt in Wien, dessen Ensemble er sieben Jahre lang angehörte. Auch vor der Kamera fasste Müller Fuß. Noch vor seinem Engagement bei den "Rosenheim-Cops" war er unter anderem in "Der Clown" und "Bernds Hexe" zu sehen. Im Kino wirkte er beispielsweise in Produktionen wie "Fleischwolf" und "Alles Walzer" mit.
Schauspiel und Musik liefen bei Max Müller über viele Jahre parallel. Tatsächlich hatte er ursprünglich sogar vor, beruflich vor allem als Sänger zu arbeiten. Im Rückblick erklärte er, dass der Gesang zunächst sein eigentliches berufliches Ziel gewesen sei.
Müller ist ausgebildeter Bariton. Im Jahr 2002 gab er beim Carinthischen Sommer sein Operndebüt und übernahm die Titelrolle in der Kirchenoper "Franziskus". Daneben entwickelte er eigene musikalische Bühnenprogramme und veröffentlichte mehrere CDs. Auch Auftritte mit den Münchner Symphonikern gehören zu seiner musikalischen Laufbahn.
Interessanterweise begann ausgerechnet 2002 auch die Fernsehrolle, die seine weitere Karriere entscheidend prägen sollte. Während Müller sein Operndebüt feierte, ging er erstmals als Michi Mohr für die "Rosenheim-Cops" auf Verbrecherjagd.
Dass Max Müller einmal als Michi Mohr zu einem der bekanntesten Gesichter der "Rosenheim-Cops" werden würde, war zunächst überhaupt nicht geplant. Als für die neue ZDF-Serie Darsteller gesucht wurden, sollte Müller ursprünglich für einen Kommissar vorsprechen. Vorgesehen war die Rolle des Ermittler-Partners von Joseph Hannesschläger, der später als Korbinian Hofer zu den prägenden Figuren der Serie gehörte.
Für das Casting versuchte sich der gebürtige Kärntner sogar intensiv auf den bayerischen Dialekt vorzubereiten. Auf der Fahrt hörte er Aufnahmen bayerischer Volksschauspieler und unter anderem Pumuckl-Hörspiele, um sich sprachlich an Gustl Bayrhammer zu orientieren.
Mit der Kommissarsrolle klappte es letztlich nicht. Dafür wurde ihm eine kleinere Polizistenrolle angeboten. Aus dieser vermeintlichen Nebenfigur wurde Michael "Michi" Mohr – und für Müller die Rolle seines Lebens. Seit der ersten Staffel 2002 gehört er ununterbrochen zum Ensemble.
Michi Mohr gehört inzwischen zu den bekanntesten Nebenfiguren der ZDF-Serie. Als uniformierter Polizist ist er meist einer der Ersten am Tatort, liefert den Kommissaren Informationen und übernimmt jene Ermittlungsarbeiten, die erledigt werden müssen, bevor der eigentliche Fall gelöst werden kann.
Dabei funktioniert die Figur nicht nur als Unterstützung der Ermittler, sondern trägt wesentlich zum Humor der Serie bei. Mohrs ausführliche Erklärungen, seine gelegentlichen Missverständnisse und seine gutmütige Art gehören seit vielen Jahren zum festen Inventar der "Rosenheim-Cops".
Auch beruflich entwickelte sich Michi Mohr weiter. Aus dem Polizeiobermeister wurde im Verlauf der Serie schließlich ein Polizeihauptmeister. Besonders bekannt ist zudem sein wiederkehrender Satz, mit dem er am Ende vieler Fälle den überführten Täter abführt: "Wenn Sie bitte mitkommen möchten ..."
Für die Darstellung des Polizisten wurde Max Müller auch außerhalb der Fernsehbranche geehrt. 2017 erhielt er gemeinsam mit seinen Kollegen Marisa Burger und Alexander Duda die Bayerische Staatsmedaille für Innere Sicherheit. 2019 folgte eine Auszeichnung der Gewerkschaft der Polizei Hessen.
Auch 2026 bleibt Max Müller den "Rosenheim-Cops" erhalten, allerdings wird Michi Mohr künftig etwas seltener zu sehen sein. Für die 26. Staffel hat der Schauspieler seine Drehzeit nach eigenen Angaben um knapp ein Drittel reduziert. Ein kompletter Abschied von der Serie ist damit jedoch nicht verbunden.
Der Grund dafür ist privat: Müller möchte mehr Zeit mit seiner Mutter Mathilde verbringen. Die inzwischen 87-Jährige lebt in einem Pflegeheim in der Nähe von Wien. Der Schauspieler erklärte im Frühjahr 2026, dass er spüre, dass seine Mutter ihn inzwischen stärker brauche. Deshalb entschied er sich, sein Arbeitspensum zurückzufahren.
Für die Fans bedeutet das: Michi Mohr bleibt Teil der "Rosenheim-Cops", dürfte in den kommenden Folgen jedoch nicht mehr in demselben Umfang auftreten wie in früheren Staffeln.
Neben Schauspiel und Musik hat Max Müller inzwischen auch als Moderator ein eigenes Format. Seit 2023 ist er im ORF in "Der Sagenjäger – Max Müller auf Spurensuche" zu sehen. Darin reist er durch Österreich und beschäftigt sich mit regionalen Mythen, Legenden und überlieferten Geschichten.
Das Format führt Müller unter anderem an historische Orte und in Landschaften, die mit bekannten Sagen verbunden sind. Dabei trifft er Menschen vor Ort und versucht herauszufinden, was hinter den Geschichten steckt. Der ORF setzte das Format nach den ersten Ausgaben mit weiteren Folgen fort.
Für Müller ist das zugleich eine Gelegenheit, eine andere Seite von sich zu zeigen. Statt als fiktiver Polizist aufzutreten, führt er selbst durch die Sendung und verbindet Unterhaltung mit seiner Neugier auf Geschichte, Kultur und Erzähltraditionen.
Max Müller stammt nach eigener Aussage aus einer religiösen Familie. Sein Vater hieß ebenfalls Max Müller und wurde 1930 geboren. Max Müller Senior betrieb Jahrmarktbuden und trat als Conferencier auf. Der Schauspieler beschrieb ihn später als kontaktfreudigen und humorvollen Menschen, der problemlos mit Fremden ins Gespräch kam.
Die Ehe seiner Eltern hielt allerdings nicht. Als Max Müller sechs Jahre alt war, ließen sie sich scheiden. Nach seiner Erinnerung blieben Mutter und Vater dennoch freundschaftlich miteinander verbunden. Müller hatte bei beiden Eltern ein Zimmer und konnte vergleichsweise frei zwischen ihnen wechseln. Sein Vater starb 2013.
Zu seiner Mutter Mathilde hat Max Müller eine enge Beziehung. Eine Besonderheit verbindet die beiden zusätzlich: Mutter und Sohn feiern am selben Tag Geburtstag. Mathilde kam ebenfalls an einem 12. März zur Welt. Noch zu Müllers 60. Geburtstag im Jahr 2025 erzählte er, dass die beiden ihren gemeinsamen Ehrentag zusammen verbringen wollten.
2026 machte der Schauspieler öffentlich, dass seine Mutter mittlerweile in einem Pflegeheim nahe Wien lebt. Um häufiger bei ihr sein zu können, reduzierte er seine Drehtage bei den "Rosenheim-Cops".
Über sein Liebesleben spricht Max Müller nur äußerst selten. Ein öffentlich bestätigter Beziehungsstatus ist nicht bekannt. Im Frühjahr 2026 sorgte allerdings eine Äußerung für Aufmerksamkeit: Auf die Frage nach Dingen, die ihn glücklich machen, nannte er unter anderem, seinen "Schatz" zu umarmen. Wen er damit meinte, verriet er nicht.
Fest steht dagegen, dass Max Müller keine eigenen Kinder hat. Das bestätigte der Schauspieler auch selbst. Sein Privatleben hält er ansonsten weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Seinen Lebensmittelpunkt hat Müller in Wien behalten. Obwohl er seit mehr als zwei Jahrzehnten regelmäßig für die "Rosenheim-Cops" in Bayern arbeitet, zog er nicht dauerhaft nach München. Während seiner dortigen Arbeitsphasen lebt er nach eigenen Angaben im Hotel.