Schauspieler Cillian Murphy.
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Cillian Murphy

Lesermeinung
Geboren
25.05.1976 in Douglas, Cork, Irland
Alter
45 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Der irische Ausnahmedarsteller fällt durch einige wenige Dinge auf, hält sich ansonsten komplett aus dem Showbusiness heraus und bleibt lieber durch seine Rollen in Erinnerung, als durch Starallüren und -eskapaden. Cillian Murphy bleibt schon deshalb im Gedächtnis des Zuschauers hängen, weil sein Blick sich einbrennt. Dieser Blick aus unnatürlich blauen Augen ist eingebettet in ein feines Gesicht mit weichen, fast weiblichen Zügen. Seine hohen Wangenknochen und seine vollen Lippen unterstützen die feminine Ausprägung seines Gesichtes.

Doch auf Äußerlichkeiten will Cillian Murphy nicht reduziert werden. Hartnäckig verfolgt er Rollen, spricht endlos oft vor und bearbeitet Regisseure schon mal so lange, bis sie endlich zustimmen und ihm die Rolle geben. Bei "Batman Begins" (2005) hat diese Taktik nicht geholfen. Zwar wollte Cillian Murphy die Rolle des Bruce Wayne haben, doch seine physische Konstitution war nicht ausreichend für den Part des "Batman" in Christopher Nolans Verfilmung. Stattdessen bekam er die Rolle des Fieslings - Dr. Crane, Scarecrow - die er überzeugend verkörperte.

Cillian Murphy, der ursprünglich Rockmusiker werden wollte und kurz vor einer professionellen Gesangskarriere stand, studierte kurze Zeit Jura und entdeckte im Studententheater, dass sein Herz für die Schauspielerei entbrannt war. Kurze Zeit nach seiner ersten Rolle auf der Universitätsbühne, erhält er ein professionelles Engagement in "Disco Pigs". Es folgen weitere Theaterengagements, aber auch erste Filmrollen. Zwischen 1997 und 2003 steht er für verschiedene Independent Produktionen vor der Kamera, u.a. liefert er 2001 "On the Edge" ab, einen Film über einen jungen Mann, der nach dem Tod seines Vaters einen Selbstmordversuch unternimmt und im Anschluss in einer psychiatrischen Klinik sich selber findet. Außerdem steht er für die BBC-Mini-Serie "The Way We Live Now" und die Verfilmung seines Bühnendebüts "Disco Pigs" vor der Kamera.

Durch diese Rolle wird Danny Boyle auf ihn aufmerksam und verpflichtet ihn für seinen Endzeitthriller "28 Days Later". Nach vielen Rollen, die in der Regel national Aufmerksamkeit erregten, macht ihn die Rolle als Überlebender einer landesweiten Vireninfektion über Nacht international bekannt. Mit "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" und "Unterwegs nach Cold Mountain" (2003) folgen zwei Hollywoodproduktionen, in denen er kleiner Parts spielt. Neben "Batman Begins" liefert er 2005 mit "Red Eye" einen weiteren Blockbuster ab und spielt zum zweiten Mal einen Bösewicht. Sein Talent besteht vor allem darin, dass er sich von einem scheinbaren Engel innerhalb von kürzester Zeit zu einem wahren Teufel verwandeln kann.

Für den zurückhaltenden Cillian Murphy, der fast schon ein bisschen schüchtern wirkt, müssen Rollen eine Herausforderung sein. Wenn ihm das Drehbuch gefällt, dann bettelt er so lange, bis er die Rolle bekommt. Bei "Breakfast on Pluto" verfolgte er diese Linie konsequent und erhielt die Rolle, die er unbedingt spielen wollte. Seine Darstellung als Kitten, ein Transsexueller auf der Suche nach seiner Herkunft, überzeugte den Regisseur, das Publikum und die Kritiker. Weiteres Kritikerlob erhielt er auch für seine Rolle im erfolgreichen irischen Independent-Film: "The Wind that Shakes the Barley" (2006).

2007 liefert er mit "Sunshine" seine zweite Zusammenarbeit mit Danny Boyle ab und zeigt an der Seite von Lucy Liu in der Liebeskomödie "Liebe lieber ungewöhnlich - Eine Beziehung mit Hindernissen" seine komödiantisch-romantische Seite. In der Batman-Fortsetzung "The Dark Knight" hat er 2008 einen Cameo-Auftritt.

Weitere Filme mit Cillian Murphy: "Quando" (1997), "The Tale of Sweety Barrett" (1998), "Eviction", "At Death's Door", "Liebe, Strand und Sonnenbrand", "The Trench" (alle 1999), "A Man of Few Words", "Filleann an Feall" (beide 2000), "Watchmen", "How Harry Became a Tree" (beide 2001), "Zonad", "Intermission - Chaos in Dublin" (beide 2003), "The Silent City" (2006), "Edge Of Love - Was von der Liebe bleibt" (2008), "The Water", "Kopfgeld - Perrier's Bounty" (beide 2009), "Peacock", "Inception" (beide 2010), "In Time - Deine Zeit läuft ab" (2011), "The Dark Knight Rises", "Red Lights" (beide 2012), "Transcendence" (2014).

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