Seit Jahren gehört der Wissenschaftler Dr. Will Caster zu den führenden Forschern im Bereich künstlicher Intelligenz. Ihm gelang es, kollektives menschlichen Wissen in Computer zu übertragen und das Ganze sogar mit menschlichen Emotionen auszustatten. Auch wenn ihm der Quantensprung in der Technologie viel Lob einbringt, gibt es auch skeptische Kritiker, die die Gefahren dieser Entwicklung sehen und sogar vor terroristischen Aktivitäten nicht zurückschrecken. So wird Caster zur öffentlichen Zielscheibe. Nachdem man auf ihn geschossen hat, muss man feststellen, dass die Kugel, die ihn traf, radioaktiv verseucht war. So bleiben Caster nur noch wenige Wochen. Die will seine Frau schließlich dafür nutzen, Wills Gehirn und Bewusstsein in einen Computer einzulesen, um ihn somit zumindest virtuell am Leben zu halten. Das gelingt zwar, doch die so neu geschaffene Intelligenz ist neben dem unstillbaren Drang nach Wissen auch von Machtgier geprägt. Casters Frau erkennt erst sehr spät, dass der technologische Fortschritt vielleicht ein schlimmer Fehler war ...

Zugegeben: Schauspielerisch und von der Bildgestaltung her ist diesem Sciencefiction-Werk, das aktuelle Tendenzen unserer Zeit aufgreift und zu einem Horrorszenario weiterspinnt, nichts vorzuwerfen. Doch die Geschichte, die sich Kameramann und Oscarpreisträger Wally Pfister ("Inception") für sein Regiedebüt (unterstützt von seinem langjährigen Partner Christopher Nolan) ausgesucht hat, wirkt leider oft allzu hanebüchen und stumpfsinnig und ist über weite Strecken doch recht ermüdend inszeniert. Das Thema der künstlichen Intelligenz ist beinahe so alt wie die Sciencefiction selbst und hat imposante Werke wie etwa "Blade Runner" hervorgebracht, doch was sich Pfister und sein Autor Jack Paglen hier zusammenreimen, wirkt meist wie warnender Esoterik-Käse. So sieht das Ganze zwar gut aus, zeugt aber von einem Verständnis der Komplexität unserer Welt, die etwa dem von "Peterchens Mondfahrt" entspricht.