Anthony Minghella

Lesermeinung
Geboren
06.01.1954 in Ryde, Isle of Wight, Großbritannien
Gestorben
18.03.2008 in London, England, Großbritannien
Sternzeichen
Biografie
Er drehte zwar nur einige wenige Filme, doch seit dem Oscar-Abräumer "Der englische Patient" (1996) gehörte er zu ersten Garde der britischen Regisseure: Anthony Minghella. Neun Oscars und zwei Golden Globes gewann Minghellas Michael-Ondaatje-Adaption, die von der Kritik und Publikum begeistert aufgenommen wurde.

Das romantische Drama erzählt die Geschichte eines totkranken, bis zur Unkenntlichkeit entstellten Mannes, der einer Krankenschwester Episoden seines abenteuerlichen Lebens erzählt. Der Film beinhaltet alles, was großes Erzählkino haben sollte: eine Story um Liebe, Verrat und Eifersucht, eine wunderbare Naturkulisse, exzellente Darsteller (Ralph Fiennes, Juliette Binoche, Willem Dafoe und Kristin Scott Thomas) sowie die gekonnte Kamerarbeit.

Minghella, Sohn italienischer Speiseeisfabrikanten auf der Isle of Wight, wollte zunächst Musiker werden, wirkte dann jedoch erst einmal als Dozent an der Universität von Hull. Seit 1981 sammelte er erste Erfahrungen als Autor, und schon 1984 wurde er für seine Theaterstücke "A Little Drowning", "Love Bites" und "Two Planks and A Passion" von den Londoner Theaterkritikern zum vielversprechendsten Dramatiker des Jahres gewählt. Zwei Jahre später wurde sein Stück "Made in Bangkok" als bestes Stück des Jahres ausgezeichnet.

Neben seiner Theaterarbeit war Minghella in den Achtzigerjahren auch als Autor für das Fernsehen. So schrieb er die Drehbücher für die TV-Serien "Eastenders" (1985) und "Boon" (1986), sowie für die mit dem Emmy ausgezeichnete Jim Henson- Serie "The Storyteller" (1990). 1991 schließlich gab Minghella mit dem Kinofilm "Wie verrückt und aus tiefstem Herzen" sein Regiedebüt. Die Komödie ist eine gut gespielte, ideenreiche Variante des "Orpheus und Eurydike"-Themas und gleichzeitig eine wehmütige Liebesgeschichte, die mit leisem Humor von Abschiedsschmerz und Neubeginn erzählt. Der Film wurde vielfach prämiert, unter anderem mit dem British Film and Television Academy Award.

1993 entstand Minghellas zweite Regiearbeit, die Komödie "Mr. Wonderful". Matt Dillon will seine Ex-Frau alias Annabella Sciorra schnell wieder unter die Haube bringen, um Alimente zu sparen. Das ist Ärger natürlich vorprogrammiert ... Nach einer kreativen Pause meldete sich Anthony Minghella 1999 mit der Patricia-Highsmith-Verfilmung "Der talentierte Mr. Ripley" zurück. Matt Damon glänzt hier als mittelloser Hochstapler und Mörder, in weiteren Rollen sind Gwyneth Paltrow und Jude Law zu sehen. Jude Law war es auch, der 2003 die Hauptrolle in dem völlig überschätzten "Unterwegs nach Cold Mountain" übernahm.

Im März 2008 unterzog sich Minghella einer Routine-Nackenoperation in London, in dessen Verlauf er einen Schlaganfall erlitt. Am 18. März starb er an den Folgen einer schweren Hirnblutung. Weitere Filme und Serien von Anthony Minghella: "Maybury" (Serie, 1981, Buch), "What If It's Raining" (Buch), "Grange Hill" (Serie, Buch, beide 1985), "Living with Dinosaurs" (Buch), "Smith and Jones in Small Doses" (Serie, Buch, beide 1989), "Inspector Morse" (Serie, 1987-1990, Buch), "Dino, der da spricht" (1990, Buch), "Iris" (2001, ausführender Produzent), "Heaven", "Der stille Amerikaner" (beide 2002, jeweils ausführender Produzent), "Die Dolmetscherin" (2005, Produzent), "Breaking and Entering - Einbruch & Diebstahl", "Catch a Fire" (ausführender Produzent, beide 2006), "Abbitte" (Darsteller), "Michael Clayton" (2007, ausführender Produzent), "Eine Detektivin für Botswana", "Love You More" (ausführender Produzent, beide 2008), "New York, I Love You!" (2008, unvollendet), "Nine" (2009, Buch).

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