Fast acht Jahre ist es her, dass man von Batman, jenem dunklen Ritter der Gerechtigkeit, nichts mehr gehört hat. Ihm wurde die Schuld am Tod des Staatsanwalts Harvey Dent, dessen zwei Gesichter kaum einer kannte, gegeben. Nun tritt nicht nur eine gerissene Diebin im Katzenkostüm auf, sondern auch der fiese Terrorist Bane, der ganz Gotham dem Erdboden gleich machen will. Zeit für den dunklen Ritter im Fledermauskostüm wieder auf der Bildfläche zu erscheinen. Doch so schnell er erscheint, so schnell verschwindet er auch wieder. Denn Bane kann ihn in eine Falle locken und in einem üblen Loch, einer Art Hochsicherheitstrakt, außer Gefecht setzen. Zunächst zumindest ...

Und weiter geht die dunkle Mär vom aufrechten Streiter. Nach "Batman Begins" und "The Dark Knight" schließt Regisseur und Visionär Christopher Nolan hier seine "Batman"-Trilogie ab. Doch trotz guter Besetzung und einiger atemberaubender Bilder will das Spektakel diesmal nicht so richtig zünden. Wenn Nolan den Flattermann zunächst vom Superhelden-Sockel holt und dem Zuschauer eindrucksvoll demonstriert, wie eine reale Welt mit Superhelden funktionieren würde (ganz im Sinne von Frank Millers Comic "Die Rückkehr des Dunklen Ritters"), führt er mit den üblichen Gimmicks (Batmans Motorrad und Flieger) das Gezeigte wieder ad absurdum. So wäre hier Comichaftes tatsächlich besser gewesen: Bane etwa ist (wie leider auch in den Comics) kein wirklich prickelnder Gegner und das Outfit von Catwoman ist vielleicht nett anzusehen, aber sexy ist es keinesfalls. Dennoch: insgesamt ist das Spektakel (zumindest für Kenner der Vorläufer) recht unterhaltsam.

Foto: Warner