Seit Jahrzehnten erfolgreich: Robert Redford.
Fotoquelle: Denis Makarenko/shutterstock.com

Robert Redford

Lesermeinung
Geboren
18.08.1936 in Santa Monica, Los Angeles, Kalifornien, USA
Alter
85 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Als Schauspieler wie als Regisseur und Produzent ist Robert Redford eine der führenden Persönlichkeiten des amerikanischen Films. In frühen Filmen wie "Barfuß im Park" (1967) wurde er von Jane Fonda noch glatt an die Wand gespielt und galt eine Weile ausschließlich als gutaussehend.

Doch spätestens die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie George Roy Hill ("Zwei Banditen", auch bekannt als "Butch Cassidy und Sundance Kid", 1968, "Der Clou", 1973), Alan J. Pakula ("Die Unbestechlichen", 1976) und vor allem Sydney Pollack hievte ihn in die erste Schauspieler-Garnitur, und da Redford ein glückliches Händchen für aktuelle und gut verkäufliche Themen besitzt, konnte er seinen Regisseuren oft die Rechte an den brisantesten Filmstoffen anbieten.

Aus Redfords oftmaliger Zusammenarbeit mit Pollack seien drei erwähnt: Anfang der Siebzigerjahre die in einen Western verpackte (und damals sehr zeitgemäße) Aussteiger-Story "Jeremiah Johnson" (1971), ein Film vom Überleben in den Rocky Mountains; das Oscar-prämiierte Tanja-Blixen-Melodram "Jenseits von Afrika" (1985) sowie, das monumentale Revolutionsdrama "Havanna" (1990), in dem Redford der falsche Mann für die Hauptrolle war und Pollack sich im Epischen verlor. Dass Redford sich anschließend auch noch auf ein spektakuläres "Ein unmoralisches Angebot" (1992) einließ oder "Aus nächster Nähe" (1996) mit Michelle Pfeiffer flirtete, passte nicht zu ihm und deutete darauf hin, dass er möglicherweise sein schauspielerisches Zenit überschritten hat.

Als Regisseur startete Redford gleich mit einem Oscar für "Eine ganz normale Familie" (1980, bester Film), doch sind die nachfolgenden "Der Krieg im Bohnenfeld" (1987) und vor allem "Quiz Show" (1994) noch besser gelungen. Ein Erfolg war auch die Bestseller-Verfilmung "Der Pferdeflüsterer" (1998), in dem sich Regisseur Redford besonders in schöne Bilder verliebt zeigte. In den frühen Achtzigerjahren rief Redford auch das als Plattform für den unabhängigen Film bekannte Sundance Filmfestival ins Leben, dessen Schirmherr er inzwischen ist.

1999 gab Robert Redford im Namen seiner Produktionsfirma Wildwood Enterprises auf den Filmfestspielen von Cannes seine Zusammenarbeit mit der KirchGruppe, Mediaset und Medusa bekannt: Dies stellte eine bisher einzigartige Zusammenarbeit zwischen einem US-Filmemacher und Schauspieler und europäischen Film- und Fernsehunternehmen dar. Die Vereinbarung betraf vor allem die Zusammenarbeit in der Produktionsentwicklung und -finanzierung. Die europäischen Partner wurden in die dramaturgische Entwicklung der Filmstoffe sowie in deren Finanzierung eingebunden und stellten einen Großteil am Gesamtbudget der Filme. Bei allen Filmen war Robert Redford entweder als Regisseur, Schauspieler oder Produzent aktiv.

Weitere Filme von und mit Robert Redford: "The Iceman Cometh" (1960, TV), "Hinter feindlichen Linien" (1961), "Ein Mann wird gejagt", "Lage hoffnungslos - aber nicht ernst", "Dieses Mädchen ist für alle", "Verdammt süße Welt" (alle 1965), "Blutige Spur", "Schussfahrt" (beide 1969), "Stromer der Landstraße" (1970), "Vier schräge Vögel" (1971), "Bill McKay - Der Kandidat" (1972), "Cherie Bitter - So wie wir waren" (1973), "Der große Gatsby" (1974), "Tollkühne Flieger", "Die drei Tage des Condor" (beide 1975), "Die Brücke von Arnheim" (1977), "Der elektrische Reiter" (1978), "Brubaker" (1979), "Der Unbeugsame" (1984), "Staatsanwälte küsst man nicht" (1986), "Sneakers - Die Lautlosen" (1992), "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" (1992, nur Regie), "Zivilprozess" (1999, nur Produktion), "Die Legende von Bagger Vance" (2000, nur Regie), "Die letzte Festung", "Im inneren Kreis" (Produzent), "Spy Game - Der finale Countdown" (alle 2001), "Anatomie einer Entführung" (2004), "Ein ungezähmtes Leben" (2005), "Von Löwen und Lämmern" (Regie, 2007), "Die Lincoln Verschwörung" (Regie, 2010), "Buck" (2011), "The Company You Keep - Die Akte Grant" (Regie und Hauptrolle, 2012), "All Is Lost" (2013), "The Return of the First Avenger" (2014).

Darüber hinaus übernahm Redford auch häufig die Rolle des Erzählers in Dokumentarfilmen wie etwa "Zwischenfall in Oglala", oder er trat als Präsentator oder Gast von Dokumentationen in Erscheinung. 2002 wurde Redford mit dem Ehrenoscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Filme mit Robert Redford

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