Matthew Modine wurde durch seine Paraderolle als traumatisierter Vietnam-Heimkehrer Birdy weltbekannt.
Fotoquelle: Denis Makarenko/shutterstock.com

Matthew Modine

Lesermeinung
Geboren
22.03.1960 in Loma Linda, Kalifornien, USA
Alter
62 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Der hoch gewachsene Sohn eines Autokino-Managers zählt zu den neuen Gesichtern, die Hollywood hervorgebracht hat und ist 1997 doch schon 15 Jahre im Geschäft. Als Kind einer neunköpfigen Familie, die ständig herumreisen musste, ist er wenig zur Ruhe gekommen. Voller Enthusiasmus ging er 1979 nach New York, um Schauspieler zu werden. Matthew Modine begann als Koch, lernte seine spätere Frau Cari kennen, eine Tänzerin aus Puerto Rico, und begann 1980 eine Schauspielerausbildung bei Stella Adler, die u. a. Filmstars wie Robert De Niro und Marlon Brando unter ihren Fittichen hatte. Modine wirkte in Werbefilmen mit, arbeitete als Model und kam in John Sayles Liebesfilm "Baby, it's You" (1983) als Verehrer von Rosanna Arquette zu seiner ersten Kinorolle - drei Minuten lang.

Auf den Teenagerfilm "Die Superanmacher" (1983) folgte im gleichen Jahr noch ein Paukenschlag: Für seine Darstellung des Rekruten Billy in Robert Altmans wenig gezeigtem Film "Windhunde" wurde Modine auf dem Filmfestival von Venedig als bester Darsteller ausgezeichnet. Das ließ aufhorchen und fand 1984 seinen Niederschlag in drei Produktionen: "Hotel New Hampshire", "Flucht zu dritt" (1985) und vor allem "Birdy" (1984), Modines bis dahin wichtigste Rolle. Die Darstellung eines traumatisierten Vietnamheimkehrers, der sich in die Phantasiewelt eines Vogels zurückgezogen hat und sich nichts sehnlicher wünscht, als zu fliegen. Auch Modines nächste Rolle, für die er zwei Jahre lang arbeitete, stelle sein Talent eindrucksvoll unter Beweis.

Stanley Kubrick gab ihm die Hauptrolle in dem Vietnamfilm "Full Metal Jacket" (1987). Modine schlüpfte in die Uniform des Rekruten Joker, der nach einer knallharten Ausbildung als Kriegsberichterstatter der Armeezeitung an die Front geschickt wird. Danach entstehen der Geisel-Thriller "Kellerkinder - Orphans" (1987), die Komödie "Die Mafiosi-Braut" (1988), mit Michelle Pfeiffer, der John Schlesinger-Film "Fremde Schatten" (1990), mit Melanie Griffith und Carroll Ballards Sportfilm "Wind" (1993) rund um den Americans Cup.

1993 wird er für den den Aids-Film "Und das Leben geht weiter" für einen Emmy nominiert. 1994 dreht er das Bibel-Spektakel "Jakob". Trotz unterschiedlicher Filmqualitäten, kommt Modine in den Beurteilungen der schauspielerischen Leistungen meistens gut weg. In "Bye Bye, Love" (1995) spielt Modine einen von drei alleinstehenden Vätern, denen das Single-Dasein zu schaffen macht. In "Blackout" (1997) überzeugt er als Schauspieler in einer Lebenskrise, der zur Flasche greift. Matthew Modine feierte mit der kleinen Produktion "When I Was A Boy" 1993 mittlerweile auch sein Regie-Debüt. Dem folgten mit "Smoking" (1994), "Ece Pirate" (1997) und "If...Dog...Rabbit" (1999) weitere Regie-Arbeiten. Er lebt mit Frau und Kindern bei New York.

Weitere Filme mit Matthew Modine: "Amy And The Angel" (1981, TV), "Crazy For You" (1985), "Die Partie seines Lebens", "Eugene O'Neill: Journey Into Genius" (beide 1988), "Liebe, Stress und Fieberkurven" (1989), "Memphis Belle" (1990), "Equinox - Zwischen Nacht und Tag" (1992), "Short Cuts" (1993), "Schrei in die Vergangenheit" (1994), "Die Piratenbraut", "Fluke - Ein Hund ist auch nur ein Mensch" (beide 1995), "Echt blond", "Explosion des Schweigens", "Der Macher" (alle 1997), "The American" (1998), "Notting Hill" (ungenannt), "An jedem verdammten Sonntag" (beide 1999), Flowers For Algeron", die Dokumentation "Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film", "Very Mean Men", "It's Showtime" (alle 2000), "The Shipment", "Nobody's Baby", "In The Shadows", "Jagd auf den Schatz der Riesen" (alle 2001), "Hitler - Aufstieg des Bösen", "Eine Affäre in Paris" (beide 2003), "Transporter - The Mission", "Into The West", "Mary", "Opa!" (alle 2005), "The Bedford Diaries" (Serie), "Kettle of Fish" (beide 2006), "Have Dreams, Will Travel", "Go Go Tales", "Weeds - Kleine Deals unter Nachbarn" (alle 2007), "Sex and Lies in Sin City: Der Ted Binion Skandal" (2008), "The Dark Knight Rises" (2012).

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