Lange dabei und schon lange erfolgreich: James Woods.
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James Woods

James Howard Woods
Lesermeinung
Geboren
18.04.1947 in Vernal, Utah, USA
Alter
74 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Seit Anfang der Siebzigerjahre gehört James Woods zu den versiertesten Schauspielern der amerikanischen Kino- und TV-Landschaft. Er hat bereits mit Regiegrößen wie Sergio Leone, Oliver Stone, Martin Scorsese, Richard Attenborough und Bruce Beresford zusammengearbeitet. So sah man ihn etwa als Zuhälter in Scorseses "Casino" (1995) und als Präsidentenberater in Oliver Stones "Nixon - Der Untergang eines Präsidenten" (1995). Ein hübsches Detail am Rande: Acht Jahre zuvor hatte er in dem Thriller "Bestseller" einen Gangster gespielt, der mit einer Nixon-Maske verkleidet ein Polizei-Depot überfällt.

James Woods wuchs als Sohn eines Armeeoffiziers auf, und die Familie wechselte deshalb häufig ihren Wohnsitz. Seine Schulzeit verbrachte er auf Rhode Island. Woods' Interesse für die Schauspielerei wurde während seiner Studienzeit am Massachusetts Institut of Technology geweckt, wo er in etlichen Aufführungen der dortigen Studenten-Theatergruppe, der Harvard Theatre Group und der Boston Theatre Company auf der Bühne stand. Im letzten Semester schmiss er sein Studium und zog 1968 nach New York, wo er gleich in seinem ersten Stück, Brendan Behans "Borstal Boy", auf dem Broadway auftrat. Off-Broadway spielte er in dem Drama "Saved", wofür er mit einem Obie Award und einem Carence Derwent Award als vielversprechendster Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde. Zu seinen weiteren Bühnenstücken während seiner New Yorker Zeit gehören "The Trial Of The Catonsville Nine", "Finishing Touches", "Green Julia" und Michael Wellers "Moonchildren", für das er den Theatre World Award gewann.

Sein Kinofilmdebüt gab Woods 1972 mit Elia Kazans "Die Besucher", weitere Kinorollen folgten. Aber erst 1979 gelang ihm mit seiner Rolle des labilen Copkillers in Harold Beckers Thriller "Mord am Zwiebelfeld" sein großer Durchbruch. Dem breiten deutschen Publikum wurde er 1979 mit seiner Rolle als jüdischer Künstler an der Seite von Meryl Streep in der viel beachteten Fernsehserie "Holocaust" bekannt. Weil Woods wie kaum ein zweiter ein Gefühl körperlicher Bedrohung auf der Leinwand transportieren kann, wurde er häufig als "bad guy" besetzt; vor allem seine Rollen als rätselhafter Gangster in Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" (1984) und als mörderischer Psychopath in John Flynns "Bestseller" (1987) blieben in Erinnerung.

In Oliver Stones Politthriller "Salvador" (1986) stellte Woods als engagierter Fotoreporter sein schauspielerisches Können so eindrucksvoll unter Beweis, dass er 1986 als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert wurde. "Der Cop" (1985) von James B. Harris war die Verfilmung eines Romans von James Ellroy. Hier lieh Woods dem leicht psychopathischen Polizeidetektiv Lloyd Hopkins sein Gesicht.

Zwischendurch durfte es auch einmal eine Komödie sein, wie John Badhams "Auf die harte Tour" (1991), in der er allerdings wieder einen harten Knochen spielte: einen Polizisten, der einem verweichlichten Hollywoodstar (Michael J. Fox) bei Einfühlung in seine nächste Rolle helfen soll. In Roger Donaldsons effektvoller Neuverfilmung von "Getaway" (1993) ist er wieder einmal der Böse. Diesmal wird er von Kim Basinger umgenietet.

Auch im Fernsehen stand James Woods oft und mit großem Erfolg vor der Kamera. So wurde er für seine eindrucksvolle Rolle als geisteskranker Bruder von James Garner in "Trage deines Bruders Bürde" (1986) mit einem Emmy Award und einem Golden Globe als Bester Darsteller ausgezeichnet, so wie er auch 1989 für sein Porträt von Bill Wilson, dem Gründer der Anonymen Alkoholiker, in "Verhängnisvolles Verlangen" den Emmy gewann. Seit 2006 spielt er in der amerikanischen Krimiserie "Shark" den bissigen Anwalt Sebastian Stark.

In Rob Reiners leider zu manipulativem Gerichtsdrama "Das Attentat" (1996) spielte Woods derart virtuos einen widerlichen Rassisten, dass ihm diese großartige Leistung eine weitere Oscar-Nominierung einbrachte. 1997 drehte Woods mit Robert Zemeckis den religiösen Sciencefiction-Film "Contact" an der Seite von Jodie Foster. Für Clint Eastwood spielte er in dem Krimi "Ein wahres Verbrechen" (1998). Seine schönen Dialoge mit Eastwood zählen zu den Highlights des insgesamt qualitativ sehr durchwachsenen Films.

Weitere Filme mit James Woods: "All The Way Home" (TV, 1971), "Footsteps" (TV), "A Great American Tragedy" (TV), "Magnum Heat" (alle 1972), "So wie wir waren" (1973) von Sydney Pollack, "Spieler ohne Skrupel" (1974) von Karel Reisz, "Foster & Laurie","Die heiße Spur" von Arthur Penn, "Distance" (alle 1975), "F. Scott Fitzgerald in Hollywood", "The Disapperance Of Aimee", "Liebe und andere Verbrechen" (alle 1976), "Raid On Entebbe", "Die Chorknaben" (beide 1977), The Gift Of Love" (1978), "The Incredible Journey Of Dr. Meg Laurel", "And Your Name Is Jonah" (beide 1979), "Nieten unter sich", "Der Augenzeuge" (beide 1980), "Gefährliche Freunde" von Ted Kotcheff, "Mord in Zelle 3", "Videodrome" (alle 1982) von David Cronenberg, "Gegen jede Chance" (1984), "Das As im Ärmel", "Eine Liebe in Montreal", "Katzen-Auge" (alle 1985), "Gefangene des Krieges" (1986), "Funny, You Don't Look 200" (1987), "Das dreckige Spiel", "Der Preis des Erfolges" (beide 1988), "Die Second-Hand Familie" (1989), "Women and Men: Stories of Seduction" (1990), "The Boys", "Sag's offen, Shirlee" (beide 1991), "Citizen Cohn - Handlanger des Todes", "Ihr größter Coup", "Chaplin" (alle 1992), "Gefallene Engel" (TV-Reihe), "Das Haus der Anderen" (beide 1993), "Der Fluch der hungernden Klasse", "Next Door - Zur Hölle mit den Nachbarn", "The Specialist" (alle 1994), "Mein Partner mit der heißen Braut", "Unter Anklage - Der Fall McMartin" (beide 1995), "Ben Tyler - Sein einzigartiger Sommer", "Killer: Tagebuch eines Serienmörders" (beide 1996) , "Shit happends" (1997), "Ein neuer Tag im Paradies", "John Carpenters Vampire" (alle 1998), "An jedem verdammten Sonntag", "Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft", "The Virgin Suicides", "Wehrlos - Die Tochter des Generals" (alle 1999), "Dirty Pictures", "Race To Space" (beide 2000), "Scary Movie 2", "Unterwegs mit Jungs" (beide 2001), "John Q." (2002), "Be Cool" (2005), "Könige der Wellen" (Sprecher, 2007), "Straw Dogs - Wer Gewalt sät" (2011), "White House Down" (2013).

Neben den erwähnten TV-Produktionen hatte Woods außerdem Gastrollen in einigen TV-Serien wie etwa "Die Straßen von San Francisco", "Einsatz in Manhattan", "Rockford: Anruf genügt", "Dream On", "Willkommen, Mr. Kotter" und "Der junge Maverick". Außerdem übernahm James Woods in jüngster Zeit auch gerne Sprecherrollen. So etwa als Hades in dem Disney-Film und der TV-Serie "Hercules" (1997 - 99), bei der Dokumentation "America's Endangered Species", dem Video-Spiel "Of Light And Darkness" (beide 1998), dem TV-Mehrteiler "Founding Fathers" (2000) sowie den beiden Animationsfilmen "Disneys große Pause" und "Final Fantasy" (beide 2001).

Filme mit James Woods
1972
Die Besucher
Drama
1978
Holocaust
Dokudrama
1979
Die Cops ahnen nicht, in welcher Gefahr sie
schweben ...
Mord am Zwiebelfeld
Kriminalfilm
1980
Tony (Sigourney Weaver) und Daryll
(William Hurt) geraten in einen Strudel
lebensgefährlicher Verstrickungen
Der Augenzeuge
Thriller
1982
Noch sind sie dicke Freunde: James Woods (l.) und
Robert De Niro  
Es war einmal in Amerika
Gangsterfilm
1982
Videodrome
Horrorfilm
1984
Na, wie ich das sehe, hab ich bei der Braut ja doch 
eine Chance. Jeff Bridges legt bei Rachel Ward Hand 
an
Gegen jede Chance
Thriller
1985
Der Cop
Kriminalfilm
1985
Hilf mir bitte, du liebe Katze! Drew Barrymore
Katzen-Auge
Horrorfilm
1986
Salvador
Thriller
1987
Bestseller
Actionthriller
1988
Jetzt bringt der Typ mit noch Ideale bei! James 
Woods (l.) und Robert Downey jr.
Das dreckige Spiel
Kriminalfilm
1991
Den Ärschen werd ich's zeigen! Michael J. Fox als 
Nervensäge aus Hollywood
Auf die harte Tour
Actionthriller
1992
Die Personifizierung Chaplins: Robert Downey jr.
Chaplin
Filmbiografie
1992
Wer will hier was vors Maul? Louis Gosset jr. als
Ex-Preisboxer
Ihr größter Coup
Gaunerkomödie
1993
Ehepaar auf und hinter der Leinwand: Alec Baldwin
und Kim Basinger
Getaway
Actionthriller
1994
Der Fluch der hungernden Klasse
Drama
1994
The Specialist
Actionthriller
1995
Casino
Thriller
1995
Nixon - Der Untergang eines Präsidenten
Filmbiografie
1996
Bürgerrechtlerin Myrlie Evers (Whoopi Goldberg)
kämpft um Gerechtigkeit
Das Attentat
Drama
1996
Der Serienkiller und sein Aufseher: James Woods und 
Robert Sean Leonard (r.)
Killer: Tagebuch eines Serienmörders
Justizdrama
1997
Contact
Sciencefiction
1998
Der Joint ist ja super! Melanie Griffith als 
Drogenabhängige  
Ein neuer Tag im Paradies
Drama
1998
Den Killer rettest du nicht vor der Spritze! James 
Woods und Clint Eastwood (l.) 
Ein wahres Verbrechen
Drama
1998
John Carpenters Vampire
Horror
1999
An jedem verdammten Sonntag
Sport-Drama
1999
Auch Kumpels hauen sich schon mal auf die Fresse! 
Woody Harrelson (l.) und Antonio Banderas
Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft
Drama
1999
The Virgin Suicides
Drama
1999
Wir werden diesen verdammten Fall schon aufklären! 
John Travolta und Madeleine Stowe als Ermittler-Duo  
Wehrlos - Die Tochter des Generals
Drama
2000
Dirty Pictures
Gerichtsdrama
2000
James Woods in der Rolle des Raketenforschers von Huber
Mission Weltraum
Abenteuerfilm
2001
Scary Movie 2
Horrorkomödie
2001
Nicht dem Doofen winken, bitte! Drew Barrymore 
(l.) mit ihrer Freundin
Unterwegs mit Jungs
Tragikomödie
2002
John Q.
Drama
2002
Stuart Little 2
Kinderfilm
2003
This Girl's Life - Mein Leben als Pornostar
Psychodrama
2005
Be Cool
Komödie
2005
Bette Davis in "Der Stachel des Bösen"
Stardust - The Bette Davis Story
Dokumentarfilm
2006
End Game - Tödliche Abrechnung
Politthriller
2006
Shark
Krimiserie
2007
Könige der Wellen
Trickkomödie
2011
Straw Dogs - Wer Gewalt sät
Thriller
2012
jOBS - Die Erfolgsstory von Steve Jobs
Spielfilm
2012
Koma
Thriller
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