Auch ohne Strapse erfolgreich: Tim Curry.
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Tim Curry

Lesermeinung
Geboren
19.04.1946 in Cheshire, England
Alter
76 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Mit seinen Glupschaugen gehört er zu jenen Erscheinungen, die einen Film auch dann prägen, wenn sie keine Hauptrolle spielen. Bisweilen war es einzig und allein Curry, der nur durch seine Präsenz einem schlechten Film noch einen Rest Sympathie sichern konnte. So ist beispielsweise sein Diamantenjäger Hermerker Homolka (schon der Name!) in Frank Marshalls Filmdesaster "Congo" (1995) der einzige Grund, im Kino zu verharren.

Seinen festen Platz in der Filmgeschichte hat er freilich seit seinem Kinodebüt. In Jim Shermas "Die Rocky Horror Picture Show" (1974) spielte er den durchgeknallten Dr. Frank N. Furter, einen Transvestiten, der sich wie sein Beinahe-Namensvetter Frankenstein ein künstliches Geschöpf zusammengebaut hat; allerdings kein Monster, sondern einen feschen blonden Lustknaben.

Tim Curry, Sohn eines Methodisten-Kaplans bei der Navy, studierte Drama und Englisch in Cambrigde und Birmingham (mit erfolgreichem Abschluss). Seinen ersten Erfolg feierte er im Bühnenmusical "Hair"; es folgten Engagements in bei der Royal Shakespeare Company, der Glasgow Civic Repertory Company und dem Royal Court Theatre, wo er zum ersten Mal als Frank N. Furter glänzt.

Als Bühnenschauspieler wurde er in seiner Laufbahn mehrfach ausgezeichnet, und neben seinen Filmprojekten tourte Curry immer wieder mit Theaterstücken durch Europa und die USA. Außerdem veröffentlichte er als Komponist und Sänger vier CDs ("Read my lips", "Fearless", Simplicity" und eine "Best Of...").

Im Kino wird Curry gerne in Schurkenrollen eingesetzt, so in Ridley Scotts Fantasy-Film "Legende" (1985) als "Darkness", als Dr. Petrov in John McTiernans "Jagd auf Roter Oktober" (1990). Er spielte den durchtriebenen Kardinal Richelieu in der Star gespickten Neuverfilmung von "Die drei Musketiere" (1993, Regie: Stephen Herek) mit Chris O'Donnell, Kiefer Sutherland und Rebecca De Mornay, und als Bösewicht Long John Silver machte er in "Die Muppets - Die Schatzinsel" (1996) Kermit und Miss Piggy zu schaffen.

Weitere TV- und Kinofilme: "Drei Mann in einem Boot" (1975, TV), "Der Todesschrei" von Jerzy Skolimowski (1978), "Oliver Twist" (1982, TV), "Alle Mörder sind schon da" (1985), "Stephen Kings 'Es'" (1990, TV), "Oscar - Vom Regen in die Traufe" (1991) von John Landis, der sadistische Komödienaufguss "Kevin allein in New York" (1992) von Chris Columbus, die Parodie "Loaded Weapon I", die Comic-Adaption "Shadow und der Fluch des Khan" (beide 1993), "Titanic" (nicht den James-Cameron-Film, sondern die TV-Produktion von 1996) und die Mini-Serie "Lexx: The Dark Zone" (1997, TV), die Militärkomödie "McHale's Navy" (1997), die Komödie "Die Addams Family und die lieben Verwandten" (1998), der Kinderfilm "Bartok der Großartige" (1999), Joseph McGinty Nichols Actionfilm "Drei Engel für Charlie" (2000), der Thriller "Sorted" (2000), der Horrorthriller "Wolfgirl", die Horrorkomödie "Scary Movie 2" (beide 2001), das Drama "Kinsey" (2004), "Reicher Hund mit Herz" (2005), "Christmas in Wonderland" (2007), "Color of Magic - Die Reise des Zauberers" (2008).

Außerdem ist Tim Curry ein gefragter Mann für Studio-Produktionen. Er sprach zahlreiche Zeichentrickfiguren (z. B. in "Ferngully", 1992), seine wohlklingende Stimme ist bei Hörbuchproduktionen gesucht. Auch auf CD-ROMs begegnet man ihr, etwa in "Wing Commander III" oder "Frankenstein: Through the Eyes of the Monster". Damit hat Curry doch noch den Sprung vom Transvestiten-Ableger zum Original-Frankenstein geschafft.

Tim Curry im TV

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