Peter Firth

Lesermeinung
Geboren
27.10.1953 in Bradford, Yorkshire, Großbritannien
Alter
68 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Peter Firth ist ein Kinderstar im Fernsehen und bleibt auch später dabei, spielt schon in der Schule Theater. Bevor er die Schule verlässt, an der ihm bereits ein Lehrer Sprechunterricht gegeben hat, besucht er Schauspielkurse am Bradford Civis Theatre Drama Club und er spielt kleine Rollen im Fernsehen, schließlich eine größere in der Serie "Flexton Boys". Mit 17 geht er nach London, mit dem Ziel Schauspieler zu werden. 1977 wird er mit der Rolle des Alan Strang in Peter Shaffers "Equus - Blinde Pferde" am Londoner National Theatre entdeckt. Dort spielt er auch den Melchior in Frank Wedekinds "Frühlingserwachen" und den Romeo in "Shakespeares "Romeo und Julia".

Sein erster Film ist "Bruder Sonne, Schwester Mond" (1971) von Franco Zeffirelli über Franz von Assisi, 1973 folgt "Hitler - die letzten 10 Tage". 1974 geht er nach New York, um am Plymouth Theatre den Alan Strang in "Equus" zu spielen. Nach dem Bühnenerfolg steht er wiederum die Hauptrolle in der Verfilmung des Peter Shaffer-Stücks 1977 vor der Kamera, inszeniert von Sidney Lumet. Für den Film erhält er eine Oscar-Nominierung und die Auszeichnung mit dem Golden Globe, wieder zurück in London spielt er in Jack Golds "Schlacht in den Wolken" (1977) zusammen mit Malcolm McDowell und Christopher Plummer.

Zu seinen weiteren Fernseharbeiten gehören Hauptrollen in "Das Bildnis des Dorian Gray" und "Camille". 1976 spielt er die Hauptrolle in Tony Richardsons "Die Abenteuer des Joseph Andrews", drei Jahre später steht er an der Seite von Nastassja Kinski in Roman Polanskis "Tess" vor der Kamera. Die Story spielt in Wessex, Ende des 19. Jahrhunderts. Ein armer Krämer entdeckt, dass seine Familie einem alten Adelsgeschlecht angehört und er schickt seine bildhübsche Tochter zu Verwandten, wo sie vom reichen Vetter verführt wird. Sie bringt ein Kind zur Welt, liebt und heiratet einen anderen und erlebt - zwischen Glück und Unglück - ein wechselvolles Leben.

Das Melodram nach dem Roman "Fern der tobenden Menge" von Thomas Hardy ("Die Herrin von Thornhill") verkommt bei Polanski nicht zur Kitschgeschichte in ländlicher Idylle - wie manche Kritiker dem Exil-Polen vorwarfen, sondern ist ein schöner, ruhiger, epischer Film, der bei uns leider teilweise in einer "normallangen" Kurzfassung gezeigt wurde. Tess ist eine moderne Frauenfigur, auch wenn die Geschichte im historischen Raum und Rahmen bleibt und Peter Firth ist ein wunderbrer Liebhaber.

Danach spielt Firth den Tristan in "Tristan und Isolde" und den russischen Matrosen in Chris Bernards "Brief an Breshnev" (1985). In dem Sean Connery-Film "Jagd auf Roter Oktober" (1990) ist Firth der Russe Ivan Putin, in David Cohens "Das Lustprinzip" (1991) spielt er den Londoner Casanova Dick, der große Schwierigkeiten mit dem Terminkalender hat, als es darum geht, drei Damen zufriedenzustellen. In Ken Russells Film über die Affäre Dreyfuss - "Der Gefangene der Teufelsinsel" - beeindruckt er als Major Henry, in Richard Attenboroughs "Shadowlands - Ein Geschenk des Augenblicks" (1993) über den Literaturprofessor Jack Lewis (Anthony Hopkins) ist er der Dr. Craig und in Chris Jones' "White Angel" der Frauenkiller, der seine Vermieterin, die ihren Mann getötet hat, zwingt, ihre Memoiren zu schreiben.

1994 sah man ihn bei uns in Mike Newells eindringlicher Romanverfilmung "Eine sachliche Romanze" nach Beryl Bainbridge, eine Geschichte aus der Theaterwelt im Liverpool der Nachkriegszeit. Weitere Filme mit Peter Firth: "Auf der Jagd nach den gestohlenen Diamanten" (1973), "Lifeforce - Die tödliche Bedrohung" (1985), "Burndown" (1988), "Anwalt des Feindes" (1989), "Anna Lee: Jagdfieber" (1993), "Das Mädchen mit den zwei Gesichtern", "Marco Polo: Das geheime Abenteuer" (beide 1996), "Der Chill Faktor", "Mein großer Freund Joe" (beide 1999) "Death By Magic - Dämonische Bedrohung" (2000), "Pearl Harbor" (2001), "Hawking - Die Suche nach dem Anfang der Zeit" (2004), "Das größte Spiel seines Lebens" (2005), "Rom und seine grossen Herrscher", "The Battle for Rome" (beide 2006), "Spooks" (Serie, 2002-2011), "Die Tore der Welt" (2012).

Foto: Filmwelt

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