Robert De Niro

Hollywood-Star Robert De Niro. Vergrößern
Hollywood-Star Robert De Niro.
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com
Robert De Niro
Geboren: 17.08.1943 in New York City, USA

Sein Name gilt als Markenzeichen, und die Besetzung einer Rolle mit ihm ist seit Anfang der Siebzigerjahre für den Filmproduzenten mindestens die halbe Miete. Denn er gehört schlicht zum Besten, was Hollywood in den vergangenen Jahrzehnten zu bieten hatte. Gerne wird dieser unangepasst wirkende Vollblutschauspieler, der in Brian de Palmas "The Wedding Party" (1964) sein Debüt gab, als der Erbe Marlon Brandos bezeichnet.

Der Oscar, den er sich mit seiner Interpretation des Vito Corleone in "Der Pate II" (1974) erwarb, macht ihn zum international gefragten Star. Davor standen für den Sohn einer Malerin und eines expressionistischen Künstlers eine fundierte Ausbildung im New Yorker Stella Adler Conservatory (Method acting), gefolgt von Auftritten in den Sechzigerjahren an Tourneetheatern und Off-Broadway. Mit der langen Liste seiner Erfolge wird der Vorhang zu großem Kino aufgezogen: "Hexenkessel" (1973), "Der Pate II" (1974), das Historienepos "1900 - Gewalt, Macht, Leidenschaft", "Der letzte Tycoon" (beide 1975), "Taxi Driver" (1976), "New York, New York" (1977), das Vietnam-Drama "Die durch die Hölle gehen" (1978), der Boxerfilm "Wie ein wilder Stier" (1980), der ihm einen weiteren Oscar bescherte, "Gefährliche Beichte" (1981), die Gangster-Oper "Es war einmal in Amerika" (1982), "The King of Comedy" (1983), "Brazil" (1984), "Angel Heart", "Mission" (beide 1986), "Die Unbestechlichen" (1987), "Jacknife - Vom Leben betrogen" (1988), "Zeit des Erwachens", "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" (beide 1990), "Schuldig bei Verdacht", "Kap der Angst" (beide 1991), "This Boy's Life" (1993), "Heat", "Casino" (beide 1995), "Sleepers", "Marvins Töchter" (beide 1996), "Cop Land", "Jackie Brown", "Wag the Dog - Ein hundsgemeiner Trick" (alle 1997), "Reine Nervensache" und "Ronin" (beide 1998).

Ähnlich wie bei Ben Kingsley wird De Niros große Verwandlungsfähigkeit und sein vollkommenes Aufgehen in einer Rolle gerühmt. Für die Darstellung des Boxchampions Jake La Motta in Martin Scorseses "Wie ein wilder Stier" (1980) futterte sich De Niro 30 Kilogramm Übergewicht an und ließ sich im Ring mächtig eins auf die Nase geben. Echt will der Mann wirken, der - ungeschminkt - wie ein etwas trotziger Allerweltstyp ausschaut, dem ziemlich viel egal zu sein scheint. Aber hinter dieser zunächst wenig aufregenden Physiognomie schlummert mächtige Energie, die sich gewaltig und äußerst vielseitig entladen kann. "Ich könnte auch ein Schnitzel spielen", stand 1997 unter seinem Konterfei der deutschlandweiten Werbekampagne eines privaten TV-Senders zu lesen. Das trifft's. Kaum einer war seinerzeit vielseitiger als er und verstand dabei, sein Publikum stets aufs Neue zu fesseln.

De Niro hat seit Ende der Achtzigerjahre mit "Tribeca" eine eigene Produktionsfirma mit der er nicht nur Filme produzierte, in denen er auftrat. Auf sein Produzentenkonto gehen etwa Werke wie "Halbblut" und "Der Hochzeitstag" (1995), "Der Pate von Manhattan" (1998). 1993 legte De Niro mit dem Film "In den Straßen der Bronx" ein mehr als beachtliches Regiedebüt vor.

Weitere Filme mit Robert De Niro: "Greetings" (1968), "Hi, Mom!" (1969), "Wer die Killer ruft" (1969), "Bloody Mama" (1969), "Pforte zur Hölle" (1969), "Jennifer On My Mind" (1971), "Wo Gangster um die Ecke knallen" (1971), "Das letzte Spiel" (1972), "Der Liebe verfallen" (1984), "Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht" (1988), "Stanley & Iris", "Wir sind keine Engel" (beide 1989), "Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen", "Mistress - Die Geliebten von Hollywood" (beide 1991), "Die Nacht von Soho" (1992), "Sein Name ist Mad Dog" (1993), "Hundert und eine Nacht", Mary Shelleys Frankenstein" (beide 1994), "The Fan" (1996), "Große Erwartungen" (1997), der grausige "Makellos", "Meine Braut, ihr Vater und ich", "Men Of Honor", "Die Abenteuer von Rocky und Bullwinkle" (alle 2000), "15 Minuten Ruhm", "The Score" (beide 2001), "Showtime", "Reine Nervensache 2", "City by the Sea" (alle 2002), "Godsend", "Große Haie - kleine Fische" (Stimme im Original), "Die Brücke von San Luis Rey", "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" (alle 2004), "Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken" (2005), "Der gute Hirte" (2006, auch Regie), "Der Sternwanderer" (2007), "Kurzer Prozess - Righteous Kill" (2008), "Inside Hollywood", "Everybody's Fine" (beide 2009), "Machete", "Meine Frau, unsere Kinder und ich" (beide 2010), "Ohne Limit", "Killer Elite", "Happy New Year" (alle 2011), "Red Lights", "Silver Linings", "The Big Wedding" (alle 2012), "Last Vegas", "Malavita - The Family" (beide 2013), "Joy - Alles außer gewöhnlich" (2015).


Alle Filme mit Robert De Niro

 

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