Rami Malek verkörpert überzeugend den Frontmann der Rockband Queen.
27 Jahre nach seinem Tod bekommt Freddie Mercury ein filmisches Denkmal gesetzt.

Bohemian Rhapsody

KINOSTART: 31.10.2018 • Drama • USA / GB (2018) • 135 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Bohemian Rhapsody
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA / GB
Filmstudio
20th Century Fox, Regency Enterprises, GK Films, TSG Entertainment
Budget
52.000.000 USD
Einspielergebnis
606.043.563 USD
Laufzeit
135 Minuten
Regie

Filmkritik

Rami Malek glänzt als Freddie Mercury
von Nadine Wenzlick

Das Biopic "Bohemian Rhapsody" über Queen-Frontmann Freddie Mercury überzeugt vor allem durch Hauptdarsteller Rami Malek, auch wenn einige Fakten auf der Strecke bleiben.

Fast 27 Jahre ist es her, dass die Musikwelt einen der ganz Großen verloren hat. Am 24. November 1991 starb Farrokh Bulsara, besser bekannt als Freddie Mercury, im Alter von nur 45 Jahren an den Folgen seiner HIV-Infektion. Mit seiner Band Queen hat Mercury die Rockmusik revolutioniert, Songs wie "Bohemian Rhapsody", "We Are The Champions", "Somebody To Love" oder "We Will Rock You" sind bis heute unvergessene Welthits. Das Biopic "Bohemian Rhapsody" lässt die beeindruckende Karriere der Band und die bewegte Lebensgeschichte ihres Sängers nun Revue passieren.

Zugegeben: Man hatte mit diesem Film fast nicht mehr gerechnet. Die Arbeiten daran begannen bereits vor Jahren – stets unter den wachsamen Augen der beiden Queen-Mitglieder und Co-Produzenten Brian May und Roger Taylor. Schon früh verließ Sacha Baron Cohen, der zunächst als Freddie Mercury vorgesehen war, das Set, weil sich seine Vision des Films nicht mit der von May und Taylor vereinen ließ. Zuletzt wurde "X-Men"-Regisseur Bryan Singer knapp drei Wochen vor Ende der Dreharbeiten wegen interner Streitereien entlassen, und Dexter Fletcher musste den Job zu Ende bringen. Dass der Film eine solch schwere Geburt war, merkt man ihm allerdings nicht an.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1970 in London. Als der Rockband Smile ihr Sänger abhandenkommt, bewirbt sich der wegen seines Aussehens damals noch schüchterne Freddie Mercury (Rami Malek) um den Posten. "Nicht mit den Zähnen, Kumpel", knallen Gitarrist Brian May (Gwilym Lee) und Schlagzeuger Roger Taylor (Ben Hardy) ihm zunächst an den Kopf, doch als Mercury zu singen beginnt, hat er den Job.

Unter dem Namen Queen feiert die Band schnell erste Erfolge, was nicht zuletzt an Mercurys bald extravagantem Auftreten liegt. Der große Durchbruch gelingt ihnen 1975 mit der Single "Bohemian Rhapsody" – einer Rockoper, deren Erfolg außerhalb der Band niemand für möglich gehalten hätte. Derweil kommt es zu ersten Unstimmigkeiten zwischen den Bandmitgliedern, und auch Mercurys Beziehung zu der Verkäuferin Mary Austin zerbricht, als er erkennt, dass er eigentlich auf Männer steht. Drogen und Alkohol sorgen schließlich dafür, dass er immer weiter abdriftet.

Rami Malek ist zweifellos das Zentrum des Films und die perfekte Besetzung – und das liegt nicht an der (etwas übertriebenen) Überbiss-Prothese. Mit einem Bewegungscoach studierte er die Gesten und Mimik von Freddie Mercury perfekt ein. So gelingt es ihm, Mercury für gut zwei Stunden wieder zum Leben zu erwecken. Auch Gwilym Lee als studierter Astrophysiker Brian May ist brillant, genauso wie der Cameo-Auftritt von Mike Myers als grimmiger Plattenfirmenboss – ein augenzwinkernder Verweis auf die Kult-Komödie "Wayne's World".

Einziger Kritikpunkt, wenn man denn einen finden möchte: Die Realität wird hier und da leicht verzerrt, um die Geschichte dramaturgisch zu straffen und filmtauglich zu machen. Einige Jahreszahlen stimmen nicht, Mercurys Exzesse werden nur abgefedert wiedergegeben und Streitereien innerhalb der Band als lustig dargestellt.

Trotzdem ist "Bohemian Rhapsody" eine bewegende Hommage an eine große Band und einen einzigartigen Künstler. Gänsehaut stellt sich spätestens ein, wenn Freddie Mercury 1985 beim Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley Stadion die Bühne betritt – der Auftritt wurde damals von 1,9 Milliarden Menschen in 150 Ländern gesehen und gilt bis heute als eine der besten Live-Shows überhaupt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Ganz schön witzig: Mike Myers.
Mike Myers
Oscar-Preisträger Rami Malek.
Rami Malek
(v.l.n.r.) Freddie Mercury (Rami Malek); John Deacon (Joseph Mazzello); Roger Taylor (Ben Hardy); Brian May (Gwilym Lee)
Ben Hardy
Weitere Darsteller
Gwilym Lee Joseph Mazzello Lucy Boynton Aidan Gillen Allen Leech Tom Hollander Aaron McCusker Meneka Das Ace Bhatti Priya Blackburn Max Bennett Dermot Murphy Dickie Beau Jack Roth Neil Fox-Roberts Jess Radomska Michelle Duncan Ross Green Bruce Mackinnon Joshua Higgott Pat Lally William Owen Philip Andrew Truempi Tim Plester Felipe Bejarano Kieran Hardcastle Martin Oelbermann Ian Gabriel Dumdum Matt Greenwood Royce Cronin James MacLaren Andrew Bowerman Drew P. Seren Gibson Honor Hellon Rosy Benjamin Leila Crerar Katherine Newman Adam Rauf Peter Howe John Ottman James Wallace Matthew Houston Scott Morrison Watson Devlin Lloyd Stefan Kopiecki Garry Summers Matthew Fredricks Ian Jareth Williamson Adam Lazarus Johanna Thea Adam Lambert Andreea Helen David Jason Lines Adam James Johnston Freddie Mercury Charlotte Sharland Ray Andrew Vincent Andriano Lasco Atkins Michael Ballard Fiona Burt Kiana Chang Sigel Milo Chang Sigel Jonathan Cheetham Michael Cobb Peter Coe Ellis Crewe-Candy Adrian Danila Rochelle De-Terville Steffan Donnelly Chris Ecob Amor Evans Karl Farrer Jesús Gallo Carla Garratt Flora Grant Shane Griffin Rishi Gupta James Hare Ian Harrod Leo Hunter Timothy Christian Jansen Sammy Johnston Mark Kempson Doug Kirby Lex Lamprey Jorge Leon Marian Lorencik Ian Mansfield Kas Meghani Alicia Mencía Castaño Philips Nortey Jose Palma Richard Price Jason Redshaw Graham J. Reeves Jonathan Rushby-Taylor Freddie Ryde Linus Scheithauer Bobby Shue Lee Simmons Dave Simon Amanda Smith Winson Ting Stuart Whelan Aidan White Sarah Woodruff Miroslav Zaruba Joanna Zwierzynska

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