Es beginnt mit einer unscheinbaren Mitgliederversammlung im Provinz-Tennisclub von Lengenheide. Der Vorsitzende Heribert (Hape Kerkeling) startet eine Abstimmung, wobei, richtig abstimmen muss man da eigentlich nicht: "Wir kaufen einen neuen Grill, weil der alte ist Schrott. Kein Widerstand? Einstimmig angenommen!" Heribert möchte schon zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen, da hakt Melanie (Anja Knauer) doch noch einmal ein. "Wäre das nicht eine nette Geste, wenn wir für Mitglieder mit türkischem Migrationshintergrund auch einen zweiten Grill dazuholen?" Eine nette Geste, ja, weil Muslime kein Schweinefleisch essen dürfen und überhaupt auch nichts von einem Grill, auf dem Schweinefleisch gelegen hat.
Erol (Fahri Yardim), das einzige "Mitglied mit türkischem Migrationshintergrund" im Verein, winkt dankend ab – ein eigener Grill für ihn sei wirklich nicht nötig. Aber da entbrennt um ihn herum bereits eine heftige Diskussion, ein wilder Schlagabtausch sozusagen, bei dem bald schon niemand mehr auf die feine Tennis-Etikette achtet. Schweinefleisch-Fans gegen Vegetarier, Gläubige gegen Atheisten, Deutsche gegen Türken – bei diesem Streit in Lengenheide wird schnell klar, dass es um viel mehr geht als nur einen Grill.
Erdacht wurde die Geschichte von den Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die das "Extrawurst"-Theaterstück bereits 2019 schrieben und auch das Drehbuch zum Kinofilm von Regisseur Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt ist länger tot") erarbeiteten. Neben Hape Kerkeling, Anja Knauer und Fahri Yardim standen unter anderem auch Christoph Maria Herbst, Friedrich Mücke, Gaby Dohm und Milan Peschel für die Gesellschaftskomödie vor der Kamera.