Comedy-Schwergewicht Christoph Maria Herbst.
Fotoquelle: Rene Teichmann/shutterstock.com

Christoph Maria Herbst

Lesermeinung
Geboren
09.02.1966 in Wuppertal, Deutschland
Alter
55 Jahre
Sternzeichen
Biografie

"Ich habe diesen Beruf nie gemacht, um Star zu werden oder ins Fernsehen zu kommen," sagte Christoph Maria Herbst einmal. Schauspielerisches Talent bewies der gebürtige Wuppertaler bereits zu Schulzeiten in Kabarett-Projekten und der Theater-AG seiner Heimatstadt. Auch eine dem Abitur folgende Banklehre konnte der Karriere keinen Abbruch tun. Herbst - der nie eine Schauspielschule besuchte - spielte nach diesem kurzen Ausflug in die Welt der Banker u.a. an Theatern in Hannover und Bremerhaven, bevor er 1996 von Film und Fernsehen entdeckt wurde.

Nach ersten Sketch-Rollen an der Seite von Johanna Christine Gehlen in der Comedyserie "SketchUp" (1998) wurde er als Nebendarsteller an der Seite von Anke Engelke in "Ladykracher" bekannt, wofür er 2002 den Deutschen Comedypreis erhielt. Seine eigene Serie "Stromberg" startete 2004. Für die Rolle des Bernd Stromberg, Leiter eines Verscherungsbüros und "fiesester Chef der Welt", erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den Bayrischen Fernsehpreis, gleich zwei Mal den Deutschen Comedypreis sowie den Adolf Grimme Preis. Die dritte Staffel der erfolgreichen Serie lief im Frühjahr 2007. 2014 brachte Herbst die Geschichte um die Capitol Versicherung AG in "Stromberg - Der Film" auch ins Kino.

Über seine Comedykarriere hinaus war Christoph Maria Herbst aber immer wieder auch im TV und im Kino zu sehen, auch wenn seine Rollen nicht immer die besten waren. Nach einem Auftritt in dem Kurzfilm "Drei Liebhaber" (1995) sah man ihn 1998 in der Episode "Tödlicher Sand" der erfolgreichen RTL-Actionserie "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei", er spielte in der Arztserie "Stadtklinik" (1998) und in "alphateam - Die Lebensretter im OP" (2000). Danach besetzte Christine Kabisch Herbst neben Senta Berger und Ralph Herford in der Komödie "Scharf aufs Leben" und 2001 folgte eine kleine Rolle in der Krimiserie "Die Wache", 2001 und 2003 folgten jeweils eine Episode der Krimiserie "SOKO 5113". Ebenfalls 2003 spielte er in der Krimiserie "SOKO Köln". Und mit seiner "Ladykracher"-Kollegin Engelke präsentierte Herbst 2003 die Verleihung der Goldenen Rose von Montreux, die jedes Jahr vergeben wird.

Ebenfalls 2003 lieh Christoph Maria Herbst dem Räuber Robin Hood in Tommy Krappweis' und Erik Haffners Puppentrick-Special "Drei für Robin Hood" seine Stimme, bevor ihn Doris Dörrie in ihrer Komödie "Ein seltsames Paar" an der Seite von Uwe Ochsenknecht uns Heiner Lauterbach besetzte. Darüber hinaus gehörte Herbst 2003 zur Dauerbesetzung der Comedyshow "Tramitz and Friends", bevor er 2004 erneut in Montreaux vor Ort war. Dieses Mal präsentierte er die Verleihung der Goldenen Rose zusammen mit Ingo Naujoks. Danach war Herbst an der Seite von Lisa Martinek und Misel Maticevic in der gelungenen Komödie "Das Zimmermädchen und der Millionär" (2004) zu sehen. Gute Kritiken brachte ihm auch seine Rolle in der Erfolgskomödie "Der Wixxer" (2004) ein.

Noch im gleichen Jahr stand Herbst dann für Michael "Bully" Herbigs erfolgreiche, wenn auch nicht sonderlich intelligente Scifi-Verarsche "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" vor der Kamera. Da war Gil Mehmerts Fantasykomödie "Aus der Tiefe des Raumes" schon wesentlich einfallsreicher, gefolgt von Helmut Dietls schmalziger Tragikomödie "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2004). Ebenfalls nicht das Eintrittsgeld wert war Sandra Nettelbecks Kinodrama "Sergeant Pepper" (2004) und nicht viel besser war auch der Komödie "Mädchen über Bord", die 2005 unter der Regie von Hansjörg Thurn entstand. Und über Michael Karens Regiearbeit "Der Tod kommt krass!" sowie Doris Dörries Drama "Der Fischer und seine Frau" (beide 2005) hüllen wir uns in vornehmes Schweigen.

Ebenfalls ein Reinfall war die Kinokomödie "Wo ist Fred?" und erneut nicht überzeugen konnten die Fantasykomödie "Hui Buh, das Schlossgespenst" und die Komödie "Die Aufschneider" (alle 2006) , während die Comedyserie "Hilfe, Hochzeit! Die schlimmste Woche meines Lebens" (2007) mit Herbst in der Hauptrolle wieder ganz witzig war. Gelungen waren allerdings Detlef Bucks Kinderkomödie "Hände weg von Mississippi" und die "Wixxer"-Fortsetzung "Neues vom Wixxer" (beide 2007). 2008 fungierte Herbst in dem Trickfilm "Horton hört ein Hu!" als Sprecher, ebenso 2009 in "Mullewapp - Das große Kinoabenteuer der Freunde". Eine Meisterleistung lieferte Herbst dann einmal mehr in der wunderbar-witzigen Variante des Cervantes-Klassikers "Don Quichote - Gib niemals auf!" (2008) und in "Kreutzer kommt" (2010) überzeugte er als Kommissar, der jeden Fall in vier Stunden, 37 Minuten und 48 Sekunden löst. Zudem sah man ihn in der schrägen Schöpfungs-Comedy "Götter wie wir" (Serie, 2011). Ausgezeichnet wurde Herbst beim Deutschen Comedypreis 2014. Dort wurde er als "Bester Schauspieler" geehrt.

Weitere Filme mit Christoph Maria Herbst: "Zwei Weihnachtsmänner", "Jakobs Bruder" (beide 2008), "Wickie und die starken Männer" (2009), "Jerry Cotton", "Konferenz der Tiere" (Sprecher, beide 2010), "Wickie auf großer Fahrt" (2011), "Das Haus der Krokodile", "Und weg bist Du", "Kreutzer kommt ... ins Krankenhaus" (alle 2012), "Geld her oder Autsch'n!", "V8 - Du willst der Beste sein" (beide 2013), "Die Mamba" (2014).

Filme mit Christoph Maria Herbst

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