Schauspieler, Produzent und Regisseur: Til Schweiger.
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com

Til Schweiger

Tilman Valentin Schweiger
Lesermeinung
Geboren
19.12.1963 in Freiburg im Breisgau, Deutschland
Alter
56 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Mit Til Schweiger hat der deutsche Film seit langem mal wieder einen Star, wie nur das Kino ihn schaffen kann. Der deutsche Tom Cruise. Wenn er das Kino betritt, schreien die Mädchen im Chor seinen Namen, die Fans stehen Schlange für ein Autogramm, und ein Fernsehinterview folgt dem anderen. Und dann winkte auch noch Hollywood. Der unkompliziert wirkende Til liegt zweifellos im Trend. Seine Karriere begann als Jo Zenker in der "Lindenstraße". Ungleich größere Popularität aber gewinnt er mit der Rolle des Opel Manta-Fans Bertie in der Ruhrpottkomödie "Manta, Manta" (1991). Ein Jahr später erhält er für die Darstellung eines Boxers in "Ebbie's Bluff" den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller. Mit der Erfolgskomödie "Der bewegte Mann" (1994) beginnt der eigentliche Aufstieg.

In dem Erfolgsfilm "Männerpension" (1996) mimt Schweiger als Knacki mit Namen Steinbock zwar den Supermacho, gleichzeitig macht seine Darstellung jedoch deutlich, dass hinter den coolen Männersprüchen ein ziemlich empfindliches Herz schlägt. "Knockin' On Heaven's Door" heißt der deutsche Kinohit des Frühjahrs 1997. Mit der Rolle des Martin Brest vollzieht Til Schweiger einen bravourösen Genrewechsel. Der Komödienheld von gestern wird zum Star eines Films, der sich nicht auf ein Genre festlegen lässt, sondern Action, Roadmovie und Komödie auf eigenwillige Art und Weise vereinigt.

Kindlich, fast naiv auf der einen Seite, männlich und teilweise machomäßig auf der anderen: Til Schweiger vereinigt in "Knockin' on Heavens Door" Züge, die er auf unterschiedliche Weise in seinen bisherigen Darstellungen angedeutet hat, nicht zuletzt in Fernsehfilmproduktionen wie "Lemgo" und "Adrenalin". In "Lemgo" (1994) spielt Til Schweiger einen Journalisten, der fast ohne eigenes Zutun in eine wüste Kriminalgeschichte gerät. Ein ganz normaler, netter junger Mann, ein bisschen große Klappe, aber sympathisch. Ganz anders in "Adrenalin" (1996), einem knallharten Actionfilm: Til Schweiger als Mitglied eines Sonderkommandos auf Terroristenjagd. Als Gangster seine Frau ermorden, nutzt er seinen Job für einen persönlichen Rachefeldzug.

Tils Eltern sind beide Lehrer. Das wäre er auch gern geworden, aber die Berufschancen sind schlecht. So entschließt er sich für ein Medizinstudium. Das ist aber auch nicht das richtige, und er sattelt nochmals um: Germanistik. Als Student verdient er sein Geld mit Gelegenheitsjobs als Kellner und Diskjockey. Er besucht 1986 bis 1989 die Schauspielschule in Köln. Der mutige Entschluss hat sich gelohnt: Seit seinen Anfängen am Contra-Kreis-Theater in Bonn hat Til Schweiger mittlerweile eine beachtliche Karriere hinter sich. 1998 kam Schweiger mit "The Replacement Killers - Die Ersatzkiller" in die Kinos, sein Regiedebüt "Der Eisbär" (1998) war allerdings ein Flop.

Einen großen Erfolg feierte Schweiger 2007 mit seiner Komödie "Keinohrhasen", die über sechs Millionen Zuschauer in die Kinos lockte. Kein Wunder, dass er 2009 mit "Zweiohrküken" eine Fortsetzung nachschob. Schweiger ist mit dem amerikanischen Fotomodell Dana Carlson verheiratet, die beiden leben aber seit 2006 in gegenseitigem Einverständnis getrennt. Sie haben vier Kinder, und die Vaterrolle ist für den Schauspieler sicher eine der wichtigsten.

Für viel Wirbel sorgte 2012 die Entscheidung des Norddeutschen Rundfunks, Til Schweiger als Nachfolger von Mehmet Kurtulus als Hamburger "Tatort"-Ermittler Niklas "Nick" Tschiller zu verpflichten. Der erste Fall "Tatort - Willkommen in Hamburg" zeichnet sich durch harte wie Hollywood-mäßige Actionszenen aus und bringt frischen Wind in die erfolgreichste Krimireihe Deutschlands, stößt alteingesessene "Tatort"-Liebhaber aber ob der modernen Machart vor den Kopf.

Weitere Filme mit und von Til Schweiger: "Bunte Hunde" (1995), "Das Mädchen Rosemarie" (1995), "Das Superweib" (1996), "Die Halbstarken" (1996), "Jetzt oder nie - Zeit ist Geld" (2000, nur Produzent), "Driven" (2001), "Was tun, wenn's brennt?" (2001), "Auf Herz und Nieren (2001, Regie und Produzent), "Joe and Max - Rivalen im Ring" (2002), "Lara Croft Tomb Raider - Die Wiege des Lebens" (2003), "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1", "King Arthur", "Agnes und seine Brüder", "Die Daltons gegen Lucky Luke", "U-Boat: In feindlicher Hand" (alle 2004), "Barfuß" (2005, auch Regie), "Deuce Bigalow: European Gigolo" (2005), "Oh, wie schön ist Panama" (Sprecher), "Wo ist Fred?", "One Way", "Der Bodyguard - Für das Leben des Feindes" (alle 2006), "Video Kings", "Der rote Baron" (alle 2007), "Far Cry", "1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" (auch Regie), "Phantomschmerz" (beide 2008), "Inglourious Basterds", "Männerherzen"(2009), "Kokowääh" (auch Regie), "Die drei Musketiere", "Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe", "Happy New Year", "Das gibt Ärger" (alle 2011), "Schutzengel" (Regie und Hauptrolle, 2012), "Kokowääh 2" (Regie, Drehbuch, Hauptrolle, 2013).

Filme mit Til Schweiger
Til Schweiger im TV

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