Daniel Brühl

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Längst über die Grenzen Deutschlands bekannt: Daniel Brühl
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com
Daniel Brühl
Geboren: 16.06.1978 in Barcelona, Spanien

Daniel Brühl ist den TV-Zuschauern seit 1994 ein Begriff: So war er unter anderem in Hauptrollen zu sehen in Roland Suso Richters "Svens Geheimnis", Miguel Alexandres "Der Pakt - Wenn Kinder töten" (1995), Bernd Böhlichs "Blutiger Ernst" (1997) und dessen Literaturverfilmung "Sturmzeit", sowie in "Hin und weg" (1999), einer Regiearbeit seines Vaters Hanno Brühl.

Seine Karriere begann Daniel Brühl bereits im Alter von acht Jahren beim Westdeutschen Rundfunk, wo er bei Hörspielen mitwirkte, später folgten Engagements als Synchronsprecher. Trotz der frühen Karriereschritte beherzigte Daniel den Wunsch seines Vaters, erst die Schule zu beenden und dann weiter bei Film und Fernsehen zu arbeiten. Eine Schauspielschule hat er nie besucht.

Kinodebüt in "Schlaraffenland"

2000 wirkte Daniel Brühl bereits in mehreren TV-Produktionen mit: "Tatort - Die kleine Zeugin" (Regie: Miguel Alexandre), "Ein mörderischer Plan" (Regie: Matti Geschonneck), und "Der Anchorman - Gefährliche Nachrichten" (Regie: Rolf Schübel). Sein Kinodebüt gab Daniel Brühl in Friedemann Fromms Drama "Schlaraffenland" (1999), in dem er einen von sieben Jugendlichen verkörperte, die sich in ein Einkaufszentrum einsperren lassen und Probleme mit dem Wachpersonal bekommen. Danach folgten Kinofilme wie "Romeo & Julia 2000", Sheri Elwoods Drama "Deeply", in dem er an der Seite von Kirsten Dunst und Lynn Redgrave zu sehen war, der Episodenfilm "Honolulu" (alle 1999) und das Drama "Eine Hand voll Gras" (2000).

Als Abiturient und Freund von Jasmin Schwiers sah man Brühl in Marco Petrys gelungenen Drama "Schule" (2000), und in "Das weiße Rauschen" gab er 2001 überzeugend den schwierigen Part eines jungen Studenten, der im Sog von Drogen und Partys Stimmen zu hören beginnt und als schizophren diagnostiziert wird. "Nichts bereuen" (2001) zeigte Brühl an der Seite seiner zeitweiligen Lebensgefährtin Jessica Schwarz und in "Vaya con dios" (2002) war Chiara Schoras die Frau, die Brühls Herz erweicht. Und in dem Drama "Elefantenherz" (2002) überzeugte er in der Rolle des 19-jährigen Amateurboxers Marko.

Bester europäischer Schauspieler 2003

Die melancholische, vielfach preisgekrönte Komödie "Good Bye, Lenin!" avancierte 2003 zum internationalen Kassenschlager und Daniel Brühl wurde für seine grandiose schauspielerische Leistung mit dem César als bester europäischer Schauspieler 2003 ausgezeichnet. 2003 entstand das ausgezeichnete Drama "Was nützt die Liebe in Gedanken", in dem Brühl erstmals mit August Diehl vor der Kamera stand, 2004 sah man ihn in dem Drama "Farland" und in dem in Cannes gefeierten Drama "Die fetten Jahre sind vorbei". Seinen ersten internationalen Auftritt hatte er ebenfalls im Jahr 2004 in dem Drama "Der Duft von Lavendel" und 2005 folgte die internationale Koproduktion "Merry Christmas". Eine brillante Vorstellung als Niki Lauda gab Brühl schließlich 2013 in den Rennfahrer-Film "Rush - Alles für den Sieg".

Für seine Rolle eines eines an Schizophrenie erkrankten jungen Mannes in "Das weiße Rauschen" wurde Daniel Brühl 2002 mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller und mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt er den Deutschen Filmpreis für seine dastellerischen Leistungen in "Nichts bereuen".

Weitere Filme mit Daniel Brühl: "Polizeiruf 110 - Der Sohn der Kommissarin" (1997), "Ein Freund von mir", "Das Lager - Wir gingen durch die Hölle", "Salvador - Kampf um die Freiheit" (beide 2006), "2 Tage Paris", "Das Bourne Ultimatum" (beide 2007), "Krabat" (2008), "Die Gräfin", "Inglourious Basterds", "Lila, Lila", "Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!" (alle 2009), "Die kommenden Tage", "Der ganz große Traum" (beide 2010), "Intruders", "Und wenn wir alle zusammenziehen?", "Eva" (alle 2011), "2 Tage New York", "7 Tage in Havanna" (beide 2012), "Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt" (2013), "A Most Wanted Man", "Die Augen des Engels", "Ich und Kaminski" (alle 2014), "Die Frau in Gold" (2015).


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