Julie Delpy

Wenn Julie Delpy weiterhin so international filmt,
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Wenn Julie Delpy weiterhin so international filmt, hat sie bald alle Länder durch
Julie Delpy
Geboren: 21.12.1969 in Paris, Frankreich

Manche Schauspieler müssen sich ihren Beruf gegen bürgerliche Widerstände hart erkämpfen, anderen wird er in die Wiege gelegt. Julie Delpy ist Tochter der beiden Schauspieler Albert und Marie Delpy, doch als ihr Entdecker gilt der große Regie-Exzentriker Jean-Luc Godard. Der setzte sie 1984 in seinem ironisch gebrochenen "Détective" neben Jean-Pierre Léaud, Nathalie Baye und Emmanuelle Seigner ein, später in seiner sehr, sehr merkwürdigen Shakespeare-Adaption "König Lear" (1987) mit Woody Allen und Norman Mailer.

Zwischendurch sah man Julie Delpy in dem ambitionierten Sciencefiction "Die Nacht ist jung" (1986) von Léos Carax. Hier waren Juliette Binoche und Michel Piccoli ihre Partner. Unter Bertrand Tavernier spielte sie in dem Historiendrama "La Passion Béatrice" (1987) die Titelrolle. Nach "Autre nuit" (1988) von Jean-Pierre Limosin und einem Ausflug in den spanischen Film, "La noche oscura" (1988) von Carlos Saura, erschien sie in dem vieldiskutierten "Hitlerjunge Salomon" (1989) von Agnieszka Holland. Volker Schlöndorff besetzte sie in einer seiner unzähligen Literaturverfilmungen, "Homo Faber" (1990) nach Max Frisch.

Rolle in Disney-Neuauflage

Auch in der Folgezeit blieb Julie Delpy ausgesprochen international tätig. So spielte sie 1992 in der deutsch-französisch-polnischen Produktion "Der Daunenträger" von Janusz Kijowski, 1993 im zweiten und dritten Teil der Farben-Trilogie des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieslowski ("Drei Farben: Weiß", "Drei Farben: Rot"), wobei sie jedoch nur in "Weiß" eine Hauptrolle hatte. 1993 trat sie für die Disney-Neuauflage von "Die drei Musketiere" (Regie: Stephen Herek) neben Chris O'Donnell, Kiefer Sutherland und Oliver Platt vor die Kamera. "Younger and younger" drehte sie im selben Jahr mit dem deutschem Regisseur Percy Adlon.

Für den Tarantino-Mitstreiter Roger Avary spielte Julie Delpy 1994 in "Killing Zoe" eine brave Bankangestellte, die sich des Nachts - gar nicht mehr brav - als Callgirl das Konto füllt. In Richard Linklaters Dialogfilm "Before Sunrise" (1994) verbringt sie mit Ethan Hawke eine sehr wortreiche Nacht in Wien. 1996 spielte sie für den französischen Comic-Zeichner Enki Bilal in dessen verunglückter Zukunftsvision "Tykho Moon" wieder neben Michel Piccoli, bevor sie in der ebenso verunglückten Horror-Klamotte "American Werewolf in Paris" (1997) von Anthony Waller auftrat - diesmal in einer britisch-niederländisch-luxemburgischen Koproduktion.

Regiedebüt mit "2 Tage Paris"

Mit einem finnisch-amerikanischen Film, "L.A. Without A Map" von Mika Kaurismäki, ging es 1998 weiter. 1999 sah man Julie Delpy mit Ben Kingsley in der TV-Miniserie "Schuld und Sühne" nach Fjodor Dostojewski. Regie führte Joseph Sargent. 1999 folgte "Ayn Rand - Leben und Liebe für die Literatur" und "Weil ich ein Mädchen bin". 2001 drehte sie erneut mit Richard Linklater. Ihre Rolle in "Waking Life" wurde allerdings zeichnerisch bearbeitet. Und 2003 folgte mit "Before Sunset" der geschwätzige Nachfolger von "Before Sunrise". 2005 schließlich gehörte sie zur Besetzung von Jim Jarmuschs "Broken Flowers" und mit "2 Tage Paris" gab sie 2007 ihr Regiedebüt.

Weitere Filme von und mit Julie Delpy: "Die Gräfin" (2009), "Familientreffen mit Hindernissen" (2011), "2 Tage New York" (2012), "Before Midnight" (2013), "Avengers 2: Age of Ultron" (2015).


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