Ron Howard

Filmdebüt mit zwei Jahren: Regisseur Ron Howard. Vergrößern
Filmdebüt mit zwei Jahren: Regisseur Ron Howard.
Fotoquelle: Helga Esteb/shutterstock.com
Ron Howard
Geboren: 01.03.1954 in Duncan, Oklahoma, USA

Im Alter von zwei Jahren gibt Ron Howard sein Filmdebüt in Billy Wilders "Das verflixte 7. Jahr", doch da war er schon im Fernsehen aufgetreten, mit 18 Monaten in einer "Andy-Griffith-Show". Seine Eltern, die Schauspieler Rance und Jean Howard versuchten, die Erinnerungen daran zu tilgen, sie wollten keinen Schauspieler oder Künstler. So wächst Klein-Ron brav wie ein ordentlicher Bürgersohn auf, trägt einen Kurzhaarschnitt und spielt Basketball. Doch es hilft alles nichts, mit 5 Jahren ist er wieder dabei: in Anatol Litvaks "Die Reise" mit Yul Brynner, danach ist er im Fernsehstudio mit Red Skelton vor der Kamera.

Als Teenager steht er auf der Bühne, doch da hält es ihn nicht lange, er spielt immer wieder in Fernsehserien wie "Playhouse 90", "Dennis the Menace", "Twilight Zone", auch in der Andy-Griffith-Show tritt er immer wieder auf, ist Gast in Fernsehserien wie "FBI", "Dr. Kimble - auf der Flucht", "Route 66" oder "I, Spy". An der Seite von Henry Fonda spielt er zwei Jahre lang in dem TV-Dauerbrenner "The Smith Family". Aber auch im Kino spielt er: 1961 in "The Music Man", 1962 in Vincente Minnellis "Vater ist nicht verheiratet", 1970 in dem Walt-Disney-Film "Wildes Land". Der Regisseur des Films, Robert Totten, setzt ihm den Floh ins Ohr, selbst Regie zu führen: "Er hat mich wirklich in Schwung gebracht. Er begann, mir das alles zu erklären und ermutigte mich. Er war der erste, der zu mir sagte: 'Du wirst sicher Filme machen'", erzählt Howard. Seit 1974 spielt er in der erfolgreichen Fernsehserie "Happy Days" den Richie Cunningham, eine Serie über das Teenager-Leben in den 50er Jahren, die sich zehn Jahre lang an der Spitze hielt.

Vor allem aber spielt er in Kinofilmen wie "Schönen Muttertag, dein George" (1973) und "Vier Vögel am Galgen" (1973). In George Lucas' "American Graffiti" (1973) ist er einer der Jugendlichen, dann hat ihn Don Siegel in dem John-Wayne-Film "Der Shootist" (1976) besetzt. Für die Rolle wurde er für einen Golden Globe nominiert. Als Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor debütiert er 1977 mit dem Film "Gib Gas und lasst euch nicht erwischen". Ein Jahr davor hat er bei Roger Corman in "Friss meinen Staub" gespielt, da hatte er schon nach der Regiearbeit geschielt. "Als ich 12 war, glaubte ich zu verstehen, was die Arbeit eines Regisseurs ist, mit 15 hatte ich das Gefühl, das wäre etwas für mich. Ich liebe die Schauspielerei, aber das allein ist es nicht."

Ron studiert Film an der Universität Südkalifornien und er bekommt seine Chance bei Roger Corman, der bereits Coppola, Bogdanovich und Scorsese gefördert hatte. Das Drehbuch seines Debütfilms hat er mit seinem Vater entwickelt. Danach ist Ron Howard nicht mehr zu halten, er inszeniert einen erfolgreichen Film nach dem anderen: "Splash - Eine Jungfrau am Haken" (1984), "Cocoon" (1985), "Willow" (1988), "Eine Wahnsinnsfamilie" (1989), "Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen" (1991) mit Kurt Russell und Robert De Niro, "In einem fernen Land" (1992) mit Tom Cruise und Nicole Kidman, "Schlagzeilen - Je härter, desto besser" (1993) mit Glenn Close und Michael Keaton, "Apollo 13" (1995) mit Tom Hanks, "Kopfgeld" (1996) mit Mel Gibson und Rene Russo, "Ed TV" (1998) mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson, "Der Grinch" (2000) mit Jim Carrey sowie "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" (2001) mit Russell Crowe, der im Januar 2002 mit dem Golden Globe als bestes Drama ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus war der Film einer der Abräumer bei der Oscar-Verleihung 2002: bester Film, beste Regie, beste weibliche Nebendarstellerin, bestes adaptiertes Drehbuch. 2003 folgt ein lang ersehntes Traumprojekt von Howard, der Western "The Missing" und 2005 dreht er erneut mit Crowe, dieses Mal den Boxerfilm "Das Comeback".

2006 wagt er sich an die Bestsellerverfilmung "The Da Vinci Code - Sakrileg" und liefert einen sehenswerten Thriller nach Dan Browns Buchvorlage ab. Das Wort "Blockbuster" ist dem zweieinhalbstündigen Werk von vorne herein ins Gesicht geschrieben und das Ergebnis stimmt einigermaßen. Der Film spielt insgesamt etwas 757 Millionen Dollar ein. Mit dem Drama "Frost/Nixon", das auf das Original-Interview zwischen dem britischen Journalisten David Frost und dem Ex-Präsidenten Richard Nixon zurückgeht, gelingt Ron Howard ein packendes Zwei-Personen-Stück, das zu Recht 2009 für den Oscar nominiert ist. Das Ergebnis ist ein spannender Seelenpoker. Dabei nutzt Howard die Erfahrung der grandios aufspielenden Darsteller - Michael Sheen und Frank Langella - die schon in der Bühnenfassung überzeugten. Im gleichen Jahr produziert er auch, zusammen mit Brian Grazer (mit ihm verwirklichte er schon viele gemeinsame Projekte) und Clint Eastwood dessen "Der fremde Sohn". Auch schon vorher hatte Ron Howard Filme für andere Regisseuere produziert, beispielsweise "No Man's Land" (1987), "Clean and Sober", "Vibes" (1988) und "Closet Land" (1991).

Weitere Filme von Ron Howard: "Rush - Alles für den Sieg" (2013).


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