George Lucas

Das Auge eines Adlers: Regisseur und Produzent George Lucas. Vergrößern
Das Auge eines Adlers: Regisseur und Produzent George Lucas.
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com
George Walton Lucas, Jr.
Geboren: 14.05.1944 in Modesto, Kalifornien, USA

Neben seinem Freund Steven Spielberg zählt George Lucas zu den wichtigsten Erneuerern des amerikanischen Films. Denn ab Mitte der Siebzigerjahre ist er das "Mastermind" hinter zwei der bahnbrechensten Produktionen der Filmgeschichte: "Krieg der Sterne" und "Jäger des verlorenen Schatzes". Lucas definierte das Konzept des Hollywood-Kinos neu, zumindest was Tempo, Spezial-Effekte, Produktions-Design und Action anbelangte.

Lucas erste Liebe galt nicht dem Kino, sondern dem Autorennen. Erst ein heftiger Unfall brachte ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. Er studierte Film auf der University of Southern California und mit seinem experimentaler Kurzfilm "THX 1138" gewann er bereits viele Preise und die Warner Bros. Studios wurden auf ihn aufmerksam. Hier arbeitete er als Produktions-Assistent von Francis Ford Coppola bei dessen Film "Der goldene Regenbogen" (1969) . Nachdem er 1970 mit den Maysles-Brüdern an deren Rolling Stones-Dokumentation "Gimme Shelter" gearbeitet hatte, realisierte Lucas (mit Coppolas finanzieller Unterstützung) das Remake von "THX 1138" (mit Robert Duvall), diesmal in Spielfilmlänge.

Der überraschende Erfolg von "THX 1138" rief die Aufmerksamkeit der Universal Studios auf den Plan, die 1973 den nostalgischen Streifen "American Graffiti" (mit Richard Dreyfuss, Ron Howard und Harrison Ford) finanzierten. Der Film erhielt mehrere Oscar-Nominierungen, u. a. auch als Bester Film und Bestes Original-Drehbuch. Von da an galt Lucas als einer der Großen in Hollywood.

Sein nächstes Projekt hieß "Krieg der Sterne", einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, der außerdem die Art des Filmemachens nachhaltig beeinflusste. Anschließend befasste sich Lucas intensiv mit der Entwicklung von Spezial-Effekten, studierte die Arbeit von Effekt-Pionieren wie Willis O'Brien, Linwood Dunn und Ray Harryhausen, gründete die Firma "Industrial Light & Magic" und erfand mit seiner Firma "Skywalker Sound" ein neues Tonverfahren, das er nach seinem Filmdebüt "THX" benannte .

Bei den beiden Nachfolgern der "Star Wars"-Trilogie "Das Imperium schlägt zurück" (1979) und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1982) fungierte Lucas als Produzent. Mit Regisseur Steven Spielberg entwickelte er mit "Jäger des verlorenen Schatzes" (1981) die Geschichte des eigenwilligen und abenteuerlustigen Archeologen Indiana Jones (gespielt von Harrison Ford). Der Film wurde ebenfalls ein Blockbuster und so ließen Sequels nicht lange auf sich warten: 1984 kam "Indiana Jones und der Tempel des Todes", 1989 "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" und schließlich sogar noch die TV-Serie "Die Abenteuer des jungen Indiana Jones".

Mittlerweile arbeitet Lucas nur noch exklusiv als ausführender Produzent, wobei er 1986 mit "Howard the Duck" ein finanzielles Desaster erlebte. Ähnlich schlecht lief 1988 die spaßige und durchaus gelungene Fantasy-Story "Willow". Erst 1997 konnte er die Verluste mit seiner digital überarbeiteten Version Der "Star Wars"-Trilogie mehr als auffangen. Im Sommer 1997 begann Lucas mit der Vorproduktion weiterer "Star Wars"-Abenteuer, "Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung" erschien 1999, "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" 2002 und schließlich 2005 "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith". 2008 produzierte Lucas auch das vierte "Indiana-Jones"-Abenteuer "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" und den Scifi-Trickfilm "Star Wars: The Clone Wars".


Zur Filmografie von George Walton Lucas, Jr.
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