Hayden Christensen

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Machte als Anakin Skywalker keine überzeugende Figur: Hayden Christensen
Fotoquelle: Joe Seer/shutterstock.com
Hayden Christensen
Geboren: 19.04.1981 in Vancouver, British Columbia, Kanada
Sternzeichen: Widder

Sieht so das personifizierte Böse aus? Dunkelblond, sympathisch und ein bisschen milchbübisch. Hayden Christensen ist all das, aber nicht wirklich böse. Er wurde schlagartig bekannt, als er von George Lucas die Rolle seines Lebens bekam und den Part des heranwachsenen Anakin Skywalker in "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" (2002) und "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" (2005) übernahm, der schließlich zwischen dem Guten und dem Bösen hin- und hergerissen den dunklen Weg der Macht wählte und zu "Darth Vader" wurde. Es war ein allzu menschliches Gesicht, das Hayden Christensen dem Filmbösewicht par excellence verlieh und auch seine Versuche krampfhaft angestrengt wütend, zornig und herzlos zu gucken, machten aus ihm nicht wirklich das, was er eigentlich darzustellen versuchte.

Hayden Christensens Karriere begann recht früh - selbst wenn man seinen ersten Auftritt vor der Kamera einmal außen vor lässt: Als Balljunge bei einem Tennisturnier in Toronto bekam er den ganzen Zorn von Tennis-Rüpel John McEnroe zu spüren und beinahe dessen Schläger gegen den Schädel. Kurze Zeit später sah man ihn in einem Werbespot. Man hatte ihn entdeckt, als seine ältere Schwester nach einem Reklamefilmchen einen Agenten suchte. Seine Schauspiellaufbahn begann er in der deutsch-kanadischen Fernsehserie "Macht der Leidenschaft" neben Dietmar Schönherr und Tina Ruland als gerade einmal Elfjähriger. Außerdem hatte er eine Minirolle als Zeitungsjunge in John Carpenters "Die Mächte des Wahnsinns" (1994) und spielte in diversen kanadischen Fernsehproduktionen mit, später auch in US-amerikanischen TV-Serien und Filmen.

1999 sah man ihn in Sofia Coppolas "The Virgin Suicides" unter anderem neben Kirsten Dunst, mit der er auch schon ein Jahr zuvor für die Komödie "Strike - Mädchen an die Macht!" vor der Kamera stand. In der recht kurzlebigen US-amerikanischen Fernsehserie "Higher Ground" übernahm er die Hauptrolle des Scott Barringer. Erstmals gelang es ihm, seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. In der Serie, die nach 22 Folgen keine Fortsetzung fand, spielte er einen schwierigen Teenager, der von seiner Stiefmutter sexuell missbraucht wurde und deshalb zu Drogen griff. Und auch in "Das Haus am Meer" (2001) schlüpfte er in die Rolle des missverstandenen Jugendlichen. Obwohl Irwin Winklers Melodram beim Publikum und bei vielen Kritikern durchfiel, konnte sich Hayden Christensen über ausreichend Anerkennung freuen. Für seinen Part als Sam Monroe erhielt er Nominierungen für den Golden Globe und für den SAG-Award sowie den Preis vom National Board of Review für den besten Neueinsteiger des Jahres.

Anschließend überzeugte er George Lucas und setzte sich bei den Castings für "Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger" gegen 400 Mitbewerber durch. Die Darstellung des Anakin Skywalker brachte ihm recht unterschiedliche Kritiken ein. Nicht jeder sah in Hayden Christensen den zukünftigen "Darth Vader", doch den Durchbruch hatte er damit auf alle Fälle geschafft und auch die Resonanz beim jungen Publikum fiel durchweg positiv aus. Er war in vielen Jugendmagazinen präsent, führte bald schon verschiedene Hitlisten an und wurde gekonnt als Posterboy vermarktet. Auf dieser Erfolgswelle schwamm auch sein nächster Filmauftritt als Stephen Glass in "Lüge und Wahrheit - Shattered Glass" (2003). In dem gut besetzten, medienkritischen Drama überzeugte er in der Titelrolle des Autors, der zunächst alle um den Finger wickelt und sich dann als Betrüger, der originelle Berichte nur erfunden hat, herausstellt. Für seinen zweiten Auftritt als Anakin Skywalker in "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" erntete er durchweg positive Kritiken. Gekonnt gelang es ihm den inneren Kampf des reiferen, aber dennoch noch unsicheren jungen Jedis darzustellen, der verzweifelt nach dem richtigen Weg sucht, sich dann aber von Kanzler Palpatine auf die dunkle Seite der Macht ziehen lässt und schließlich als "Darth Vader" aufsteigt.

Ob er eines Tages, ähnlich wie Sir Alec Guinness, den Kult um die "Star Wars"-Filme und deren Figuren ablehnen wird, steht noch in den Sternen. Nach seinem Ausflug in die unendlichen Weiten des Universums kehrte er zu eher bodenständigen Rollen zurück. So sah man ihn in George Hickenloopers Drama "Factory Girl" (2006) um die Warhol-Muse Edie Sedgwick (gespielt von Sienna Miller) als Musiker, in Joby Harolds Thriller "Awake" (2007) als Milliardärserbe und in David Lelands "Virgin Territory" (ebenfalls 2007) - gerne beschrieben als eine Mittelalter-Version von "American Pie" - als schmucker Lorenzo de Lamberti. 2007 wagte er mit "Jumper" den Sprung zurück in die Welt der Sciencefiction-Abenteuer. Als junger Mann mit der Fähigkeit der Teleportation gesegnet, bewegt er sich in Bruchteilen einer Sekunde von einem Ort zum anderen und durch den gesamten - eher mittelmäßigen - Film. Bei den Dreharbeiten lernte er auch seine Schauspielkollegin und langjährige Partnerin Rachel Bilson kennen, mit der er von Dezember 2008 bis Mitte 2010 verlobt war. Ein Wiedersehen mit Natalie Portman, die ihm in den "Star Wars"-Filmen als Amidala den Kopf verdreht hatte, gab es in dem Episodenfilm "New York, I Love You!" (2008). Darüber hinaus lieh er Jammer in der englisch-sprachigen Originalversion des Zeichentrick-Sciencefiction-Abenteuers "Quantum Quest: A Cassini Space Odyssey" seine Stimme, war in John Luessenhops Kriminalfilm "Takers" (beide 2010) an der Seite von Matt Dillon, R&B-Sänger Chris Brown und Paul Walker zu sehen und stand anschließend für Brad Andersons Mystery-Thriller "Vanishing on 7th Street" vor der Kamera.

Weitere Filme und Serien mit Hayden Christensen: "Jungle Law" (1994), "Love and Betrayal: The Mia Farrow Story", "I.Q. Runner - Aufstand der Untermenschen", "Danielle Steel: Nichts ist stärker als die Liebe" (alle 1995), "Nick Knight - Der Vampircop" (TV-Serie, 1996), "Gänsehaut - Die Stunde der Geister" (TV-Serie, 1997), "Angst über den Wolken" (1998), "Real Kids, Real Adventures" (TV-Serie), "Are You Afraid of the Dark?" (TV-Serie), "The Famous Jett Jackson" (TV-Serie), "Wenn Mutterliebe zur Hölle wird" (alle 1999).


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