Sofia Coppola

Auf den Spuren des berühmten Vaters: Regisseurin, Autorin und Produzentin Sofia Coppola Vergrößern
Auf den Spuren des berühmten Vaters: Regisseurin, Autorin und Produzentin Sofia Coppola
Fotoquelle: Denis Makarenko/shutterstock.com
Sofia Coppola
Geboren: 14.05.1971 in New York City, New York, USA

Die Tochter des bedeutenden Filmemachers Francis Ford Coppola macht ihrem Namen alle Ehre: Sofia Coppola. Für ihr meisterliches Werk "Lost in Translation" (2003) mit Bill Murray und Scarlett Johansson gewann sie unter anderem den Oscar sowie den Golden Globe für das beste Originaldrehbuch. Darüber hinaus wurde sie als erste amerikanische Frau für den Oscar als beste Regisseurin nominiert. Die US-Drehbuchautorin und Regisseurin begleitete ihren Vater bereits als Kind zu verschiedenen Drehorten und Filmsets. Nachem sie an dem California Institute of the Arts Malerei und Fotografie studiert hatte, gründete sie in Japan das Modeunternehmen "MilkFed". Im Filmgeschäft sammelte sie zunächst Erfahrungen als Kostümdesignerin.

Ihr Fernsehdebüt als Schauspielerin feierte Sophie jedoch schon als Baby in dem Oscar-gekrönten Mafiafilm "Der Pate" (1972) und "Der Pate II" (1974) unter der Regie ihres Vaters. Es folgten kleine Rollen, wie in "Die Outsider" (1982), Tim Burtons "Frankenweenie" (1984) und "Peggy Sue hat geheiratet" (1986). 1990 ergatterte sie in "Der Pate - Teil III" eine tragende Nebenrolle als Mary Corleone, Tochter des mächtigen Paten Don Vito Corleone (Marlon Brando), nachdem Winona Ryder für diese Rolle entfiel. Für ihre schauspielerische Leistung erhielt Sophia jedoch niederschmetternde Kritiken sowie gleich zwei Goldene Himbeeren als schlechteste Nebendarstellerin und schlechteste Newcomerin. Nachdem sie weitere kleine Rollen in "Der ganz normale Wahnsinn" (1992), "Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung" (1999) und "CQ" (2001) angenommen hatte, gab sie die Schauspielkarriere jedoch auf. Dazu Sofia: "Mir ging es nur um die Erfahrung, Schauspielerin wollte ich eh nicht werden. Also haben mich die negativen Kritiken nicht weiter erschüttert."

Stattdessen wandte sich Coppola ihrer Karriere als Regisseurin und Drehbuchautorin zu. Bereits im Alter von 17 Jahren wurde ihre Drehbucharbeit "Leben ohne Zoe" als Abschnitt ihres Vaters in dem Episodenfilm "New Yorker Geschichten" verfilmt. Während Sofia, Cousine von Schauspielgröße Nicolas Cage, im Kurzfilm "Ciao L.A." 1994 erstmals als Produzentin mitwirkte, führte sie 1998 mit einem weiteren Kurzfilm "Lick the Star" ihre erste Regiearbeit durch. Mit der Adaption des Romans von Jeffrey Eugenides in "The Virgin Suicides" feierte sie 1999 ihr Regiedebüt nach eigenem Drehbuch und schaffte zugleich den internationalen Durchbruch. Für das Drama besetzte sie Stars wie Jens Wood, [pe.kirsten_dunst:Kirsten Dunst] und Danny DeVito. Sofia selbst erhielt den Preis als beste neue Filmemacherin.

2006 besetzte sie erneut Kirsten Dunst für die titelgebende Rolle in dem Historienfilm "Marie Antoinette", der im gleichen Jahr im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes mit dem Nationalen Bildungspreis ausgezeichnet wurde. Die männliche Hauptrolle verkörperte Sofias Cousin Jason Schwartzman. Vier Jahre später kam ihre Tragikomödie "Somewhere", in der bei den 67. Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, in die Kinos. Das Drehbuch hatte sie, wie in ihren vorigen Werken, selbst verfasst. Die Story handelt von Johnny Marco (Stephen Dorff), einem berühmten Hollywoodstar, und dessen trauriges Alltagsleben. Eines Tages trifft er auf seine elfjährige Tochter (Elle Fanning) und beginnt über sein monotones Leben nachzudenken.

Drei Jahre später ist Sofia Coppolas Tragikomödie "The Bling Ring" mit "Harry Potter und der Stein der Weisen"-Star Emma Watson auf der Leinwand zu sehen. Im Fokus der Geschichte steht eine Gruppe von Jugendlichen, deren Hobby es ist in leerstehende Häuser von Hollywoodstars einzubrechen. Sie verbringen Stunden in den Villen und lassen Designerkleidung und Schmuck mitgehen, bis ihnen eines Tages die Polizei auf die Schliche kommt. Durch Sofias Werke zieht sich ein deutlicher roter Faden: "Was mir gefällt, ist, Figuren zu studieren, die sich in einer Übergangsphase ihres Lebens befinden. Die über sich selbst nachdenken, sich in Frage stellen. Alle meine Filmfiguren befinden sich an diesem Punkt." Neben ihren Kinoerfolgen führte sie auch für Werbefilme von Dior und H&M Regie. Designer Marc Jacobs benannte sogar eine Tasche nach ihr: The Sofia Bag.

Sofia Coppola war in erste Ehe (1999-2003) mit dem Filmemacher Spike Jonze ("Being John Malkovich", "Adaptation") verheiratet, mit dem sie zuvor bereits sieben Jahren zusammengelebt hatte. Seit 2005 ist der französische Rocksänger Thomas Mars, Frontmann der Band "Phoenix", ihr Lebenspartner, den sie im August 2011 in der "Villa Margherita", das Suite-Hotel ihres Vaters im süditalienischen Bernalda, heiratete. Die beiden haben zwei Töchter, Romy (*2006) und Cosima (*2010).

Weitere Filme von oder mit Sofia Coppola: "Rumble Fish" (1983), "The Princess Who Had Never Laughed", "Cotton Club" (beide 1984), "Faerie Tale Theatre - he Princess Who Had Never Laughed" (TV-Serie, 1986), "Anna...Exil in New York" (1987), "The Spirit of '76" (1990), "Ciao L.A." (Kurzfilm), "Hi Octane" (TV-Serie, beide 1994), "Bed, Bath And Beyond" (1996), "High Octane" (2002), "Platinum" (TV-Serie), "VOID (Video Overview in Declaration)" (Segment "This Here Giraffe", 2005).

Text: Maren Selbst


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