Adam Driver: Nicht gerade der typische Bösewicht.
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Adam Driver

Adam Douglas Driver
Lesermeinung
Geboren
19.11.1983 in San Diego, Kalifornien, USA
Alter
37 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Wenn man Adam Driver sieht, dann fällt er einem sofort auf. Was man allerdings nicht sofort vermutet, dass er derjenige ist, der in "Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht" (2015), dem siebten Teil der Filmreihe, dem ewigen Helden Han Solo (Harrison Ford) den Todesstoß versetzte. Als Bösewicht Kylo Ren zeigte sich Adam Driver von einer unerwarteten Seite. So viel Boshaftigkeit traut man dem schüchtern dreinblickenden Adam Driver gar nicht zu. Er wirkt immer eine Spur zu introvertiert. Er ist nicht der Typ, der den Roten Teppich rockt, nicht der Typ, der auf einer Blockbuster-Erfolgswelle bis in alle Ewigkeit reitet.

Der Schein trügt, zumindest wenn man seinen eigenen Erzählungen Glauben schenken darf. Als Teenager soll er, wie er dem Magazin "US Weekly" gestand, ein Rebell gewesen sein. Highlight dieser Phase war die Gründung eines "Fight Clubs" nach dem Vorbild von David Finchers Filmversion nach Chuck Palahniuks Kultroman.

Vom Militär auf die Bühne

Für die Schauspielerei entschied sich Adam Driver relativ spät. Er ist keiner von diesen Darstellern, die seit der Kindheit von Oscar-Ehren und Hollywood-Erfolg träumten. Kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 trat er dem US Marine Corps bei. Nach fast drei Jahren verließ er das Corps und begann ein Studium an der Universität von Indianapolis. Ein Jahr später wechselte er an die Juilliard School in New York um Schauspiel zu studieren. Ein großer Schritt für Adam Driver von dem vom Drill geprägten militärischen Alltag zum Studium der Schauspielkunst. Doch er meisterte die Umstellung und schloss die Ausbildung 2009 mit einem "Bachelor of Fine Arts" ab.

Im Anschluss übernahm er Rollen in Broadway- und Off-Broadway-Produktionen. Erste Parts vor der Kamera spielte er in einigen Serien und Kurzfilmen. Sein erster "großer" Film, wenn auch nur in einer Rolle, die knapp über Statistenniveau lag, war Clint Eastwoods "J. Edgar"(2011).

Durchbruch dank "Girls"

Gerade einmal drei Jahre nach Beendigung seiner Ausbildung schaffte er den Durchbruch. 2012 wurde er für eine Hauptrolle in der HBO-Comedy-Serie "Girls" gecastet und spielte hier durchgehend Hannahs emotional recht instabilen Freund Adam Sackler. Eine Rolle, die sich im Laufe der Jahre entwickelte und die Adam Driver u.a. drei Nominierungen für den Primetime Emmy als Bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie einbrachte und diverse Filmangebote. So sah man ihn in dem Kurzfilm "Not Waving But Drowning" und in Jonathan Liseckis Komödie "Gayby", er übernahm aber auch Schlüsselpositionen in Steven Spielbergs US-amerikanischem Historien-Drama "Lincoln" (als Samuel Beckwith) und als Lev Shapiro in Noah Baumbachs Independentfilm "Frances Ha".

Es folgten Auftritte in "The F-Word - Von wegen gute Freunde", "Hungry Hearts", "Gefühlt Mitte Zwanzig" und "Sieben verdammt lange Tage" (alle 2014) und schließlich (2015) sein erster Auftritt als Kylo Ren in der "Star Wars"-Reihe. Dem Science-Fiction-Genre blieb er auch in Jeff Nichols' "Midnight Special" an der Seite von Michael Shannon und Joel Edgerton treu, während er mit Jim Jarmuschs "Paterson" - Adam Driver übernahm hier die Titelrolle als introvertierten, poesieliebenden Busfahrer - eine ganz andere Seite seines Könnens zeigte.

Und auch als Francisco Garupe in Martin Scorseses "Silence" über zwei junge Jesuiten  - Sebastião Rodrigues und Francisco Garupe - die 1638 aus Portugal gemeinsam nach Japan reisen, um Sebastiãos ehemaligen Mentor Cristóvão Ferreira ausfindig zu machen, zeigt Adam Driver einmal mehr, dass er auf den ersten Blick recht introvertiert und weit entfernt vom Hollywood-Glamour zu sein scheint, bei genauerem Hinsehen jedoch bereits ganz weit oben angekommen ist. Er besticht durch Talent, Vielseitigkeit und Ausdruckskraft und wird auch in Zukunft noch viele gute Rollenangebote erhalten.

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