Steven Spielberg

Drehte einige der erfolgreichsten Filme aller Zeiten: Steven Spielberg. Vergrößern
Drehte einige der erfolgreichsten Filme aller Zeiten: Steven Spielberg.
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com
Steven Spielberg
Geboren: 18.12.1946 in Cincinnati, Ohio, USA

Er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Filmemacher überhaupt, als Regisseur oder Produzent ist Steven Spielberg für eine Reihe der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten verantwortlich. Im Sommer 1997 hatte er gleich zwei Mega-Hits: Als Regisseur mit "Vergessene Welt: Jurassic Park", als ausführender Produzent mit "Men in Black". Sein Kassenschlager "Jurassic Park" (1993), basierend auf dem Bestseller von Michael Crichton, zählt weltweit noch immer zu den Top-25-Filmen mit dem höchsten Einspielergebnis der Kinogeschichte.

1994 wurde Spielberg für sein Meisterwerk "Schindlers Liste" mit zwei Oscars ausgezeichnet: für beste Regie und für den besten Film. Insgesamt gewann der Film sieben Oscars, erhielt außerdem von den wichtigsten Kritikerverbänden die Auszeichnung als bester Film, sieben British Academy Awards - darunter zwei für Spielberg - und den Golden Globe Award. Spielberg wurde für diesen Film nach "Die Farbe Lila" (1985) mit dem zweiten Preis der Directors Guild of America (DGA) geehrt. Im Februar 1997 wurde "Schindlers Liste" zum ersten Mal in voller Länge und ohne Werbeunterbrechungen auf NBC gesendet; 65 Millionen Menschen sahen zu. Zwei Jahre später erhielt Spielberg erneut den Oscar für den besten Film, dieses Mal für den Antikriegsfilm "Der Soldat James Ryan" (1998) mit Tom Hanks.

Spielberg hat bereits zahlreiche weitere Oscar-Nominierungen erhalten, darunter für sein fulminantes Meisterwerk "Lincoln" (2012), für "E. T. - Der Außerirdische" (1982), "Jäger des verlorenen Schatzes" (1981), "Unheimliche Begegnung der dritten Art" (1977). Für diese Filme erhielt er ebenfalls DGA-Nominierungen, genauso wie für "Das Reich der Sonne" (1987) und "Der weiße Hai" (1974). Er ist Preisträger des Lifetime Achievement Award des American Film Institute sowie der renommierten Irving G. Thalberg-Auszeichnung, verliehen durch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Spielberg wuchs in den Vorstädten von Haddonfield, New Jersey, und Scottsdale, Arizona, auf. Bereits als Teenager begann er, Amateurfilme zu drehen und studierte dann Filmwissenschaften an der Calilornia State University in Long Beach. 1969 wurde sein 22-minütiger Kurzfilm "Amblin" auf dem Filmfestival in Atlanta gezeigt - dies führte dazu, dass er der jüngste Regisseur wurde, der jemals mit einem Langzeitvertrag von einem Hollywood-Major engagiert wurde.

1971 führte er bei dem spannungsgeladenen TV-Film "Duell" Regie, der sowohl bei den Kritikern als auch beim Publikum sehr gut ankam. In dieser Zeit arbeitete er hauptsächlich fürs Fernsehen und führte bei diversen TV-Serien Regie wie etwa "Columbo - Tödliche Trennung" und "Dr. med. Marcus Welby". Sein Kinodebüt gab er mit "Sugarland Express" (1974), nach einem Drehbuch, für das er auch als Co-Autor fungierte. Zu seinen weiteren Filmen gehören "1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood?" (1979), "Poltergeist" (1982, ungenannt und Buch), "Unheimliche Schattenlichter" (1983), die Sequels "Indiana Jones und der Tempel des Todes" (1984) und "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (1989) sowie Episoden für die TV-Serie "Unglaubliche Geschichten" (1985), "Hook" (1991) und "Always - Der Feuerengel von Montana" (1989).

Seit der Gründung seiner eigenen Produktionsgesellschaft, der Amblin Entertainment, im Jahre 1984, beteiligte sich Spielberg als Produzent außerdem an über einem Dutzend Filmen, darunter so erfolgreiche Streifen wie etwa "Gremlins - Kleine Monster" (1984), "Die Goonies" (1985), die "Zurück in die Zukunft"-Trilogie (1985 - 1990), "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988), die Zeichentrickgeschichten "Feivel, der Mauswanderer" (1986), "In einem Land vor unserer Zeit" (1988), "Feivel, der Mauswanderer im Wilden Westen" (1991) und "Vier Dinos in New York" (1993), außerdem "Akira Kurosawas Träume"(1990), "Arachnophobia" (1990), "Kap der Angst" (1991, ungenannt) "Familie Feuerstein" (1994), "Casper" (1995), "Twister" (1996), "Deep Impact" (1998), "Die Maske des Zorro" (beide 1998), "Gladiator" (2000), " Wir waren wie Brüder" (2001), "Into The West", "Die Geisha", "Die Legende des Zorro" (alle 2005), "Monster House", "Letters from Iwo Jima", "Flags of Our Fathers" (alle 2006), "Super 8", "Gefährten" (beide 2011).

1994 gab Spielberg die Gründung der neuen DreamWorks SKG-Studios in Sozietät mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen bekannt. Das Sklaverei-Drama "Amistad" (1997) war der erste Film des neuen Studios, der unter der Regie von Spielberg entstand. Danach drehte er das lange Zeit von Stanley Kubrick anvisierte Projekt "A.I. Künstliche Intelligenz" (2001), um direkt anschließend mit "Catch Me If You Can" eine wunderbare Krimikomödie zu drehen und mit "Minority Report" ein weiteres Sciencefiction-Werk zu inszenieren.

2004 folgte mit "Terminal" dies auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte eines Mannes, der sich auf einem Flughafen häuslich einrichtet. Anschließend drehte Spielberg mit Tom Cruise H. G. Wells Scifi-Klassiker "Krieg der Welten" (2005) und den Olympia-Massaker-Film "München". Noch im gleichen Jahr produzierte er den TV-Sechsteiler "Into The West", 2006 folgte den Trickfilm "Monster House". 2008 kam das vierte "Indy"-Abenteuer "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" in die Kinos, gefolgt von der lange erwarteten Comic-Verfilmung "Die Abenteuer von Tim und Struppi" (2011).

Von 1985 bis 1989 war Spielberg mit der Schauspielerin Amy Irving verheiratet. 1991 heiratete er Kate Capshaw. Die beiden haben sieben Kinder, davon sind zwei adoptiert.

2000 ehrt er Kubrick in Jan Harlans Dokumentation "Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film".


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