Michael Crichton

Michael Crichton feierte Riesenerfolge mit seinen Technik-Thrillern Vergrößern
Michael Crichton feierte Riesenerfolge mit seinen Technik-Thrillern
John Michael Crichton
Geboren: 23.10.1942 in Chicago, Illinois, USA
Gestorben: 04.11.2008 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Die Verfilmung von Michael Crichtons Saurier-Schockers "Dino Park" wurde unter dem Titel "Jurassic Park" (1993) unter der Regie von Steven Spielberg zu einem der größten Kinoerfolge aller Zeiten. Doch nicht alles, was Crichton anfasste, wurde zu Gold. Der von Frank Marshall inszenierte Thriller "Congo" (1995) etwa bot eine lächerliche Story um mutierte Menschenaffen. Zwar lief der Film recht gut, doch sein Unterhaltungswert basiert eher auf unfreiwilliger Komik.

Auch seinem Drehbuch zum Katastrophenfilm "Twister" (1996) von Jan De Bont mangelte es deutlich an innerer Spannung. 1998 verfilmte erneut Barry Levinson einen Crichton-Stoff. In "Sphere - Die Macht aus dem All" (mit Dustin Hoffman und Sharon Stone) begegnet ein Forscherteam in der Tiefsee einer außerirdischen Intelligenz. Das Bemerkenswerteste an diesem Film war, wie dreist er seine Motive zusammenklaut, bei "2001 - Odyssee im Weltraum", bei "Abyss - Abgrund des Todes", bei "Alarm im Weltall", bei "Am Rande des Universums" und ungezählten anderen. Neu ist daran nichts.

Nach dem Harvard College studierte Michael Crichton an der dortigen Universität Medizin. Man nannte ihn bald den "Vater des Techno-Thrillers", diesen wissenschaftlichen Romancier, Drehbuchautor und Regisseur, der medizinische Sachbücher und halbwissenschaftliche Romane unter vielen Pseudonymen veröffentlicht, bevor er 1969 weltweit Popularität mit dem Sciencefiction-Roman "Andromeda" erlangte. Darin wird ein außerirdisches Virus von einem Satelliten auf die Erde gebracht. Da die Menschen keine Immunkräfte dagegen haben, sterben sie wie die Fliegen. Gleichzeitig geht es in "Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All" auch um die totale Überschätzung der atomaren Kräfte. Denn den Militärs fällt natürlich wieder nichts Besseres ein, als das Übel mit Nukleargewalt zu bekämpfen. Doch das würde das Virus nur schneller verbreiten. Robert Wise verfilmt 1970 das Buch grandios.

1972 wurden zwei der Bücher verfilmt, die Crichton unter den Pseudonymen Michael Douglas (sic!) und Jeffrey Hudson verfasst hatte: "Heißer Stoff für Boston" von Paul Williams und "Der Mörder im weißen Mantel" von Blake Edwards. Im selben Jahr führte Crichton für den TV-Film "Pursuit" erstmals selbst Regie: Ein Wahnsinniger will mit Nervengas eine politische Versammlung traktieren. Ben Gazzara als Cop will dies verhindern. 1972 gab Chrichton als Regisseur sein Kinodebüt mit "Westworld" - ein origineller Roboter-Thriller: Irgendwann in naher Zukunft eröffnet in einer abgelegenen Wüstenlandschaft der Freizeitpark "Delos", eine Art Disneyland für Abenteuertouristen. Man kann Orgien wie im alten Rom feiern, der mittelalterlichen Minne huldigen oder in einem Westernsaloon die Revolverhelden erschießen. Das Personal, ob Burgfräulein, Römer oder Westerner, besteht aus programmgesteuerten Androiden. Doch eines Tages geraten diese künstlichen Menschen außer Kontrolle und werden zur tödlichen Bedrohung. Crichton inszenierte den Stoff nach einer eigenen Idee und Vorlage.

In "Coma" (1977) mit Genevieve Bujold, Michael Douglas und Richard Widmark wechseln Schocks und utopische Albtraumphantasien einander ab: Im Operationssaal 8 eines großen Bostoner Hospital häufen sich die Unglücksfälle. Zahlreiche junge Patienten fallen nach relativ harmlosen Operationen ins Koma. Eine junge Chirurgin glaubt nicht an Zufälle. Sie geht der Sache nach und entdeckt ein grausames Geheimnis: Schon seit Jahren werden Menschen, deren Gehirne nie mehr funktionieren werden, als lebende Organbörse physiologisch am Leben gehalten - ein lukratives Geschäft. Der Arzt und Sciencefiction-Autor hat einen ebenso erschreckenden wie subtil gesellschaftskritischen Horror-Film gedreht. 1978 drehte er einen für ihn eher untypischen Film. "Der große Eisenbahnraub" mit Sean Connery und Donald Sutherland handelt von einigen Edelgangstern, die die britische Krone um ein paar überflüssige Pfund(e) erleichtern wollen.

Drehbuch und Regie übernahm Crichton 1981 bei "Kein Mord von der Stange", worin es um eine Mordserie unter Fotomodellen geht. Ein Schönheitschirurg entdeckt, dass TV-Werbung mit unerlaubten Mitteln wie Hypnose arbeitet. Die Fotomodelle wussten zuviel ... Auch bei "Runaway - Spinnen des Todes" (1984) mit Tom Selleck führte Crichton Regie nach eigenem Drehbuch: Ein Cop kämpft gegen durchgedrehte Haushaltsroboter, die von einem Verbrecher umprogrammiert wurden. Seine letzte Regie-Arbeit "Die Anwältin" (1989) nach einem fremden Stoff war ein blasser Film über einen suspendierten Polizisten, der unter Mordverdacht gerät.

1994 wurde "Enthüllung" in der Verfilmung durch Barry Levinson zum Skandal, weil sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz diesmal unter umgekehrten Vorzeichen präsentiert wird: Michael Douglas will im Job hoch hinaus, aber Demi Moore hat ihre eigenen, rein privaten Ziele. Als er sich ihr verweigert, schlägt sie mit äußerster Hinterlist zurück. Michael Crichtons Roman zeigt die andere Seite der Macht, ein böser Film mit brillanten Schauspielern, vor allem Demi Moore ist eine faszinierende femme fatal. Ebenfalls 1994 produzierte Crichton den Pilotfilm "Emergency Room: Der erste Tag", Auftakt der gleichnamigen Krankenhaus-Serie zum Siegeszug um die ganze Welt. Crichtons Buch "Nippon Connection", von Philip Kaufman mit Sean Connery und Wesley Snipes verfilmt und bei uns als "Die Wiege der Sonne" (1993) gezeigt, war ein weiterer Bestseller. Er spielt mit der Angst vor einer totalen Überfremdung der USA: Japanische Firmen erobern hier den amerikanischen Markt. In Japan löst das Werk arge Verstimmung aus.

Am 4. November 2008 erlag Michael Crichton, der einst von seinem Vater, ein Journalist, dazu ermuntert wurde, zu schreiben, nur wenige Tage nach seinem 66. Geburtstag einem langjährigen Krebsleiden. Crichton war fünf Mal verheiratet (darunter die Schauspielerinnen Anne-Marie Martin, bestens bekannt als Hammers Assistentin Dori Doreau in der TV-Serie "Sledge Hammer", und Sherri Alexander) und hinterließ zwei Kinder.

Weitere Drehbücher von Michael Crichton: "Vergessene Welt: Jurassic Park" (1997), "Der 13te Krieger" (1999), "Jurassic Park III" (2001), "Timeline" (2003), "Emergency Room - Die Notaufnahme" (Serie, 1994-2007). Einen Auftritt hatte Crichton 2007 in dem Dokumentarfilm "The Man Who Shot Chinatown - The Life and Work of John A. Alonzo".


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