Alec Guinness

Einer der größten Charakterdarsteller 
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Einer der größten Charakterdarsteller Großbritanniens: Alec Guinness
Alec Guinness de Cuffe
Geboren: 02.04.1914 in Marylebone, England, Großbritannien
Gestorben: 05.08.2000 in Midhurst, England, Großbritannien

Zusammen mit Sir Laurence Olivier und Sir John Gielgud bildete er das große Trio der illustren Shakespeare-Darsteller und Könige der britischen Leinwand: Sir Alec Guinness. Obwohl sein Leben nicht unter den besten Voraussetzungen begann: "Ich wurde im Chaos geboren und versank darin für Jahre: Bis zum Alter von 14 hatte ich drei verschiedene Namen und lebte in ungefähr 30 verschiedenen Hotels, Pensionen und Wohnungen, die alle zum "Zuhause" erklärt wurden, bis wir wieder fortzogen und wie bei einer Schnitzeljagd einen ganzen Stapel unbezahlter Rechnungen hinter uns zurückließen", schreibt Guinness in seiner 1985 erschienen Autobiografie "Blessings in Disguise" (deuschter Titel: Das Glück hinter der Maske, verlegt bei Kindler).

Wie aus diesem "Cuffe" schließlich einer der begnadetesten und wandlungsfähigsten Schauspieler und gar ein Sir wurde, beschreibt die Biografie, erklären kann sie das Phänomen Guinness nicht. Um eine solche Kindheit einigermaßen heil überstehen zu können, muss man enorm wandlungsfähig sein. Gleichzeitig muss sich im Kern eine Identität herausbilden, die sich in all den Rollen nicht verliert. Beides zusammen macht die Grundqualifikation eines Alltagsschauspielers aus. Doch Guinness reifte sogar zu einem großartigen Charakterdarsteller heran.

1934 spielt er nach dem Schauspielstudium seine erste, wenn auch winzig kleine Theaterrolle, nach zwei Jahren ist er schon festes Ensemblemitglied am berühmten "Old Vic Theater", erst 1947 kommt er zum Film, entdeckt von David Lean, der ihn in seinen beiden Charles-Dickens-Filmen "Geheimnisvolle Erbschaft" und "Oliver Twist" (1948) besetzt und später mit ihm auch für seine Großproduktionen "Die Brücke am Kwai" (1957, Oscar und Golden Globe für Guinness), "Lawrence von Arabien" (1962), "Doktor Schiwago" (1965), und "Reise nach Indien" den idealen Protagonisten findet.

Als "Mann mit den tausend Gesichtern" prägt Alec Guinness das Bild des englischen Films, die Kinokomödie hat ihm etliche Meisterwerke zu verdanken. Seine Wandlungsfähigkeit stellt er 1949 in der schwarzen Mordkomödie "Adel verpflichtet" (Alec Guinness spielte acht Rollen!) gründlich unter Beweis. In den folgenden Jahren entstehen jene komischen Spitzenfilme mit Guinness, in denen er sich als die "Inkarnation des ewigen Britentums" etabliert, so neben "Ferien wie noch nie" (1950), "Einmal Millionär sein" (1951), "Der Mann im weißen Anzug" (1951), "Der Schlüssel zum Paradies" (1953), "Kapitän Seekrank" (1957), und vor allem die Kriminalkomödie "Ladykillers" (1955), die allein ihn unsterblich hätte machen müssen.

Das Fernsehen bietet ihm mit den Serien um den John-Le-Carre-Helden, den Geheimdienstchef Smiley in "Dame, König, As, Spion" und in dem Nachfolger "Smileys Leute", eine herausragende Rolle, auf der Leinwand ist er in den Neunzigerjahren u.a. als dämonisch undurchsichtiger Bürochef in der Kafka-Verfilmung von Steven Soderbergh zu bewundern. Zu einem reichen Mann machen ihn sein Auftritt als weiser Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi in George Lucas' "Star Wars"-Trilogie ("Krieg der Sterne", 1977; "Das Imperium schlägt zurück", 1979; "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", 1982) - und das, obwohl Guinness sich dieser Rolle schämte und selbst für sein Ableben im dritten Kapitel sorgte, weil er "keine Lust mehr auf die fürchterlich banalen Texte hat": "Ich schrumpfe jedes Mal zusammen, wenn jemand mir gegenüber 'Star Wars' erwähnt." Guinness hatte übrigens Gewinnbeteiligung statt einer festen Gage ausgemacht.

1979 wurde Sir Alec Guinness mit dem Ehren-Oscar für seine Lebenswerk ausgezeichnet, 1996 folgte der Lifetime Achievement Award der Europäischen Filmakademie.

Weitere Filme mit Alec Guinness: "Kampf ums Geld" (1949), "Der Unwiderstehliche" (1952), "Nach Paris der Liebe wegen" (1955), "Der Schwan" (1956), "Des Pudels Kern" (1958, auch Drehbuch), "Der Sündenbock", "Unser Mann in Havanna" (beide 1959), "Einst ein Held" (1960),"Rebellion" (1961), "Der Untergang des Römischen Reiches" (1963),"Hotel Paradiso", "Lage hoffnungslos - aber nicht ernst" (beide 1965), "Das Quiller Memorandum: Gefahr aus dem Dunkel", (1966) "Die Stunde der Komödianten" (1967), "Cromwell" (1969), "Bruder Sonne, Schwester Mond" (1972), "Eine Leiche zum Dessert" (1975), "Der kleine Lord", "Hebt die Titanic" (beide 1980), "Lovesick - Der liebeskranke Psychiater" (1983), "Eine Handvoll Staub" (1988), "Auf fremden Felde" (1993) und "Stumme Zeugin" (1994).

Zur Filmografie von Alec Guinness de Cuffe
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