Jack Hawkins

John Edward Hawkins
Lesermeinung
Geboren
01.09.1910 in London, England, Großbritannien
Gestorben
18.07.1973 in London, England, Großbritannien
Sternzeichen
Biografie
Jack Hawkins hatte viele Seiten: Er spielte in Carol Reeds "Kleines Herz in Not" (1948), in "Das dunkelrote Siegel" (1951) von Michael Powell und Emeric Pressburger oder in "Die schwarze Rose" (1950) von Henry Hathaway. David Leans Erfolgsfilme "Die Brücke am Kwai" (1957) und "Lawrence von Arabien" (1962), aber auch Howard Hawks' Monumentalfilm "Land der Pharaonen" (1955) machten ihn als Schauspieler berühmt. Man sah ihn in William Wylers "Ben Hur" (1959), Franklin J. Schaffners "Nikolaus und Alexandra" (1971) und in zahllosen weiteren erfolgreichen Kinoabenteuern.

Jack Hawkins erhielt - wo immer er auftrat - rauschenden Applaus. Das begann 1932 beim Bühnendebüt in "Während die Eltern schlafen" und setzte sich über Jahrzehnte hin fort. 1940 wurde Hawkins eingezogen und war Oberst der Reserve bei den Royal Welsh Fussiliers, vor allem tätig als Leiter der Theatergruppe der britischen Armee in Indien. Er spielte selbst, wenn ein Schauspieler ausfiel und machte sich einen besonderen Namen, als er eines Tages eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung die ihm unbekannte Hauptrolle übernehmen musste. Weil er den Text nicht konnte, machte er den Mann, den er spielte, zum Stotterer. Damit rettete er die Aufführung. "Eine neue, ausgezeichnete Interpretation des Stücks", schrieb seinerzeit die Presse.

Nach Kriegsende giing Hawkins mit zwei Stücken auf Theatertournee, mit William Shakespeares "Othello" und George Bernard Shaws "Candida". Er stand zwar immer wieder auf der Bühne, doch vor allem sieht man ihn in brillanten Kinorollen: 1949 als R. B. Waring in dem Agentenfilm "Experten aus dem Hinterzimmer" (1949) von Michael Powell und Emeric Pressburger, ein Melodram um einen gehbehinderten Bombenexperten und Alkoholiker, der sein Leben riskiert und eine Bombe entschärft. Dann kehrt er zu seinem Mädchen zurück, das sich schon lange nach ihm sehnt. "Das war ein Flop, niemand wollte 1949 einen Film sehen, der im Krieg spielt, wo Menschen sterben, wo Bomben explodieren. Das war einfach eine Fehlkalkulation", sagte Michael Powell.

Das Regieduo ist auch verantwortlich für "Das dunkelrote Siegel" mit David Niven, Margaret Leighton und Cyril Cusack, ein brillanter farbiger Kostümfilm mit Jack Hawkins als Prince of Wales. Der konservative Geist der Geschichte wird durch die ironisch burleske Spielweise von Hauptdarsteller David Niven locker aufgefangen, Regisseur Powell war jedoch mit dem Film überhaupt nicht zufrieden. Er wollte ursprünglich ein Musical drehen, doch die Produzenten Alexander Korda und Samuel Goldwyn wollten das nicht.

"Agenten lassen bitten" entstand 1964 unter der Regie von Basil Dearden und zeigt Jack Hawkins als britischen Colonel neben dem amerikanischen Agenten Cliff Robertson, dem durchtriebenen Gangster Michel Piccoli und der verführerischen Marisa Mell, die von Piccoli auf die Agenten angesetzt wird. Doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu: Mitten in seiner erfolgreichsten Epoche verlor Jack Hawkins die Stimme: Kehlkopfkrebs. Hawkins lernte wieder sprechen, ganz jedoch war das nicht zu reparieren. Als er in "Mohn ist auch eine Blume" (1966) von Terence Young neben zahlreichen Weltstars vor der Kamera stand, merkte das Publikum nicht, dass er nicht mehr sprechen konnte.

Stumm spielte er noch neben Brigitte Bardot und Sean Connery in "Shalako" (1968) von Edward Dmytryk, in Jerzy Skolimowskis "Die Gräfin und ihr Oberst" (1970) mit Claudia Cardinale und in Richard Attenboroughs "Oh What a Lovely War" (1969). In all diesem Filmen musste er synchronisiert werden, weil seine eigene Stimme immer mehr versagte. Der Horrorfilm "Theater des Grauens" war 1972 sein letzter Auftritt, im Juli des Jahres erlag er seinem Leiden.

Weitere Filme mit Jack Hawkins: "Staatsgeheimnis" (1950), "Die Reise ins Ungewisse" (1951), "An einem Montag wie jeder andere", "Der große Atlantik" (beide 1952), "Dämonen der Südsee" (1954), "Am seidenen Faden" (1957), "Chefinspektor Gideon", "Der Spion mit den zwei Gesischtern" (beide 1958), "Der Fehltritt", "Der junge General", "Ein Fremder kam an" (alle 1961), "Im Banne der roten Tigerin" (1962), "Zulu" (1963), "Lord Jim" (1964), "Judith" (1965), "Waterloo" (1969), "Das Mörderschiff" (1970), "Die Entführung des David Balfour", "Heißkaltes Blut" (beide 1971) und "Der junge Löwe" (1972).

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