Peter O'Toole

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Erfolg in komischen und tragischen Rollen: Peter O'Toole
Fotoquelle: Featureflash/shutterstock.com
Peter O'Toole
Geboren: 02.08.1932 in Wicklow, Irland
Sternzeichen: Löwe
Gestorben: 14.12.2013 in London, Großbritannien

Seine blonden Haare, seine blaue Augen und sein ausdrucksstarkes Gesicht machten ihn zum gefeierten Frauenschwarm: Peter O'Toole. Seine größten Erfolge feierte der Schauspieler, der achtmal für den begehrten Oscar nominiert war, ihn aber nie gewann, in den Rollen des tragischen Helden. Wer kennt nicht seinen "Lawrence von Arabien" (1962) und seinen alternden Mantel-und-Degen-Schauspieler aus "Ein Draufgänger in New York" (1982)?

Peter O'Toole beendete seine Schullaufbahn im Alter von 14 Jahren in Leeds, England. Danach arbeitete er als Laufbursche, bevor er als Reporter bei der Yorkshire Evening Post anfing. Sein Bühnendebüt gab er mit 17 in einer Amateur-Produktion, danach musste er zunächst zwei Jahre zur Royal Navy. Ein Glücksfall für O'Toole, denn auf einem Schulschiff begann er seine zweijährige Ausbildung an der Royal Acadamy of Dramatic Art. Seine professionelle Schauspiel-Laufbahn eröffnete er 1955 an der Bristol Old Vic Company und beim britischen Fernsehen. Bekannt wurde er besonders durch seine Rolle in "The Long, the Big and the Tall" (1959).

Kinodebüt mit 29

Seine ersten Kinoauftritte hatte der attraktive O'Toole in Nicolas Rays "Im Land der langen Schatten" (1959) an der Seite von Anthony Quinn und in Robert Stevensons "Entführt - Die Abenteuer des David Balfour" (1960) neben James MacArthur und Peter Finch. Danach spielte er bis 1962 vorwiegend Nebenrollen in Kino-Produktionen. Erst die Rolle des "Lawrence von Arabien" in David Leans gefeierten Monumentalfilm machte ihn über Nacht zum Star. Für die beeindruckend gespielte Rolle des britischen Offiziers, der die Araber in ihrem Freiheitskampf unterstützt, erhielt O'Toole seine erste von insgesamt acht Oscar-Nominierungen ("Becket", "Der Löwe im Winter", "Goodbye, Mr. Chips", "Ruling Class", "Der lange Tod des Stuntman Cameron", "Ein Draufgänger in New York").

Danach ging es Schlag auf Schlag: Peter O'Toole spielte in Peter Glenvilles "Becket" (1964), als König Heinrich II. den Widersacher von Richard Burton alias Thomas Becket in Der Löwe im Winter", und in Richard Brooks "Lord Jim" (1964) einen Seeoffizier, der wegen seiner Feigheit aus der Handelsmarine ausgeschlossen wird. Doch auch in komischen Rollen wusste der Ire zu überzeugen: So etwa in Clive Donners "Was gibt's Neues, Pussy?" (1964) an der Seite von Peter Sellers und Romy Schneider sowie in der gefeierten James-Bond-Parodie "Casino Royale" (1966). Ein weiterer Erfolg wird sein Auftritt in Herbert Ross' Komödie "Goodbye, Mr. Chips" (1969).

Brillant als Charakterdarsteller

1975 brillierte der Charakterdarsteller in "Freitag und Robinson", der ungemein witzigen Satire von Jack Gold, die die Robinson Crusoe-Geschichte des Daniel Dafoe umkehrt: O'Toole ist der arrogante Brite, der dem "dummen Wilden" alias Richard Roundtree nichts entgegenzusetzen hat. Später folgte seine Rolle als Tiberius in dem Skandalfilm "Caligula" (1980) von Tinto Brass. In "Der lange Tod des Stuntman Cameron" (1979) von Richard Rush überzeugte O'Toole einmal mehr als Eli Cross und in dem oben schon erwähnten "Ein Draufgänger in New York" (1982, Regie: Richard Benjamin) brillierte er als alkohlabhängiger Mantel-und-Degen-Darsteller Alan Swann, der am Ende seine Angst vor einem Live-Auftritt besiegt und über sich selbst hinauswächst.

Große Rollen spielte er als Hauslehrer des jungen chinesischen Kaisers in Bernardo Bertoluccis grandiosen Melodram "Der letzte Kaiser" (1986), in Neil Jordans wunderbarer Komödie "High Spirits - Die Geister sind willig!" (1987) und in Lina Wertmüllers gelungenem Aids-Drama "Diese vitale Wut" (1989) mit Rutger Hauer und Nastassja Kinski. 2003 erhielt er einen Ehren-Oscar, den er eigentlich schon ablehnen wollte, weil er noch nicht alt genug dafür sei.

Weitere Filme mit Peter O'Toole: "Bankraub des Jahrhunderts" (1959), "Die Bibel" (1965), "Die Nacht der Generale", "Wie klaut man eine Million" (beide 1966), "Brotherly Love" (1969), "Der Mann aus La Mancha" (1972), "Unternehmen Rosebud" (1974), "Power Play" (1978), "Die letzte Offensive" (1979), "Masada" (1980), "Obsession - Die dunkle Seite des Ruhms" (1983), "Supergirl" (1984), "Der Professor oder Wie ich meine Frau wiedererweckte" (1985), "Club Paradise" (1986), "Der Rattenfänger" (1989), "Isabelle Eberhardt", "King Ralph" (beide 1990), "Rebeccas Töchter" (1991), erneut unter der Regie von Jack Gold in "Stürmisches Wetter", "Gullivers Reisen" (beide 1995), "Zauber der Elfen", "Phantoms", "Rosamunde Pilcher - Heimkehr" (alle 1997), "Jeanne d'Arc - Die Frau des Jahrtausends" (1999), "Damiaan" (2000), "Hitler - Aufstieg des Bösen" (2003) und "Troja" (2004), "Casanova", "Lassie kehrt zurück" (beide 2005), "Venus", "One Night with the King" (beide 2006), "Ratatouille" (Sprecher im Original), "Der Sternwanderer", "Die Tudors - Die Königin und ihr Henker" (alle 2007).


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