Einst hat die Wohngemeinschaft der Berliner Hausbesetzerszene gemeinsam gegen das sogenannte Establishment aufbegehrt und sogar Bomben gelegt. Nun - 13 Jahre später - holt die Vergangenheit die einst verschworene Gemeinschaft wieder ein: Eine von ihnen gelegte Bombe ist nun mit reichlich Verspätung detoniert. Jetzt wanken die Fassaden der bürgerlichen Existenzen, denn die Polizei ist ihnen auf den Fersen...

Für einen Debütfilm ist dies vor allem formal eine brillante Leistung, denn in technischen Belangen ist dies zweifellos einer der besten deutschen Filme jüngerer Zeit. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Das Dargestellte will zwar an vergangene revolutionärere Abschnitte deutscher Geschichte erinnern, erlaubt sich dabei aber im Drehbuch so manch groben Schnitzer. Wenn man darüber hinweg sieht, erwartet den Zuschauer packende Unterhaltung.